Meine zwei sind allein wegen den räumlichen Gegebenheiten (3. Stock, Innenstadtlage) reine Stubentiger. Ehrlich gesagt hätte ich auch ziemlich Angst, dass einer oder beide mal nicht mehr wiederkommen, wenn es Freigänger wären. Für mich ist das eine Horrorvorstellung, wenn mein Revierförster auf einmal weg wäre. Ostern war ich zwei Wochen in Italien, da hat mir mein Tiger schon echt ziemlich gefehlt und ich war froh, als ich wieder daheim war.
Wie seht ihr das? Vor allem, die, die Freigänger haben.
Meine sind Wohnungskatzen, weil wir so oft umziehen...
aber bei jeder überfahrenen Katze, und bei jeder Horror-Zeitungsmeldung von Tierquälerei denke ich: Bin ich froh, meine Süßen sind sicher!
Maher wäre innerhalb einer Woche überfahren, neugierig und unvorsichtig wie er ist.
Aber ich bin dauernd am ausdenken, wo noch ein Versteck oder ein Kletterweg möglich wäre, um es dem kleinen Volk schön zu machen. Es wäre schon super, irgendwo zu wohnen, weit und breit ohne befahrene Straße... ich möchte auf lange Sicht einen Bambusbusch auf den Balkon oder sowas in der Art, etwas raschelndes Grünes zum Verstecken.
Also meine sind nun seit einigen Wochen sehr glückliche Freigänger.
Zuerst hab ich mir den totalen Kopf gemacht und hatte Tagelang angst und Sorge.
Aber nun streunern die beiden hier täglich rum und haben wirklich Spaß beim draussen sein.
Ich sehe wie sie auf Bäumen klettern, harken schlagen wie junge Hasen und auf alles lauern was sie fangen könnten.
Wie stolz unser Kater Heim kommt wenn er den Nachbarskater verjagt hat *G*
Usw.
Also die Freude zu sehen wie die beiden sich draussen wohl fühlen übersteigt die furcht das etwas passieren könnte.
Ich muss dazu sagen wir wohnen hier in einem winzigen Dorf und ich befürchte die Katzen hier werden weniger von Auto´s platt gefahren als von einer Kuh getreten o.ä.
Aber nur wer wagt der gewinnt... Meine fühlen sich sehr wohl draussen und ich hoffe das ihr Schutzengel ständig um sie kümmert :-)
als wir unseren ersten Kater bekamen, war es für uns ganz normal, dass er raus los. Die Frage nach Wohnungskatze hat sich uns nie gestellt. Er ist dann leider überfahren worden.
Nahele und Adahy sollten dann Wohnungskater werden aber beide wollten unbedingt raus, die sind die Wände hoch, also wurden auch sie schweren Herzens Freigänger und Ajax dann automatisch auch.
Bei Saphira war es dann kein Thema mehr, sie hätte nicht bleiben können, wenn sie nicht raus dürfte.
Aber die Angst ist immer da, gerade wenn sie nicht sofort kommen, wenn ich sie Rufe oder sie mal ein paar Stunden weg sind.
Adahy war mal 2 Nächte und Tage weg. Ich war ziemlich fix und fertig und habe mir geschworen, dass keine Katze mehr raus darf aber das geht bei meinen ja nicht.
Dann sehe ich sie wie sie im Garten herumtollen, sich im leeren Blumenkübel wälzen und freudig an der Haustür abfangen und von ihrem Tag erzählen. Wie sie stolz angerannt kommen, wenn die Jagd erfolgreich war und wie sie ausgelastet und müde heim kommen und sich glücklich ins Körbchen legen und mit uns schmusen kommen.
Die Angst ist immer da, die hat wohl jeder, wo Freigänger hat, aber meine Katzen sind einfach glücklich, dass sie raus dürfen und danken es uns.
Meine zwei, sehr ruhige Kater, sollen eigentlich auch nur Wohnungskatzen sein. Aber wenn das Wetter gut ist, gehen sie mit mir in den Garten und dösen im Schatten, oder fangen Fliegen, oder jagen den Schmetterlingen hinterher, aber mehr als den Garten haben sie auch noch nie verlangt - GsD, und ich habe sie immer im Blick. Ganz ohne Beaufsichtigung möchte ich sie nicht lassen, da bin ich noch zu egoistisch, bzw. ängstlich.
LG. Uschi
Da ich mitten in der Stadt lebe, sind meine Katzen reine Wohnungskatzen. Alle meine Katzen die ich bisher hatte waren reine Wohnungskatzen. Es geht mir um die Sicherheit. Hier gibt es zu viel Straßenverkehr und Hunde, die Katzen reißen. Abgesehen von Leuten, die sie einfach wegfangen.
Seit die Coonies bei mir leben, ist das überhaupt keine Frage mehr. Ich habe die Wohnung so gestaltet, dass es ihnen nicht langweilig werden kann. Überall hohe, dicke Kratzstämme und sehr viele Liegebretter. Im Wohnzimmer habe ich einen Kratzbaum entworfen, der dann von einem wirklich lieben Kratzbaumbauer gebaut worden ist. Dieser Baum integriert sich voll in die Wohnlandschaft und ist über 2 Meter hoch.
Insgesamt habe ich fünf Kratzbäume verteilt in der Wohnung.
Edit
Hätte ich den Platz, bzw. ein Haus, dann gäbe es nur einen ausbruchsicheren Garten oder ein Freigehege.
Geändert von Luthien (16.07.2011 um 15:28 Uhr)
Meiner Ansicht nach ist die einzige artgerechte Katzenhaltung nur mit Freigang möglich.
Das Thema wurde hier ja schon 1000 mal diskutiert. Natürlich gibt es viele Gefahren. Krankheite, Unfälle, Hunde, Katzenfänger.... Aber unser Kinder sind exakt den gleichen Gefahren ausgesetzt. Auch sie fangen sich im Kindergarten 100e von Krankheiten ein, könnten täglich überfahren werden oder böse Männer entführen oder missbrauchen sie. Und wer käme auf die Idee, Kinder nicht mehr auf die Straße zu lassen???????
Meiner Ansicht nach gibt es nur wirklich wenige Ausnahmen, die eine Katze zur Wohnungshaltung verdonnern sollten, nämlich dann, wenn direkt in der Nähe eine stark befahrene Straße ist oder man mitten in der Innenstadt wohnt oder aufgrund der Etage (Katzentreppe, etc. nicht möglich) der Freigang ausgeschlossen ist.
