Vor einiger Zeit las ich mal in einem Forum einen Thread, in dem eine Forine die Frage stellte, warum Katzen immer mitten auf den Teppiche und schwer zugängliches/zu reinigendes Terrain Kötzeln. Die Antworten auf dies gestellte Frag waren zwar zahlreich, aus meiner Sicht aber nicht wirklich am Zentrum der Wahrheit, denn Katzen wollen uns nichts Schlechtes - davon bin ich persönlich überzeugt.
Tage zuvor haben Margot (Nala) und ich die CD von Comedian Ralf Schmitz "Schmitz Katze" gehört - wir mögen ihn und seinen Humor, wie sicher viele von euch.
Nach dem ich nun ganze 8 Thread-Seiten in diesem Forum durchgelesen hatte und musste ich am Ende feststellen, dass unserer Katzen in diesem Punkt offensichtlich stark unterschätzt werden.
Ralf Schmitz z.B. hätte hier viel mehr analysiert, hinterfragt warum? undweshalb? Zumindest hätte er die Intelligenz unserer Fellnasen miteinbezogen und nach einer praktischen Erklärung gesucht.
Ich habe mal versucht, den Sachverhalt in die doch recht konsequenten Sichtweisen, die nicht am Tellerrand der einfachen Logik enden, meines Namensvetters Ralf zu packen und bin dabei auf eine ganz interessante These gestoßen und habe dann meinen überzeugten Eintrag in diesen Thread gemacht - den anschliessend, den Kommentaren nach, wohl die meisten User/innen recht nett fanden - auch Euch möchte ich mein kleines Werk nicht vorenthalten - nicht ohne mich bei Ralf Schmitz für die Inspiration zu bedanken - und nein, ich bin kein Journalist oder von der schreibenenden Zunft - ich Pfotigrafier lieber. Es ist vielleicht nicht alles so ganz ernst gemeint, aber ein bisschen Wahrheit und katzenverliebte Überzeugung steckt in meinem Beitrag - vor allem im Resümee, ganz am Ende:
Wir kennen das alle, wenn plötzlich dieser erste Kötzel-Ton durch die Räume schallt - alles verstummt, selbst das Radio und Fernsehen werden von alleine leiser, die Baustelle vor der Haustür verstummt, der Nachbar hört auf zu Klimmpern. Unsere Lauschlappen nehmen die Ortung nach dem Tatort auf. Wie ein Raster durchfahren wir zunächst alle Teppichräume (scan, scan, scan...) die Wände werde durchsichtig, das Fadenkreuz erscheint. Je nach Abstand zum eingeschätzten Kötzelzentrum, fliegen wir schnellen Schrittes noch am Papiertuchhaltervorbei, schnappen vielleicht sogar noch das Eimerchen und einen Schwamm und wenn es gerade passt, reissen wir noch irgendwo ein Frotteehandtuch von der Stange... Aaaaaaatttaaaaacke - alles aus dem Weg!
Natürlich treffen wir - wie eigentlich immer - zu spät am Einsatzort ein. Aber irgendwann, ganz sicher irgendwann, gewinnen wir aber diese Challenge, die uns ans Ego geht - wir reissen dann die Katze vom gewählten Kötzelplatz, machen mit ihr eine gekonnte Notlandung, bei der wir uns so ziemlich an allen Stellen des Körpers Beulen und blaue Flecken holen, oder halten den Katzen etwas vor die Nase, wenn es sein muss auch die Hände - oder wie richtige, erfahrene Kötzelcracks der absoluten Oberliga: Einen Teller mit der einen und mit der anderen Hand wird dann noch das Beweisfoto geschossen! "Hurra - we are the Schampingjongs - ICH hab es geschafft, und ihr seid alle Loser und nur ich bin ein Held!" Da schwillt die Brust, dass bei den Damen die BH-Körbchen bersten und die Silikonndustrie die letzte Daseinsberechtigung verliert - und beim männlichen Pendant wie meinereiner, wird die Midlife-Crisis mit einem Schlag zum Jungbrunnen - und so unter Starkstrom und überirdischer Motivation, nimmt es das männliche Geschlecht dann auch mit beiden Klitschkos gleichzeitig auf. Pah, wer sind die!?
Ok,ok - wollt ja nur mal so meinen Traum schildern - denn leider bleibt den Meisten von uns dieses Glück versagt und da heißt es schrubben, wässern, reiben, abtupfen, abwischen und all die leidvollen Bewegung um das Köztelerergebnis zu beseitigen. Da werden angereierte Navis, Handya und Tastaturen geschrubbt, CDs gesäubert, Regale ausgeräumt, Teppich akribisch vom Duft und von den Flüssigkeiten der Katzenmägen entfernt und die entlegensten Winkel unserer Behausung neu erkundet und entdeckt (Man siehts da wieder aus, scheiss Putzfrau ------ oops hab ja gar keine...).
