CNI (Nierenversagen) durch RCP Impfung ?
!!! Warnung um mehr über Impfungen nachzudenken.
Meine geliebter Kater ist am 23.01.2011, mit 11 Jahren eingeschlafen. Man fragt sich natürlich nach dem warum???
Ich möchte deshalb für alle anderen noch glücklichen Katzenbesitzer meine Geschichte erzählen.
Wir habe eine Katze und einen Kater gehabt. Beide lebten glücklich als Freigänger auf dem Dorf. Bis auf die Entwurmung und Kastration waren wir mit beiden nie beim Tierarzt. Sie waren kerngesund.
Im Jahr 2008 wollten wir erstmals nach 15 Jahren in den Urlaub fahren. Alle Pensionen bestanden auf die Pflichtimpfungen. Im Juli 2008 ließen wir unsere Katzen erstmals impfen , die übliche Grundimmunisierung und 1. Auffrischung mit Virbagen felis RCP Impfstoff. Am Ende wurden sie doch nicht in eine Pension gebracht, sondern vom Nachbarn betreut. Was aus heutiger Sicht die Impfungen besonders tragisch macht.
Kurz danach zeigte sich bei unserer ca. 13 Jahren alten Katze eine Nierenerkrankung, die sich durch viel saufen und urinieren bemerkbar machte (was bei Freigängern gar nicht so leicht feststellbar ist). Leider erkannten wir diese Anzeichen zu spät und wußten bis dahin nichts über CNI . Im November verschlimmerte sich ihr Gesundheitszustand rapide. Die dann festgestellte CNI war schon sehr weit fortgeschritten. Am 29.12.2008, also ca. 6 Monate nach der erstmaligen Impfung, ist unsere Migge eingeschlafen.
Im April 2009 bemerkten wir bei unserem damals 9 Jahre alten Kater das Verweigern der Nahrung. Nach einem Klinikaufenthalt stabilisierte er sich wieder. Das war der Zeitpunkt, wo die CNI erstmals sichtbar wurde (i.d.R. sind dann schon bis 75% der Niere geschädigt). Er lebte nun fortan mit geringer Fresslust und öfteren Wehwehchen. 2010 zeigte sich ein immer größeres Saufbedürfniss, bis er Anfang November 2010 die Nahrung total verweigerte. Ohne folgende Zwangsfütterung wäre er schon eher eingeschlafen. Ich möchte hier nicht auf die Versuche zu seiner Rettung eingehen, sondern den sehr wahrscheinlichen Ausbruch der CNI durch die erstmalige Impfung aufzeigen.
Bei unserer 13 Jahre alten Katze machten sich die ersten Anzeichen von CNI unmittelbar nach der 1. Impfung bemerkbar und sie ist schon nach 6 Monaten an CNI eingeschlafen. Aufgrund ihrer geringeren Abwehrkräfte im Alter und einer möglichen Vorschädigung der Nieren ist es wahrscheinlich so schnell gegangen.
Unser 9 Jahre alter Kater hat 8 Monate nach der 1. Impfung die für uns ersten sichtbaren Anzeichen von CNI gehabt und insgesamt 2,5 Jahre überlebt, was nach der in http://de.wikipedia.org/wiki/Chronis...ienz_der_Katze angegebenen mittleren Überlebensdauer von 778 Tagen im Stadium III die These weiter erhärtet.
Wir sind fest davon überzeugt, dass die 1.Impfung bei beiden Katzen CNI ausgelöst hat. Natürlich kann man dies nicht beweisen. Es soll aber eine Warnung an andere Katzenliebhaber sein, über Impfungen nachzudenken.
Unter dem Link http://www.geocities.com/%7Ekremersa...im_3_2002.html ist eine Studie zu finden, wo in wissenschaftlichen Untersuchungen der Colorado State University, Parenteral administration of FVRCP vaccines induces antibodies against feline renal tissues (2002) Lappin MR, Jensen WA, Chandrashekar R & Kinney SD Presentatation to the American College of Veterinary Internal Medicine Forum, Dallas, beobachtet wurde, dass durch die RCP - Impfung sich Antikörper bilden, die eventuell CNI hervorrufen können.