Egal wie schön man es einer Wohnungskatze macht, egal, wie toll man die Wohnung einrichtet und was man sich für Spiele für sie ausdenkt, ist das Dasein einer Wohnungskatze immer langweilig. Eine Katze, auch jede Rassekatze, ist ein für die Jagd voll ausgestattetes Raubtier. Und dessen muss man sich bewusst sein. Sie hat einen wesentlich besseren Geruchs- und Gehörsinn als wir, sie ist unglaublich schnell und wendig und kann hervorragend springen. In der Wohnung kann sie keine ihrer Fähigkeiten voll nutzen. Nicht bei der größten Wohnung und nicht beim höchsten Kratzbaum. Das ist einfach Fakt. Sie erlebt täglich die gleichen Gerüche, in ihrer Umwelt verändert sich nie etwas. Es sind immer die gleichen Katzen und Menschen um sie rum, nur hin und wieder kommt meist auch immer der gleiche Besuch.
Beobachtet man eine Katze in der Natur, wird man sich dessen erst richtig bewusst. Wie sie Blätter und Schmetterlinge verfolgt, wie sich die kleinsten Ritzen untersucht, wie sie fremde Menschen heimlich beobachtet, wie sie auf die höchsten Bäume klettert, wie der Wind durch ihr Fell weht, wie sie im Halbschatten döst, wie sie sogar durch den Regen und den Schnee läuft und über Wiesen rennt. Und dann die Interaktionen mit den anderen Katzen und die unzähligen Gerüche, die es täglich neu abzuschnuppern gilt, um sich auf den neusten Stand im Katzenrevier zu bringen.
Unzählige neue Eindrück wirken täglich auf Freigängerkatzen ein. Genau so, wie auf uns Menschen. Und wie wären wir, wenn wir zwar vor allen Schäden bewahrt wären, aber dafür nicht mehr aus dem Haus dürften? Wir könnten uns zwar das tollste Essen bestellen, uns mit unserer Familie unterhalten oder Gesellschaftsspiele spielen, wir könnten lesen und im Internet ständig was neues entdecken, aber würden wir jemals 15 oder noch mehr Jahre so leben wollen???
Ich persönlich habe lieber eine Freigängerkatze nur einige wenige Jahre und weiß, dass sie ein richtig artgerechtes ereignisreiches Katzendasein genossen hat, wie es ihre Natur vorgesehen hat, als eine Wohnungskatze in Zwangshaft! Denn nur so kann ich sicher sein, dass sie wirklich glücklich war!!! Und ich bin überzeugt davon, dass mindestens 97% aller Katzen, hätten sie die Wahl, immer Freigänger sein wollen würden.
Und auch wenn ich Christine da enttäuschen muss. Ich bin überzeugt, dass auch Sammy Freigang genießen würde. Natürlich braucht es Zeit. Unser Jagger kam ja auch aus reiner Wohnungshaltung und war am Anfang im Freigang sehr ängstlich. Er ist erst nur nachts rausgegangen, wenn es weitestgehen still war. Nach und nach wurde es immer mehr. Dann ging er auch tagsüber, versteckte sich jedoch vor fremden Leuten. Und jetzt geht er auch tagsüber regelmäßig raus und hält nur einen ausreichend großen Abstand zu Fremden ein. Er wird also immer mutiger und ich bin mir zu 100% sicher, dass Dein Sammy sich genau so verhalten würde, hätte er die Möglichkeit!
Liebe Grüße
Ute
Wollte Euch noch ein paar inspirierende Freigänger-Bilder hinterherschicken
Liebe Grüße
Ute
Hallo Ute,
wunderbare Bilder
Ich würde meinen beiden auch gerne Freigang gewähren, aber durch unsere Dachwohnung ist es leider nicht realisierbar. Sollten wir jemals nochmal umziehen und wir würden eine Wohnung finden, die fern von Hauptstraßen liegt und es relativ einfach ist, die Mäuse rauszulassen, dann würde ich es auch tun... denn gerade bei meinen Bengelchen habe ich das Gefühl, dass sie viel mehr Inspiration von draußen brauchen. Perfekt wäre natürlich ein großer gesicherter Garten ...
Liebe Grüße
Marion
Jeder hat dazu so seine Meinung....
In der vorletzten Mitgliederausgabe von Aktion Tier stand ein Bericht, in dem von einem unglaublichen Vorfall von Tierquälerei berichtet wurde. Ein Kater, Freigänger, war einem Rentner ein Dorn im Auge, weil der Kater Amseln nachstellte. Eines Tages fing er den Kater ein, steckte ihn in einen Käfig und bombardierte das arme Tier bei fast -20°C mit einem dicken Wasserstrahl!!! Durch die Schreie des Tieres alarmiert kamen Nachbarn hinzu, die dieses sadistische ***** nicht zum aufhören bewegen konnten. Als er endlich von dem Tier abließ, kamen ihm zwar Menschen zu Hilfe, aber er konnte nicht gerettet werden.
Der Rentner wurde wegen Tierquälerei und Sachbeschädigung angezeigt. Was daraus wurde weiß ich nicht.
In meiner Wohnumgebung hängen ständig Vermisstenanzeigen an Bäumen, in denen nach Katzen gesucht wird....
Die Katze eine meiner Kundinnen wurde von einem Hund gerissen.
Die Katzen von zwei Arbeitskolleginnen wurden überfahren.
Ich weiß nicht, ob ich mir ein Tier anschaffen muss, wenn ich es derartigen Gefahren aussetzen muss.
In Berlin ist derzeit wieder eine Warnung veröffentlicht worden. In einem großen Park mit Hundeauslaufgebiet wurden präparierte Köder gefunden. In Gehacktem versteckte Rasierklingen.
Ich verstehe jeden Züchter, der seine Kitten nicht in den ungesicherten Freigang abgibt.
Und meine Katzen kommen nicht raus, nicht solange ich nicht für einen gesicherten Freigang sorgen kann.
Geändert von Luthien (17.07.2011 um 14:46 Uhr) Grund: Rechtschreibfehler
Keiner bestreitet hier, dass es Gefahren für die Katzen gibt. Aber so ist die Natur. Mal angenommen, ein Freigänger hat 7 Jahre lang ein tolles Freigängerdasein gehabt und wird dann von einem Hund gerissen, ist das sicherlich extrem schlimm. Auch ich wäre absolut am Boden zerstört, wenn Jagger sowas passieren würde!!!! Aber dennoch hätte er 7 tolle Jahre gehabt und nur ein paar schreckliche Minuten, bevor er stirbt. Er hätte meiner Ansicht nach dennoch ein insgesamt schöneres und lebenswerteres Leben gehabt!