Zurück bleibt ein Dosenöffner, der bei solch einer Aktion in Sekundenbruchteilen Dinge erledigt hat, die sonst Minuten oder gar Stunden dauern - wir laufen für wenige Sekunden zur Höchstform auf, die selbst Spitzensportler den Neid mitten in das Gesicht hämmern - mh, die Katze als Doping?
Und genau da liegt das Geheimnis begraben! Unsere Katzen sind wirklich so schlau und - um unser Wohl besorgt, wie WIR ja immer mit unserem vernebelten Vermenschlichungswahn selbst ganz stolz von
ihnen behaupten! Das Ganze dient einzig dafür, dass wir in Bewegung bleiben, dass wir mindestens einmal in der Woche alle unsere Sinne aktivieren und schärfen, um uns auf das Wesentliche konzentrieren! Das Navi wird zB. bekötzelt, weil wir so unsere Sinne der Orientierung schärfen sollen (vielleicht für die schnellere Ortung eines neuen Kötzelgebietes im Hinblick auf die das Ziel, DIE Challenge zu gewinnen?) - Die CDs deshalb, weil wir mal wieder SELBST singen sollen, das macht die Lungen frei und befreit unsere Seele und sorgen für eine fröhliche Abwechslung und für überraschte Nachbarn, die schonmal die gelben Seiten rausholen und die Nervenkliniken markern - man weiß ja nie bei diesen "Katzenleuten". Schrubben von Teppich bedeutet körperlicher Einsatz - wo würden wir enden, wenn wir nicht hin und wieder in Highspeed-Aktionen getrieben würden? Richtig wir würden kläglich verfetten und es würde uns frühzeitig dahinraffen - das Ganze kostet richtig Energie!!! Ein Grund auch, um einen Marsriegel oder 4 zu verdrücken - bringt doch Mars und 2 Tüten Chips und 3 Liter Cole einen kleinen Teil der verbratenen Energie zurück.
Dürften wir das alles erleben, wenn die Fellnasen einfach auf die leicht zu reinigenden Fliesen oder das Laminat Kötzeln? Malt Euch mal selbst aus, was passiert wenn das Kötzelzentrum unterm schwer zugänglichen Bett ist... (schafft ihr das so ohne weiteres > geht mal auf die Waage, schaut in Eure Seele heißt das etc.) Wenn Kater Carlo mal wieder Vollgas auf die frisch gewaschene und gebügelte Wäsche onduliert hat... - Ich wette alles , da waren bestimmt noch Flecken drin, die Euch später, ohne diesen dringlichen aber erforderlichen Hinweis, in eine peinliche Situation gebracht hätten, den ihr nur mit einer Hochroten Birne und dem Wunsch endlich im Boden zu versinken, entflohen wärt.
Katzen sind soooo unglaublich auf unser Wohl bedacht! Haben wir sie einfach lieb!
Gruß, Ralf
Dieser Text darf in unveränderter Form unter Beibehaltung der rechtschreiblich- und gramatikalischen Mißachtung der deutschen Sprache und unter Namensnennung des Autors (Ralf/Pfotigraf) sowie der Quellenangabe (www.stinkies.de), gerne zur allgemeinen Belustigung und dem besseren Verständnis zwischen Mensch und Katz verbreitet werden![]()
suuuper geschrieben![]()
Danke Gabi
Sonst keine Kritik oder Veriss? ...
Hallo Pfotigraf,
1. weiss ich jetzt endlich wo du Chiaras Hompädsch gefunden hast und
2. hab ich noch selten morgens um 4.14 Uhr so herzlich gelacht wie gerade eben
3. versuche ICH, Chiara wenn sie loslegt noch schnell auf die Terrasse zu befördern, was
4. eh nicht gelingt.
Danke für diesen erkotzlichen - ähhmmm - erquicklichen Text
Lili und die wilde Hilde
Ja, solche Cats wie Chiara, die inspirieren auch - tolle Seite und mir gefällt der Blickwinkel aus dem Chiara erzählt zu ihrer Mammi.
Vielen Dank fürs Lob!
super geschrieben, man erkennt sich selber wieder![]()
hallo pfotigraf: ich glaube du weisst genau wie es hier bei uns zu hause abgeht...wo haste die überwachungskamera für "abkotzende" katzenmamis?![]()
Naja, so als Leidgeprüfter... aber ich denke, jeder sieht das nach Jahren eher sportlich und beginnt sich darüber eher lustig zu machen - das Leben ist schliesslich grausam genug ;-)