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Info zu Taurin

  1. #1
    Anita
    Gast

    Info zu Taurin

    Katzen können im Gegensatz zu Hunden Taurin nicht selbst im Stoffwechsel herstellen. Und lebenswichtig ist es auch. In fast allen Fertigfuttersorten ist aber nur das Nötigste zum Überleben drin. Insofern kann eine zusätzliche Gabe nicht schaden.

    Ebenso ist es wichtig für verschiedene Stoffwechselprodukte, z. B. zur Bildung bestimmter Salze in der Galle und somit auch für die Verdauung. Es ist auch bekannt, dass Taurinmangel bei Katzen zu schwersten Sehfehlern bis hin zur Erblindung führen kann.

    Es ist auch sehr wichtig während der Trächtigkeit unserer Katzendamen. Die Kleinen brauchen es zur Entwicklung der inneren Organe (teilweise) und des Gehirns und Mami hat in dieser Zeit einen deutlich höheren Bedarf. Auch das wird im Kittenfutter leider nur unzureichend berücksichtigt.

    Taurin unterstützt auch bei der Umwandlung von Provitamin A zu Vitamin A, was für eine Gesunde Entwicklung der Augen und der Funktionsfähigkeit ernorm wichtig ist. Es hat auch bei Störungen des Nervensystem durchaus positive Eigenschaften, da es die Reizleitung verbessen kann.


    ABER zuviel Vitamin A lagert sich zumindest beim Menschen als Kristalle am Augenhintergrund ab und führt auch zu Sehstörungen - in Extremfällen sogar zur Erblindung. Vitamin A wird bei einem Überschuß nicht wie Vitamin C einfach vom Körper wieder ausgeschieden, sondern lagert sich an bestimmten Stellen ab. Eine Depotwirkung für evt. Magelzeiten ist dabei nicht bekannt
    Nervöse Katzen können auch durch eine noch schnellere Reizverarbeitung bzw. intensivere Reizwarnehmung überreagieren.

    Spezielle Studien bei Katzen mit Überdosierung von Taurin sind mir auch nicht bekannt. Es gibt sie aber bei Mäusen, Ratten, Hunden und Schweinen. Da sind die Meinungen dann schon wieder recht einheitlich. Zuviel davon ist nicht gut und bringt artspezifische Probleme mit sich -je nachdem wie es genau verstoffwechselt wird.

    Warum sollte das dann bei Katzen unterschiedlich sein?

    Beim Menschen ist die Wirkung von Taurin als Aufputschmittel aber auch sehr umstritten. Bei manchen hat es diese Wirkung, bei Anderen nicht. Es wird aber sehr erfolgreich z. B. in der Behandlung von Krebspatienten nach einer Chemo eingesetzt oder auch bei Traumapatienten und noch in ein paar anderen Bereichen.

    Nix für Ungut. Ich mags ja auch gar nicht schlecht reden. Man sollte es nach meiner Meinung nur nicht als Wundermittel in beliebiger Dosis für alle denkbaren Fälle einsetzten.


    Vielviel ein bestimmter Stubentiger davon braucht ist aber rasseabhängig. Eine Bauernhofkatze, die sich überwiegend von eigener Beute ernährt, braucht sicherlich kein zusätzliches Taurin .

    Vielleicht wird der rasseabhängige Bedarf mit einem Vergleich Hauskatze - Wildkatze leichter verständlich.

    Sicher ist, dass alle echten Wildkatzen einen bis zu 20x höheren Bedarf haben als unsere Hauskatzen und der Darm bei fast allen Wildkatzenarten ca. 1/3 kürzer als bei den Haus- oder Rassekatzen ist. Daher muß die Nahrung deutlich schneller aufgenommen werden - und wandert auch schneller wieder ins Freie. Ich leg mich aber nicht auf die einzelnen Rassen fest. Ich habe Bengal, ein relativ naher Verwandter der echten Wildkatzen (verglichen mit den meisten älteren Rassen), mit häufig auch verkürtzem Darm (aber wer guckt schon in die einzelne Katze rein um nachzumessen).

    Die Taurinaufnahme über das Futter und die Verstoffechselung braucht aber einfach seine Zeit im Magen-Darmtrakt. Bei diesen Rassen muß daher die kürzere Verweildauer im Verdauungstrakt, durch eine höhere Taurinkonzentration in der Nahrung ausgelichen werden. Daher haben zumindest diese Rassen auch einen höheren Bedarf als viele andere Rassen. Sie brauchen deswegen nicht mehr Futter aber die Zusammensetzung ist etwas anders.


    Daher empfehle ich Taurinzusatz nur in Absprache mit einen TA, der auch etwas mehr über die Besonderheiten der Katzenernährung weiß. Die normale Ausbildung reicht da nicht. Da lernt ein TA sehr viel über die allg. Probleme von Katzen und ihren Kranheiten - aber Nichts über rassepezifische Ernährung und nur sehr wenig über rassebedingte Krankheiten oder Gendefekte. Den Rest muß er sich in seiner Freizeit oder in Zusammenarbeit mit Züchtern aneignen.





    Quelle: mein Köpfchen, nach dem Lesen vieler Artikel und Studien über dieses Thema

  2. #1
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    Ich kann dir den Ratgeber von Gerd empfehlen. Eventuell hilft dir das ja bei deinem Problem.

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