Und wie schon gesagt: uns selbst oder auch unseren Kindern drohen ganz ähnliche Gefahren. Ich denke nicht, dass so Tierquäler, wie Du sie beschreibst, viel öfters vorkommen, als Menschen, die andere Menschen verprügeln, vergewaltigen oder töten. Und bei uns und auch bei unseren Kindern, die wir ja wohl mindestens genau so lieben sollten wie unsere Katzen, kämen wir auf die Idee, sie für immer einzusperren.
Und Katzen sind auch nicht völlig blöd! Sie werden nur sehr, sehr selten tatsächlich von einem Hund tot gebissen. Meistens sind sie viel schneller als Hunde und fliehen auch auf Bäume. Möglicherweise werden sie von anderen Katzen oder Hunden gebissen, diese Verletzungen verlaufen ja normalerweise aber nicht gleich tödlich. Dafür gibt es Tierärzte. Auch wir Menschen kommen nicht so ganz ohne jegliche Verletzungen durchs Leben. Auch wir brechen uns mal ein Bein oder reißen uns eine blutige Wunde auf. Trotzdem bleiben wir nicht zu Hause auf dem Sofa sitzen.
Die tödlichste Gefahr für Freigänger ist definitiv die Straße. Daher bin auch ich der Ansicht, dass man Katzen nicht rauslassen sollte, wenn stärker befahrene Straßen in der Nähe sind. Alle anderen Gefahren finde ich nicht gravierender, als sie auch im Haus auftreten könnten. Auch bei der Wohnungshaltung können Unfälle, Vergiftungen, Quetschungen und ähnliches passieren.
Liebe Grüße
Ute
Und noch was zu Marion: ich finde es super, dass Du so denkst. Sie würden sich bestimmt über Freigang freuen. Gerade so Bengalen, aber eben auch die Waldkatzen, sind doch noch richtige Naturburschen, und das merkt man eben auch. Ich stelle es auch schwierig vor, Bengalen in der Wohnung ohne Freigehege eine artgerechte Haltung zu ermöglichen. Ich stelle es mir zumindest für den Halter recht anstrengend vor, da man sich wahrscheinlich ständig was einfallen lassen muss, um sie bei Laune zu halten, gell?
Liebe Grüße
Ute
Hallo Ute,
es ist manchmal ziemlich anstrengenddenn es reicht den beiden nicht, irgendeinem Ball hinterher zu jagen, das finden sie alles langweilig. Sie wollen springen (Dabird sei Dank
) und entdecken, wenn sie Langeweile haben fangen sie an Blödsinn zu machen und irgendwas zu zerstören... sie fordern mich auch mehr als deutlich auf, wenn Zeit zum Spielen ist
Aber sie sind schon viel viel ruhiger als im ersten Jahr, da bin ich beim Spielen auf dem Boden schon fast eingeschlafen und die zwei waren immer noch nicht müde
Ein Segen sind unsere Balkone, da sitzen sie manchmal den ganzen Tag und beobachten bzw. auf dem großen Balkon jagen sie Hummeln und Bienen.
Liebe Grüße
Marion
Ich weiß nicht wie sinnvoll es ist dieses Thema immer und immer wieder durchzukauen. Ändert es ja doch nichts an den einzelnen Einstellungen. Freigang, sofern er gesichert ist, ist sicher das Größte, dass man seinen Katzen bieten kann. Unbestritten haben sie dort noch viel mehr Reize die ihre Sinne umschwärmen und jede menge Spaß beim Schnüffeln, Jagen allein das GEfühl von Gras unter den Pfoten muss schon toll sein.
Allerdings finde ich es Augenwischerei und der Vergleich von Mensch zur Katze bzw Menschenkind zur Katze hinkt schicht vorne und hinten. Katzen sind Katzen und keine Menschen und auch kaum vergleichbar mit Menschenkindern. Sich kann man seine Kinder nicht 24/365 einsperren. Allein schon weil es dagegen Gesetze gibt. Einem Kind kann man erklären, dass es nicht mit fremden Menschen mitgehen, keine Süßigkeiten annehmen soll oder das Autos gefährlich sind und das man daher nur bei Grün die Straße überqueeren darf.
VErsuch das mal einer Katze zu erklären....
Um kleine Schrammen oder mal eine Verstauchung die sich ein Katze auf ihren Streifzügen einfängt geht es wohl den wneigsten Besitzern von reinen Wohnungskatzen. Ganz zu schweigen davon, dass ich als Züchter die VErpaarungen bei Freigang nicht kontrolloieren könnte würde ich meine Katzen auch as Liebhaber niemals in den ungesicherten Freigang lassen.
Zu sagen, dass es nur natürlich wäre Katzen draußen herum laufen zu lassen ist eine Frage der Definition von Natur. Aber das würde wohl zu philosophisch werden. Ich kann jedenfalls nichts natürliches an unseren Hochäusern, Autos, Zügen, Schusswaffen, Giftködern etc sehen. Die Umgebung in unserer heutigen zivilisierten Welt entspricht einfach nicht mehr dem Lebensraum in dem Katzen sich einst herumgetrieben haben. Um bei den hinkenden Argumenten zu bleiben (denn Äpfel sind mit Birnen blöd zu vergleichen) Löwen hält man auch nicht im Freilauf mitten in der Zivilisation und wieso lassen wir unsere Hunde eigentlich nicht in Rudeln durch die Straßen ziehen? Für Wölfe ist es doch auch nur normal sich frei zu bewegen und ein Hund hat auch viel mehr Spaß am Streunern und Jagen als 8 Stunden und mehr in der Wohnung zu hocken während Herrchen und Frauchen arbeiten gehen.
@little_coonies: Danke, Sabrina!
@weisserGarten: Ich stimme dir zu, dass es wunderschön ist, Katzen beim Ansitz und Lauern, beim Düfte sortieren... zu beobachten.
Trotzdem glaube ich, dass es glückliche und zufriedene Wohnungskatzen gibt - und wie gesagt, eine Bekannte hat zwei Katzen von draußen (TS), die anfangs rausgekonnt hätten, aber nie Interesse zeigten, sondern auf dem Balkon blieben und lieber beobachteten, was da unten los war.