Weiters ist unter www.felinecrf.info/ursachen_von_cni.htm zu finden.
Diese Verbindung entsteht, weil feline Impfstoffe auf Nierenzellen gezüchtet werden, sogenannten Crandall Reese Feline Kidney (CRFK) cells. Es ist seit langem bekannt, dass das Wachstum der Impfstoffe auf diesem Weg neben den gewollten Antikörpern auch unidentifizierte Antikörper produziert. Aber erst vor kurzem wurde entdeckt, dass diese unidentifizierten Antikörper zu Nierengewebe wurden. Diese zusätzlichen Antikörper kommen in allen modifizierten Lebend- oder Totimpfstoffen vor, aber sie treten nicht bei intranasalen Impfungen auf.
Eine etwas neuere Studie: Interstitial nephritis in cats inoculated with Crandell Rees feline kidney cell lysates (2006) Lappin M.R., Basaraba R.J., Jensen W.A. Journal of Feline Medicine and Surgery 8(5) pp353-6, hat herausgefunden, dass 50 Prozent der Katzen dieser Studie, die normale Impfstoffe erhielten, laut Biopsie eine interstitielle Nephritis (CNI) entwickelten. Diese Katzen wurden jedoch zwölfmal innerhalb von 50 Wochen geimpft. Eine Gruppe der Katzen dieser Studie bekamen intranasale Impfungen. Sie entwickelten keinerlei Anzeichen einer interstitiellen Nephritis.
Diese Erkenntnisse sind nicht wirklich neu.
Ein Impfrisiko besteht immer, jedoch ist es im Verhältnis zum potentiellen Nutzen einer Impfung vergleichsweise gering.
Grundsätzlich sollte aber nicht bei Katzen mit Nierenschäden geimpft werden - eben genau aus den von dir genannten Gründen.
Sicherlich ist es dramatisch was dir bzw. deinen Tieren zugestoßen ist, aber wegen nichterkannte Nierenprobleme deiner Tiere jetzt so Pauschal gegen Impfungen zu schreiben, finde ich nicht gut.
Es wird ja auch empfohlen einen jährlichen Gesundheitscheck bei Katzen machen zu lassen, eben um mögliche Erkrankungen auch frühzeitig zu erkennen und entsprechend darauf reagieren zu können. Das ist bei deinen Tieren nicht erfolgt, denn du schreibst außer Wurmkuren und Kastration haben deinen einen TA nie gesehen. Hier musst du dich an einer Nase packen, denn das war ein Versäumnis deinerseits und evt. auch deines TAs, der vielleicht nicht darauf hingewiesen hat.
Im Übrigen ist auch seit vielen Jahren bekannt, daß das allgemeine Impfrisiko bei Katzen ab 10 Jahren deutlich ansteigt und mit mehr Reaktionen zu rechnen ist als bei jüngeren Tieren bzw. Jungtieren.
Hallo meinkater,
es tut mir leid um deinen kater.
ob es tatsächlich an der impfung gelegen hat, kann man letzendlich nicht genau sagen.
mach dir da bitte keine vorwürfe.
natürlich sollte man immer genau das nutzen/ risiko abwägen. leider nicht immer ganz einfach.
somit habe ich für mich beschlossen, meine beiden katzen nicht zu impfen bzw. ausser der grundimmunisierung
nicht mehr zu impfen.
tatsächlich, über das blut ist es leider fast eine nierenerkrankung rechtzeitig zu erkennen. daher halte ich eine blutuntersuchung hinsichtlich einer nierenerkrankung
für eher ungeeignet. es gibt dennoch möglichkieten nierenerkrankungen verhältnismäßig früh zu erkennen. daher auch umso tragischer, dass einige TA darüber nicht informiert sind.
auf jedenfall hast du das beste für dein kater gewollt und solltest dir wirklich keine vorwürfe machen. denn auch das alter eine katze, zählt zu den risiken einer nierenerkrankung.
