Meine alte Dame hatte schlechte Nierenwerte, die jetzt aber wieder besser sind. Die Tieräztin sagt: Wir sollen Nierendiät füttern. Meine Dame meint nun aber, das ist nicht besonders lecker. Sie bekommt im Moment Royal CaninRenal
frißt es aber auch nur gerade so. Läßt es auch hin und wieder stehen.
Nun habe ich im Net was von Phosphatbinder gelesen. Was bitte ist das genau? Angeblich soll man dann ja normales Futter füttern können. Habt Ihr schon Erfahrungen damit gemacht?
Es gibt verschiedene Faktoren, warum normales Futter nicht besonders gut für eine nierenkranke Katze ist u. a. weil in den meisten Futtersorten, die gefüttert werden (Whiskas und Konsorten) Zucker enthalten ist. Ebenso ist der Kalium- und Phosphatgehalt sehr hoch.
Um diesen zu mindern, wird Phosphatbinder genutzt. Meist ist das eine Art Calciumacetat, die das Phosphat in der Nahrung bindet.
Bevor ich aber als "Laie" zu solchen Mitteln greife, würde ich Dir vorschlagen, erstmal eine andere Nierendiät zu probieren. Es gibt bspw. von Kattovit auch Nierennahrung.
Sollte Deine verschnuckte Dame das auch nicht wollen, dann würde ich mit Deinem TA sprechen, welche Möglichkeiten es noch gibt, bspw. das normale Futter Hälfte/Hälfte mit der Nierendiät verfüttern und dann den Gehalt an Nierenfutter nach und nach zu erhöhen, oder aber diese Nährstoffe wie den Phosphatbinder dem Futter zuführen. Das macht allerdings auch nur Sinn, wenn das Futter, was Du verfütterst dementsprechend gute Inhaltsstoffe hat und bspw. auch der Proteiingehalt ausreichend ist.
Soll sie denn die Nierendiät ständig bekommen oder nur erstmal für einen bestimmten Zeitraum, um dann zu sehen, wie sich der Werte verändern oder nicht?
Meine Tierärztin hält es für besser, wenn sie die Nierendiät ständig bekommt.
Obwohl die Werte meiner alten Dame im Moment ok. sind nach der letzten Blutkontrolle. Das hängt wohl auch noch damit zusammen, das Maxi öfter Phasen hat wo sie sich oft übergeben muß.
Das Kattovit haben wir auch schon probiert geht auch gar nicht.
Das einzige was sie wirklich frißt ist Royal Canin renal. Da verweigert sie nur hin und wieder mal. Dann mische ich ihr etwas normales Futter unter. Dann geht es wieder eine Zeit lang.
Wenn sie das Futter verweigert, kann ich Dir noch den Tip geben, es ganz wenig warm zu machen, dann riecht es intensiver und die Katzen gehen besser dran.
Als äußerst beliebtes Nierenfutter habe ich noch Hills k/d und Happy Cat Nierendiät kennen gelernt. Happy Cat gibt es auch im Fachhandel.
RC und Hills als Trocken- und als Nassfutter, Happy Cat ist Trockenfutter.
Phosphatbinder wie schon gesagt natürlich nur auf ärztliches Anraten hin !
Sie sind bei TroFu-Fressern relativ schwer anzubringen.
Traditionell ist Ipakitine (Pulver), gibt es beim Tierarzt und entsprechenden Onlineshops. Es darf m.W. nur eine begrenzte Zeit gegeben werden.
Menge pro Tag: ca. 1 Teelöffel. Entweder über das Feuchtfutter geben oder z.B. in Ziegen- oder laktosefreier Milch auflösen. Ergibt leider etwa 6 ml.
Relativ neu ist eine Lösung namens Renalzin von Bayer (auch beim Tierarzt). 2 ml bei TroFu-Katzen, sonst 3ml am Tag.