Meine würden losziehen - zumindest Maher und Maxe - und Maher wäre als Freigänger längst überfahren oder vergiftet.
Ich finde daher für unsere Katzenfamilie den Balkon eine gute Lösung, und bemühe mich, duftende Planzen, raschelndes Grün, Verstecke, Ausgucke etc. anzubieten.
Wenn die Tomatenernte vorbei ist, wird einer meiner Tomatenkübel mit hohem Bambus bepflanzt; hab mir jetzt den ganzen Sommer verschiedene raschelnde Stauden angeschaut und finde Bambus am besten.
Im Winter haben wir Schnee auf dem Balkon, und wir können auch Regen "genießen", was aber nur Mirko wirklich mag.
Mäuse hat es nicht, aber Fliegen, Nachtfalter, und soweiter.
Der "Sundowner" meiner Katzenbande besteht aus knackigen Nachtfaltern
Ich habe sehr sanfte und menschenbezogene Katzen; und ich glaube, Mäxles kleiner Sohn wäre in der Wohnung nicht glücklich geworden - er ist jetzt Freigänger. Seine Schwester, die bei ihm lebt, könnte mit raus - bleibt aber in und am Haus.
Katzen sind auch charakterlich verschieden.
Tara scheint mehr dem ruhigen, häuslichen Persergroßvater nachzuschlagen, Samye hat auch äußerlich viel vom Dumbo, seinem Opa vom Bauernhof.
Meine sind, soweit ich Verhalten und Körpersprache deute, ausgeglichen und zufrieden -
mein Wohnungsrevier ist nicht immer gleich, auch die Gerüche nicht.
Nicht alles ist immer zugänglich - das heißt, es gibt spannende Momente, wenn man in den Eingangsbereich oder die Küche darf.
Der Balkon ist sowieso immer spannend.
Und da es keine Einzelhaltung ist, fehlt auch der Sozialkontakt nicht.
Grüßle, Vivi
Hi Sabrina,
ich denke, ich bin hier eine der Letzten, die Katzen vermenschlicht. Ich bin ja gerade dafür, dass man Katzen einfach Katzen sein lässt!!! Und Katzen sind eben für draußen geschaffen, und nicht, um eingesperrt zu sein.
Natürlich kann man Katzen das nicht erklären wie Kindern, was gut und was böse ist. Nur, auch Kinder werden verletzt, angefahren, entführt, geschlagen, etc. Da hilft auch nix, wenn man denen 100 mal sagt, dass sie nicht mit dem bösen Mann mitgehen sollen und dass sie nicht dem Ball hinterher auf die Straße rennen sollen. Und was die Gesetze angeht - ich hoffe doch sehr, dass niemand auf die Idee kommen würde, seine Kinder zu ihrem eigenen Schutz dauerhaft einzusperren, auch, wenn es keine diesbezüglichen Gesetze gäbe.
Ich finde nicht, dass hier der Vergleich zu Katzen hinkt. Menschen sind dafür geschaffen, dass sie täglich 1000 neue Eindrücke mit ihrem Gehirn verabeiten können und bei Katzen ist es eben exakt genau so. Wie schon gesagt gibt es sicherlich Gegenden, wo ein Freigang wirklich nicht möglich ist. Das hab ich auch nie bestritten. Es gibt aber auch genügend Leute, auch hier im Forum, die in einer schönen Umgebung mit vielen Feldern und in ruhigen Wohngebieten wohnen, wo nicht nachvollziehbar ist, warum die Katzen nicht raus dürfen. Teilweise kann man auf den Fotos ja auch das Umfeld erkenne.....
Katzenzüchter haben stets nur darauf Wert gelegt, dass die Farbe, das Fell und der Charakter (ruhig, menschenbezogen oder lebhaft, etc.) verändert wird. Der Körperbau wurde beispielsweise im Vergleich zu den Hunderassen nur unwesentlich verändert. Es wurden zudem nie Änderungen angestrebt, die beispielsweise den Jagdinstikt der Katze reduzieren würden. Sie wären ohne diesen sicherlich einfacher in der Wohnung zu halten. Aber selbst bei all unseren Rassekatzen und selbst, wenn sie sich eben gerade erst am besten Premiumfutter den Bauch vollgeschlagen haben, bleibt der Jagdinstinkt erhalten und sie wollen durch ihr Revier streifen und vor Mauselöchern sitzen. So ist es nun mal und dass kann man sich schön reden, wie man will!
Meiner Ansicht nach hinkt viel eher Dein Vergleich zu Hunderudeln. Zum Einen gibt es viele unterschiedliche Hunderassen. Auch viele Rassen, die kaum noch Jagdinstinkt besitzen, wie beispielsweise die Schutzhunde. Ich bin selbst mit Boxern aufgewachsen und die haben nur gejagt, wenn direkt vor ihnen was aus der Wiese hochschoss. Und sie ließen sich auch sofort abrufen. Wenn man sich hier die passende Rasse aussucht und sich ein wenig mit der Eigenheit der Rasse auseinandersetzt, kann man einem Hund mit seiner Familie das Rudel vollständig ersetzen. Okay, wenn man sich einen Jagdhund holt, hat er natürlich Jagdinstinkt, und wenn man sich einen reinen Arbeitshund Border-Collie holt, muss man sich über Verhaltensstörungen nicht wundern, wenn ihm keine seinem Charakter entsprechenden Aufgaben gestellt werden. Aber insgesamt ist ein Hund mit seinem Menschenrudel absolut zufrieden zu stellen. Hat ein Hund sein Menschenrudel, hat er gar nicht den Wunsch, mit irgendwelchen fremden Hunden durch die Straßen zu ziehen und zu jagen! Wird der Mensch als Rudelführer akzeptiert, will der Hund eh nicht ohne ihn losziehen. Also, wie gesagt, ein Vergleich zum Hund hinkt allemal. Einen Hund nicht artgerecht zu halten, würde beispielsweise bedeuten, ihn täglich 8 Stunden allein zu lassen. Für einen Hund bedeutet es Lebensgefahr, wird er von seinem Rudel getrennt. Ich bin daher genau so, wie ich für den Freigang von Katzen plädiere, dafür, einen Hund nie länger als maximal 3 Stunden täglich allein zu lassen, da er nur so glücklich sein kann. Und auch das sollte sich jeder gut überlegen, wenn er sich einen Hund anschafft. Und auch hier gibt es genügend Leute, die ihren Hund täglich 6 Stunden allein lassen. Und natürlich kann der Hund lernen, 6 Stunden nicht in die Wohnung zu machen. Aber ist er ein glücklicher Hund??? Und so kann eine Katze auch lernen, in der Wohnung zu leben. Aber ist sie eine glückliche Katze???