Ich kann mich nur Anita anschließen.
Hallo meinkater,
mir tut es sehr leid, dass die Katzen schon gehen mussten !
Jedoch finde ich es schon sehr anmassend , einer Impfung (Grundimmunisierung) die Schuld zu geben und dadurch
hier zu propagieren, dass diese Impfungen nicht gemacht werden sollten, weil das Sterberisiko zu hoch ist !
Das du deine Katzen (Freigänger !) "nur" zum kastrieren und entwurmen (immerhin) dem TA vorgestellt hast, ist in meinen Augen schon
fahrlässig nicht gehandelt !
Das dein TA nu auch noch ein Argument ( ich vermeide lieber das Wort : Ausrede) des Impfrisikos in Bezug auf Nierenversagen anbringt
ist wohl klar, wenn das alles grad gut passt und niemand genau untersucht hat, warum die Katze nun gestorben ist.
Für mich klingt das alles sehr fadenscheinig.
Schade, dass du dich mit der Impfthematik erst nach 13 bzw. 11 Jahren beschäftigst und das von dir versäumte
verantwortungsvoller Katzenbesitzer-Dasein nun darauf schiebst.
Nicht du hast mein Mitleid, sondern die Katzen die so früh über die Regenbogenbrücke gehen mussten.
Denke wenn man eine Katze regelmässig seit sie jung ist hat impfen lassen, es nict so schlimm ist wenn man dies im Alter weg lässt. meiner Meinung nach kann sich aber eine Freigänger Katze fast nicht leisten nie geimpft zu werden von anderen Katzen irgend was angesteckt zu bekommen das Risiko wäre mir zu gross. die Katze meiner Eltern ist ein 17 jähriger Freigänger Kater er wird seit 3 Jahren nicht mehr geimpft weil er Nierenprobleme hat. Er bekommt Diätfutter das nur beim TA zu beziehen ist aber er lebt sonst gesund und munter und das mit bald 18. der TA sagt auch das wenn eine Katze immer geimpft wurde er es verantworten kann diese jetzt nicht zu impfen.
habe auch schon beim Umzug ein Jahr versäumt meine Katze zu impfen kann ja mal passieren aber gar nie zu impfen finde ich schon verantwortungslos. Da gibt es halt verschieden Meinungen darüber. Hoffe ich mache mich jetzt nicht unbeliebt.
LG Freja
Warum ist es verantwortungslos? Ich finde es schon sehr anmaßend sowas Besitzern zu unterstellen, die großteils einfach schlechte Erfahrungen mit Impfungen machen mussten und deswegen vorsichtig geworden sind!
Mittlerweile geben selbst Tierärzte zu die sich mit dieser Materie außernandergesetzt haben, dass eine Grundimmunisierung im Kittenalter völlig ausreicht und zuviel impfen mehr schadet als schützt. Ich finde es eher verantwortungslos, wenn jemand seine Katzen jährlich einfach darauf los impft, ohne sich über die Sinnhaftigkeit dessen näher Gedanken zu machen
http://www.dr-vet-ziegler.com/index....ungen-kritisch
http://www.dr-vet-ziegler.com/index....impfungen.html
Ja, der Ansicht bin ich schon lange, sehr zum Ärger meines TA. Meine Kinder habe ich ja auch nicht jedes Jahr mit einer Masse an Impfstoff vollstopfen lassen und ich kann mir nicht denken, dass es bei Tieren da wesentlich anders ist.
Ich lasse meinen Kater seit langem nur noch alle 2-3 Jahre gegen Tollwut impfen (wir leben in keinem Tollwutsperrbezirk, sondern in einer Kleinstadt) und werde es mit meinem Hund genauso halten. Er hat nun grad die Grundimmunisierung bekommen, die finde ich schon wichtig und bei Hunden - WO ist da der SINN?? - wird eh nur alle 3 Jahre gegen Tollwut geimpft (bei Katzen jedes Jahr?!?).