Schon viel einfacher wg. Menge, und weil es wohl angenehm riecht.
ich empfehle dir dich unbedingt an den Rat der TÄ zu halten. Das Füttern von Nierendiätfutter (NUR beim TA erhältlich !!!) ist wirklich das Beste und Einzige was du tun kannst. Eventuell kannst du das RC um Hills k/d ergänzen (mag meine z. B. viel lieber). Meine Katze lebt seit mehr als 11 Jahren (ist inzwischen ca. 18 Jahre alt) damit .......
Ab und an bekommt sie auch mal Futter von Almo Nature oder Applaws (reines Fleisch bzw. Fisch) als Leckerlie.
Sie kommt damit super zurecht und ich habe irgendwie das Gefühl, dass sie versteht, wieso sie ständig dasselbe fressen muss. Sie ist sehr genügsam und hat es von Anfang an akzeptiert.
Das mit dem Renalzin wollte ich dir auch schreiben, frag mal deinen TA ob das was für deine Katze wäre. Meiner Mutter wurde es auch schon vom TA für ihre Katze empfohlen. Es schmeckt nach nichts und ist flüssig, also lässt sich ganz leicht in Fressen tropfen. Viel Glück noch!
So weit ich weiß ist es unbedingt notwendig aufs Futter zu achten wenns mit den Nierenwerten nicht so gut aussieht, weil sich der zustand durch das falsche Futter strak verschlechtern kann.
Renalzin ist vor allem für Katzen, die wie deine mit einer Futterumstellung nicht so sehr die Freude haben oder sogar Diätfutter verweigern eine gute Ergänzung.
Es bindet Phosphate.
bin ebenfalls ganz neu im forum - sagen wir besser: ich hab schon des öfteren reingelesen, meinen senf geb ich heute aber das erste mal dazu
klink mich gleich mal bei dem beitrag ein, weil ich erst vor ein paar tagen beim lesen in einem tierblog (den ich im übrigen sehr empfehlen kann) auf einen artikel gestoßen bin, in dem die positive wirkung von renalzin von einer katzenhalterin genauestens geschildert wird. zum nachlesen:
ich selbst hab - gottseidank - noch keine erfahrung mit phosphatbindern jeglicher art sammeln müssen, weil meine zwei wilden (Minz und Maunz - ungleiche Schwestern) für das thema CNI - nochmal gottseidank - noch zu jung sind. betrifft doch eher ältere tiere... alles in allem klingt der bericht über renalzin aber sehr viel versprechend. zumindest konnte die katzenmama ihrem geliebten stubentiger damit anscheinend sehr helfen
auch ich kenne das Problem mit den Nieren....schlimm.
Habe meinen Kater, von jetzt auf gleich, einschläfern müssen - mit 12. Viel zu früh!
Eine Woche später die nächste Horrorbotschaft....mein Opa ( 18 Jahre ) auch auch sehr schlechte Nierenwerte - aber sehr viel Lebenswille!
Leider hatte er sehr viel abgenommen, fast 2 Kg und wog nur noch knochige 2,9 Kg und das ist für einen BKH sehr wenig.
Heute 3 Monate nach der Horrorbotschaft geht es ihm fantastisch....
Er hat 1 Kg zugenommen und frisst wieder ordentlich.
Ok - ich muß aber zugeben, dass ich einiges für ihn tue.
Er bekommt alle 2 Tage eine Infusion unter die Haut und ein fantastisches homöophatisches Mittel.
Es geht ihm prima!
ALs Tipp gegen das Erbrechen:
Es gibt tolle Tropfen mit Nux Vomica von Heel ( heissen Nux Vomica Hommaccord ). kosten € 8,50. helfen super. Wenn mein Yogi mal bricht, mitterweile sehr sehr selten, bekommt er sie 2 Tage ( 2x 6 Tropfen mit einer Spritze ins Maul ) und er hat tage- eher wochenlang Ruhe.
Nierenkranke soll man ja nicht mit normalen Medikamenten behandeln um die Nieren nicht mehr zu belasten.
Zum Futter: Meiner wollte auch kein Nierenfutter - keine Chance. Er bekommt Miamor. Ist nicht so schlimm wie Sheba und Co., aber ihm schmeckts und er nimmt nicht ab sondern zu! Denn das ist wichtig.