Natürlich ist es ausgeschlossen, als Züchter unkastrierte Tiere draußen rumlaufen zu lassen. Da sind wir ganz sicher einer Meinung. Überhaupt bin ich der Ansicht, dass ALLE Freigänger kastriert sein sollten. Darüber brauchen wir hier wohl nicht zu diskutieren.
Und wenn Du gerne philosophisch werden möchtest: Natürlich ist es bei uns nicht mehr, wie vor 500 Jahren. Nur sollte man sich dann nicht überlegen, ob eine Katze als Haustier überhaupt geeignet ist? Wie Du schon sagst, ein Löwenrudel würde sich ja auch niemand halten wollen.
Und nochmal zum Schluss: ich bin NICHT dafür, dass man Katzen in Gegenden, die nachweislich gefährlich sind, eben weil beispielsweise eine Schnellstraße in der Nähe ist oder man aus der Nachbarschaft weiß, dass im unmittelbar angrenzenden Wald der Jäger jede Katze sofort abknallt, Freigang gewährt. Aber machen wir uns doch nichts vor. Es ist doch nicht so, dass hier sämtliche Freilaufkatzen ständig sterben oder geklaut werden. Die allermeisten Katzen werden trotz Freigang weit über 10 Jahre alt. Und viele Sterben auch aus völlig anderen Gründen, z. B. weil sie keinen ausreichenden Impfschutz haben und Katzenschnupfen oder ganz andere Erkrankungen bekommen, die überhaupt nichts mit dem Freigang zu tun haben, wie Probleme mit den Nieren oder mit dem Herz.
Und, wie schon oben erwähnt, auch bei Wohnungshaltung lauern genügend Gefahren. Werden denn wirklich so viel weniger Katzen bei der reinen Wohnungshaltung verletzt? Wieviele Katzen werden in Kippfenstern schwer verletzt oder erleiden schlimme Knochenbrüche, weil die Zimmertüren im Durchzug zuschlagen und sie dazwischen sind? Wieviele Katzen fressen Putzmittel oder giftige Pflanzen?
Man kann sein Tier nicht vor allen Gefahren des Lebens bewahren. So ist es eben. Und vergleicht man die Gefahren in der Wohnung mit den Gefahren im Freigang, so sind es doch gar nicht soooo viel mehr Gefahren, die eine Freigangkatze ausgesetzt ist. Man sollte sich daher nicht an diesen Gefahren so extrem hochziehen. Man sollte das Ganze mal objektiv betrachten und die Gefahren auch im Hinblick auf den enormen Mehrwert für die Katze betrachten.
Du hast Recht, dass dieses Thema schon 1000 mal diskutiert wurde. Aber ich habe für jede Katze hier die Hoffnung, sollte ihr Dosie in einer entsprechenden Gegend wohnen, dass er sich vielleicht doch noch umentscheidet. Wir haben doch hier auch Beispiele, wie Sabrina oder Stefan (unser Admin), die sich von der Wohnungshaltung umentschieden und ihren Katzen dann doch Freigang gewährten. Und mittlerweile sich auch für den Freigang aussprechen. Es besteht also Hoffnung, dass ihnen ein paar mehr Leute nachfolgen und es noch einige Katzen schöner haben werden.
Liebe Grüße
Ute
Natürlich kann man ganz an den Anfang gehen und schon bei der Frage ansetzen ob Katzen überhapt als haustiere geeignet sind. Aber das ist janun einmal die allgemeine Annahme das sie es sind. Und was qualifiziert ein Haustier zu einem geeignetem Haustier? Ist ein Hamster besser geeignet als eine Katze? Die leben leider auch immer wieder in elendig viel zu kleinen Käfigen.
Was qualifiziert für dich eine geeignete Umgebung in der man Katzen ruhig frei laufen lassen könnte? Straßen findest du heutzutage überall. es macht keinen Unterschied ob sie viel befahen ist oder nicht. ein Auto ist ein Auto und wenn es die Katze auf einer Spielstraße oder einem Feldweg oder sonst wo erwischt wird es immer übel. Ich will gar nicht wissen wie sehr viele Unfallkatzen bis zu ihrem Tode qualvoll leiden weil sie keiner findt oder sie sich noch mitletzter Kraft irgendwo hin schleppen. Ist es das was du für deine Katze willst?
Jedem menschen kannman nur VOR den Kopf gucken und es gibt Jäger die gern Katzen schießen, sie dürfen es sogar. hast du schonmal gesehen wie toll es für ein Rehlitz ist von einer Coonie gerissen zu werden die das Kitz locker überwältigen kann aber nicht die Kraft hat ihm einen schnellen tot ohne Qualen zu ermöglichen? Ist das Natürlich für dich? In unsere Breitengrade gehören Coonies eigentlich nicht einmal hin.
Menschen haben viel mehr skrupel einem anderen Menschen etwas anzutun als einem Tier. Und somit besteht eine viel größere Gefahr dass eine Katze von einem Menschen gequält, vergiftet etc wird als ein Kind. Und die Gefahr von Verletzungen oder tötlichen Krankheiten bis hin zu Unfällen ist diverse Male höher draußen als in der Wohnung. Leukose, Tollwut, Katzenschnupfen... Alles Krankheiten die man hauptsächlich bei Freigängern findet und die übelst elendig enden. Da man nicht davon ausgehen kann und es nie bewerkstelligen könne, dass alle Freigänger einen regelmäßigen Impfschutz etc bekommen ist hier die Gefahr der Krankheitsübertragen auch trotz kastration, denn die Schütz vor revierkämpfen nicht, ziemlich hoch.
Ich hale es für unangemessen zu behaupten, dass eine Katze in Freilauf glücklicher ist als eine in Wohnungshaltug. Tendenziel vielleicht aber höchstens wenn man dies mit einzelhaft in einer sterilen Wohnung vergleicht.