Man kann Lebewesen wirklich auch krank oder tot impfen - ich bin weder pro noch contra Impfung, aber es muss ein ausgewogenes Maß sein.
Mal sehn, was mein Doc sagt, wenn ich mit dem Hundi nun auch erst in 2 - 3 Jahren zum Impfen wiederkomme....![]()
Für Hunde gibt es sogar einen 4-Jahrestollwutimpfstoff, für Katzis 3 Jährig
interessanter Thread - seeeehr interessant.......
ich befinde mich in genau diesem Dilemma. Ich bin - für meinen eigenen Körper - ein absoluter Impffeind. Ich lasse mich abolut nicht und zwar gegen gar nichts impfen!
Nun ist es eine Sache, sich für den eigenen Körper gegen die Impfung zu entscheiden - aber diese Entscheidung für Lebewesen, die auf meine Fürsorge angewiesen sind, zu treffen ist was ganz, ganz anderes
Ich weiß wirklich nicht was ich tun soll - wie ich's mache mach ich's verkehrt. Lass ich sie impfen und sie werden krank werde ich mir das niemals verzeihen - lass ich sie nicht impfen und sie infizieren sich an einer Krankheit, gegen die ich sie hätte impfen können, verzeih ich mir das genauso wenig
Ach menno - gibt's denn wirklich keine "ungefährlichen" Impfstoffe?
Wäre klasse, wenn die Diskussion hier noch ein bisschen weitergeht - einfach damit ich (und all die User, die in der gleichen Zwickmühle sind wie ich) möglichst viele Argumente bekommen, die man abwägen und dann entscheiden kann.
Liebe Grüße
Juanita
EDIT: ich spreche nicht von der Tollwutimpfung - die ist ja in Deutschland wirklich völlig überflüssing - wir sind Tollwutfrei. Diese Impfung ist - wenn man nicht auf Ausstellungen will - wirklich völlig unnötig.
Erst mal, es tut mir leid um deine Katzen.
Und ich würde es bejahen das die cni durch die Impfung ausgelöst wurde.
Aber das spricht nicht gegen Impfen grundsätzlich. Ich hätte keine Katze in dem Alter erstmalig Impfen lassen. Das Risiko wäre mir zu hoch gewesen .
Hier ( 9 Freigänger) wird grundimmunisiert ( Seuche/schnupfen/Tollwut) und dann 1 Jahr später nochmal geimpft (Seuche/Schnupfen und damit Feierabend. ( Tollwut würde ich bei einer neuen Katze heute weglassen )
Es hätte umgekehrt sein sollen, die Katzen in jungen Jahren impfen und im Alter dann nicht mehr.
Auslöser der CNI wird die Impfung nicht gewesen sein, wahrscheinlich hat sie die latente Nierenerkrankung beschleunigt, denke ich.
Meine Katzen (bin Züchterin) werden natürlich gegen Schnupfen/Seuche, Chlamydien und Tollwut geimpft.
Auch wegen der Ausstellungen muss das sein und ich würde niemals ungeimpfte Katzen decken und Kitten bekommen lassen oder Kitten ungeimpft abgeben. Abgesehen davon, dass mit Recht ! auch kein Deckkaterbesitzer ungeimpfte Katzen zum Decken annehmen würde.
Etwa ab einem Alter von 9 Jahren lasse ich meine Katzen nicht mehr impfen. Außer einer einmaligen allergischen Reaktion habe ich keine schlechten Erfahrungen gemacht.
Meine älteste Zuchtkatze ist jetzt 18 1/2 Jahre alt, dann gibts noch zwei 11 und 9 Jahre alten ehemaligen Zuchtkatzen. Alle haben die früheren Impfungen gut vertragen und werden jetzt nicht mehr geimpft.
Geändert von Dinah (02.05.2011 um 01:55 Uhr)
Wir hatten auch einen Fall, Moritz war 7 Jahre, nach der Impfung bekam er CNI.![]()