Ich stand vor 2 Wochen vor der Wahl meinen Aites an meine Tierärztin zu verkaufen. Wirklich tolle Frau die ihm bestimmt ein schönes Zuhause hätte bieten können. Aites ist geimpft, gechipt und kastriert. Ein rundum Sorglospaket. Meine gute Tierärztin wollte ihm aber wie ihren anderen katzen Freigang gewähren weil sie irgendwowohnt wo sie sogar für handyempfang auf ihr Haus klettern muss. Ich habe dankend abgelehnt, habe zwar mit mir gehardert weil ich vor ähnlichen Überlegungen stand, dass dort ja kaum Autos sind etc. Der von einem Mähdresscher überfahrenen Katze einer bekannten sei dank habe ich mich dagen entschieden. Ich bleibe dabei, meine Katzen gehen nicht in den ungesicherten Freigang. Ich sehe auch nicht was dagegen spricht seinen Garten einzuzäunen um Gefahren zu reduzieren.
Die arme Katze RIP wurde gerade mal etwas über 2 Jahre alt *seufz
Sabrina hat auch meine Meinung vertreten.
Ich habe einen Garten, sicher eingezäunt und ausbruchsicher.
Generell muss man natürlich sagen, dass Katzenhaltung, bzw. Tierhaltung , die über Nutztiere hinausgeht, nur der ideelen Bereicherung des Halters dient.
Als Katzenhalter muss man sich mit den Verhaltensweisen und Grundbedürfnissen von Katzen auseinandersetzen. Das mache ich nun schon seit 1982 und sehe überhaupt keinen Grund, meine Katzen zu Freigängern umzuerziehen.
Aber meine Katzen haben gar kein Interesse, hinterher zu laufen, wenn wir uns draussen aufhalten.
Ich habe , als ich noch aktiv gezüchtet habe, immer darauf geachtet, dass sie das Haus nicht verlassen. Meine Angst vor gesundheitlichen Risiken, unkastrierten revierbeanspruchenden Nachbarskatzen, Gift und verständnislosen Nachbarn war und ist immer noch viel zu gross. Und auch die nachfolgenden Katzen haben durch Beobachtung gelernt, wo die Grenze ist.
Ich hatte nie den Eindruck, dass ich mit meiner Einstellung den Anspruch meiner Katzen an Entfaltung und Instinktauslebung ignoriere. Das ganze Haus mit mehreren Zimmern auf verschiedenen Etagen hat sehr viele für sie eigens eingerichtete Ecken. Wir lassen uns auch ständig etwas an Unterhaltung, Intelligenztraining und Jagdspielen einfallen.
Ich will das jetzt gar nicht alles aufzählen, was ich so katzengerecht wie möglich handhabe. Wir haben ein intensives Miteinander ohne Tabuzonen und sie sind natürlich dadurch sehr viel mehr auf mich fixiert. Das ist unser Mehrwert und beide Seiten profitieren davon. Ich bin stolz auf eine harmonische, gesunde Gruppe schauen zu können. Und nebenbei kommt auch der eingene Anspruch an ein schönes Zuhause nicht zu kurz.
Es gibt eindeutige Vorteile für den Hausarrest und ich finde die Verallgemeinerung von der Vergewaltigung der Katzenseele absolut falsch. Das Vertrauen, was sie mir entgegenbringen, haben sie auch für andere Menschen und die Vorstellung, dass ihnen diese "Naivität" zum Verhängnis werden könnte,ist unvorstellbat.
Katzen sind anpassungsfähig und viele Generationen lang domesttiziert in engem Kontakt mit Menschen.
Katzen verleiten den Menschen seit 100en Jahren dazu sie noch besser zu machen und sie zu verändern, ihre Vorzüge und Schönheit zu beeinflussen. Und deshalb halte ich diesen Ausspruch
für zu flach. Denn der Mensch verändert nur- ob das sinnvoll war, bleibt jetzt mal dahingestellt- um seinen eigenen Vorteil willen.Und Katzen sind eben für draußen geschaffen....
Die Ergebnisse dessen aber, werden bei mir nie Ausgang bekommen....ganz egoistisch !![]()
Ich denke, wir haben jetzt viel zum Thema geschrieben. Ich bin und bleibe bei meiner Aussage, dass Freigänger-Katzen die glücklicheren Katzen sind. Natürlich gibt es Katzen, die sicherlich nahe daran sind, ebenso glücklich zu sein. Gerade, wie Christiane es beschreibt, in einem Haus mit vielen Zimmern und mehreren Etagen. Da glaube ich auch, dass sich Katzen sehr wohl fühlen können, solange es nicht zu viele werden. Aber da wären wir dann wieder beim Thema Mehrkatzenhaushalt, was wir ja auch schon zur genüge hatten. Aber Meinungen gibt es ja wie Sand am Meer und jeder darf seine eigene haben. Ich finde solche Diskussionen dennoch gut, denn so können sich Leute, die sich noch keine abschließende Meinung gebildet haben, vielleicht anhand dessen, eine Meinung bilden. Wie auch immer sie nachher aussehen wird.
Ich finde es hier etwas schade, dass ich so alleine dastehe als Verfechterin für den Freigang. Wenn man mal das Umfrageergebnis hier im Forum betrachtet, dann haben mehr als doppelt soviele für Freigang gestimmt. Zwar teilweise begrenzt nur tagsüber oder nur nachts, aber immerhin stimmten nur 11 Leute gegen Freigang und 26 Leute dafür. Wo sind diese Leute alle???? Und dieses Umfrageergebnis spiegelt sicherlich auch in etwa Deutschland wieder, denn ich denke, dass deutlich über zwei Drittel der in Deutschland lebenden Katzen Freigänger sind..... Eine genaue Zahl hierzu konnte ich im Internet nicht finden, nur soviel:
In Deutschland gibt es viel, viel mehr Freigängerkatzen, als Katzen in Wohnungshaltung. Wenn man überlegt, dass es in Deutschland über 8 Millionen Katzen (Statistik 2009) gibt, und da sind keine verwilderten Katzen dabei, die nie jemand gezählt hat, dann ist nur normal, dass man regelmäßig über Unfälle oder auch Tierquälereien hört. Auf die Menge gesehen (wahrscheinlich mindestens 6 Millionen Freigänger), sind dies aber, wie schon gesagt, doch eher Ausnahmen, die, je nachdem, wie schlimm sie sind, durch die Presse gehen. Es ist eben nicht so, wie es hier gerne dargestellt wird, dass in jeder Straße alle paar Wochen irgendwelche lebensgefährlichen Dinge passieren und Katzen verschwinden.
Obwohl, ihr habt Recht: viele Katzen verschwinden. Aber sehr, sehr viele tauchen auch wieder auf!!! Einfach so oder auch über Tasso oder weil sie im Tierheim abgegeben werden und der Halter ermittelt werden kann. Oft schon nach ein oder zwei Tagen!!!! Katzen, die tatsächlich für immer weg sind, gibt es also gar nicht sooo oft. Außerdem gibt es auch Katzen, die von sich aus verschwinden, weil sie sich bei ihren Haltern aus diversen Gründen nicht wohlgefühlt haben (z. B. eine ruhige Katze, die lieber zu einem älteren Ehepaar zieht, als zu einer Familie mit vier weiteren Katzen, zwei Hunden und drei Kindern oder eben auch umgekehrt). Dann sei es diesen Katzen doch auch gegönnt, sich ein schöneres zu Hause zu suchen.
Es sei nur ein Beispiel noch gesagt. Der Kater meiner Eltern ist deutlich über 12 Jahre alt (genaues Alter unbekannt, da sie ihn schon älter zu sich nahmen). Er war immer Freigänger. Sein Leben lang. Und er war noch nie krank. Doch, einmal, als seine Vorbesitzer umzogen, sperrten sie ihn für zwei Wochen ein, damit er sich an die neue Umgebung gewöhnte. Und als er durch ein Kippfenster weg wollte, brach er sich die Hüfte. Er wurde operiert und lebte danach wieder glücklich weiter. Ansonsten wurde er bisher weder vergiftet, noch geklaut, noch angeschossen, noch vom Hund gebissen, noch hatter er sonst irgendwas. Und übrigens ist er auch sehr zutraulich. Auch bei Fremden.
Allerdings möchte ich noch eine Einschränkung machen. Ich gebe Euch Recht, dass Rassekatzen, wenn sie sehr zutraulich sind, potentiell sicherlich eher geklaut werden. Zum einen wollen doch viele Menschen das etwas außergewöhnlichere, zum anderen eignen sie sich ja auch für den Weiterverkauf. Und da die meisten Leute wissen, dass Rassekatzen recht teuer sind, könnte ich mir vorstellen, dass das Diebstahlrisiko hier höher ist, als bei normalen Katzen, da man diese ja oft genug auch als junge Kätzchen geschenkt bekommen kann. Ich hätte bei sehr zutraulichen Rassekatzen daher wohl auch Angst und würde sie nicht raus lassen. Da ich einer Katze unbedingt Freigang geben wollte, haben wir uns extra für Jagger entschieden, obwohl uns bekannt war, dass er sehr ängstlich ist und es ein hartes Stück Arbeit für uns war, dass wir überhaupt an ihn rankamen. Umgekehrt habe ich aber die absolute Sicherheit, dass er draußen nicht geklaut wird. Bei Fremden hält er einen Mindestabstand von 8 m ein und versteckt sich normalerweise auch. Außer, ich bin in seiner Nähe.
Jeder, der die Geschichte mit Jagger verfolgt hat, weiß, wie extrem ängstlich er war. Ich habe ihn als Notfallkatze aufgenommen, gerade weil ich ihm einfach nur ein schönes Katzenleben gönnen wollte. Als wir ihn bekamen, war nicht klar, ob er sich überhaupt jemals anfassen lässt. Ich würde mal so behaupten, dass ich ihn ganz und gar ohne egoistische Hintergründe aufgenommen habe und dass wir ihn einfach haben Katze sein lassen. Auch heute noch ist er überhaupt kein Kuschelkater. Aber ich denke, er ist einer der glücklichsten Kater überhaupt. Hört sich vielleicht blöd an, aber ich glaube wirklich daran. Denn bei uns darf er einfach nur Katze sein. Wenn er Lust hat, beschäftige ich mich mit ihm, wenn er keine Lust hat, hat er im ganzen Haus die Möglichkeit, sich irgendwo in Ruhe hinzulegen und zu dösen. Und wenn ihm danach ist, kann er rein und raus, wie er will. Draußen laufen viele Katzenkumpels rum, die er auch regelmäßig trifft. Ich denke nicht, dass er irgendwas vermisst!
Und noch ein Hinweis: jede Freigängerkatze sollte natürlich kastriert, geimpft und gechipt sein. Und bei Tasso registriert!!!
Liebe Grüße
Ute
Entschuldigung Ute. Ich hab nur etwas überlegt, ob ich mich hier auch nochmal dazu äußere.
Nun ja. Meine laufen frei, ohne Zaun. Aber nur weil es hier geht. Ich schätze die Gefahren hier einfach für gering genug ein.
Ich bin grundsätzlich der Meinung, dass Freigang für Katzen das Höchste überhaupt ist - aber eben nur sofern es die Umgebung erlaubt (was jeder Halter für sich selber rausfinden muss). Deshalb kann man das nicht pauschalieren, es ist immer eine persönliche und individuelle Entscheidung aufgrund der Gesamtsituation: sprich Katzenrasse, Vorgeschichte der Katze, Wohngegend, Nachbarn usw.
Es gibt bei den Rassekatzen Generationen von reinen Wohnungskatzen, die es gar nicht anders kennen. Natürlich haben die noch ihre Instinkte und würden im Freien zurechtkommen, aber wenn sie es nicht anders kennen, würden sie es vermissen? Ich glaube, ihnen macht Wohnungshaltung nichts aus.
Meine drei stammen alle von Generationen von Freigängerkatzen ab und haben von ihrer Mutter die entsprechenden Verhaltensweisen gelernt, weshalb sie natürlich davon ausgehen, diese jetzt auch täglich ausüben zu können. Diese drei wären in reiner Wohnungshaltung einfach nicht glücklich, ich denke selbst ein Gehege würde die drei noch Amok laufen lassen. Die brauchen einfach das Gefühl, dass sie laufen könnten, wenn sie wollten. Das ist für mich als Halter eine nervliche Gratwanderung, aber für diese Katzen das Beste.
Und meine individuelle Entscheidung, ich sehe ja wo sie leben und kann das beurteilen. Aber ich kann anderen Menschen diesbezüglich nur Tipps geben, entscheiden muss das jeder selbst. Ich befürworte nicht grundsätzlich Freigang, weil das einfach nicht geht.
Ich denke, wichtig ist einfach, dass sich die Leute Gedanken um ihre Tiere machen und das wichtiger ist, als einfach nur Freigang zu haben. Manche pferchen die Tiere in Einzelhaft in die Wohnung, damit sie abends was zum kuscheln haben, andere haben 20 Katzen im Freigang, die dort dann bestenfalls Nutzviehstatus (Mäusefänger) haben. Es gibt auf jeder Seite Extreme und man muss da zu Wohl aller Beteiligten einen guten Mittelweg finden, mit dem alle leben können, auch die betreffende Katze.
Mit meinem heutigen Wissenstand würde ich immer sehen, dass ich eine Umgebung finde, wo ich Katzen im Freigang halten kann (sollte man umziehen müssen). Wohnungshaltung käme für mich nicht in Frage, ich hab einfach zu viele unglückliche Wohnungskatzen (Einzelhaft und Kuscheltierstatus) gesehen, und leider waren da die Besitzer immer beratungsresistent.
Geändert von nelda (18.07.2011 um 18:15 Uhr) Grund: da hat sich unten text versteckt
Ich habe mein Mäxle als Baby aufgenommen, gerade klettert sie laut schnurrend neben mich und liegt jetzt in meinem Arm und spielt mit meiner Halskette.
Heute nachmittag hat sie auf dem Balkon gelauert, hat die Wohnung kontrolliert und eine Weile in der Küche gedöst.
Sie ist mit Sicherheit zufriedener als die struppige Katze vom Nachbar... denn Maxe stolziert herum und trägt Kopf und Schwanz hoch, während Madame von nebenan immer in Hab-Acht-Stellung ist, auf der Flucht vor Autos, Menschen, Hunden und dem Kater.
Aber wie glücklich Mäxle wirklich ist, weiß ich natürlich nicht - ich schließe aus ihrem Verhalten, wie aus dem meiner drei Großen: Schwänzchen hoch, Neugier, Mischung aus entspanntes Dösen und gespanntes Beobachten, Zutraulichkeit, Guter Appettit, glänzendes Fellchen, schnurren, freundliche Grußzeremonien, "Beieinandersein" (heute schliefen drei Katzen in der Küche auf je einem Stuhl halb unterm Tischtuch, Nr. 4 lag auf einem Karton 50 cm daneben) - sie fühlen sich wohl.
Ich gönne es deinem Kater, dass er bei dir sein darf wie er ist.
Aber du kannst auch nur vermuten/glauben, dass er glücklich ist.
Beobachten und Schlüsse ziehen.
Ich denke, es gibt unglückliche Katzen draußen und drinnen.
Ich nochmal:
@ Vivi: "Schwänzle hoch" ist kein Zeichen dafür, dass sich Deine Katze wohl fühlt. Ich will hier nicht behaupten, dass sie nicht glücklich ist, aber der erhobene Schwanz ist dafür definitiv kein Zeichen. Der Schwanz wird nur hoch getragen, wenn sie ihren Menschen oder einen anderen freundlichen Menschen oder befreundete Katzen trifft. Sie laden damit zur Analkontrolle ein und wollen Duftstoffe an die Umwelt abgeben. Es ist kein Zeichen von Entspannung oder Wohlbefinden. Es wäre daher völlig unnormal, wenn eine Freigängerkatze draußen ständig mit hoch erhobenem Schwanz rumlaufen würde. Möglicherweise macht sie es ja, wenn sie im Freigang auf eine befreundete Katze trifft. Nur hast Du sie dabei noch nicht beobachtet. Und das eine Katze im Freigang vorsichtiger ist, ist wohl normal. Würde sie sich im Freigang unwohl fühlen, würde sie drinnen bleiben.
Warum das Fell struppig ist, kann ja ganz andere Ursachen haben. Vielleicht wird sie nicht entwurmt? Unser Jagger hat trotz Freigang auf jeden Fall herrliches Fell, wie ihr ja auf den Fotos schon sehen konntet. Und dabei wurde er noch nie im Leben gebürstet. Und von wegen Fressen: üblicherweise fressen Freigänger deutlich mehr als Wohnungskatzen und sie haben deutlich seltener Übergewicht.
Und noch zu Little_coonies:
Fast hätte ich es überlesen: also, ich habe alle Coonie-Bücher gelesen, die man in Deutschland bekommen kann. Dass Coonies Rehkitze schlagen, hab ich aber nirgends gelesen! Ich gebe Dir Recht, dass sie von ihrer Größe und Kraft her dazu wohl in der Lage wären. Möglicherweise haben die wildlebenden Coonies in schweren Zeiten im Winter auch mal ein Kitz geholt. Eine normal gehaltene Freigänger-Coonie, die ihr regelmäßiges Futter erhält, wird aber NIEMALS ein Rehkitz reißen. Zum einen liegt es in der Natur der Katze, dass sie vor größeren Beutetieren Angst hat. Das ist auch der Grund dafür, warum Katzen, wenn sie eine Ratte jagen, danach mit der toten Ratte noch sehr lange spielen und sie in die Luft werfen. Das ist ein Stauungsspiel. Wenn sie eine Ratte fangen, haben sie eigentlich Angst und somit viel Adrenalin im Blut. Das wird durch das anschließende Stauungsspiel wieder abgebaut. Das Jagdverhalten unserer Katzen ist weitestgehend instinktgesteuert. Und normalerweise werden keine Tiere gejagt, die größer als Ratten oder kleine Hasen sind. Wenn ein Rehkitz steht, ist es mindestens so groß wie eine Coonie, je nach Alter auch schon größer. Katzen, auch Coonies, jagen keine Tiere, die genau so groß wie sie oder größer sind. Zumindest nicht, solange sie nicht einen Riesen-Hunger haben. Außerdem werden Kitze von der Mutter alleine irgendwo im Feld abgelegt und dort bleiben sie liegen. Sie riechen nicht und werden von Beutegreifern daher normalerweise nicht entdeckt. Eine Coonie könnte unmittelbar an ihm vorbei gehen, ohne dass das Kitz bemerkt wird. Die Kitze rennen normalerweise nicht weg. Somit wird auch der Jagdreflex bei einer Coonie gar nicht ausgelöst. Ein im Feld liegendes Kitz wird von einer Coonie niemals als Beutetier angesehen. Deine Aussage finde ich daher, gelinde gesagt, Quatsch. Sorry, ich versuche normal, mich mit solchen Wertungen zurück zu halten, aber ich habe den Eindruck, Du versuchst hier mit Bambi irgendwelche subjektiven Emotionen zu wecken, um Deine Befürwortung der Wohnungshaltung zu untermauern. Aber wir wollen doch noch realistisch bleiben!
Und mal angenommen, freilebende Coonies hätten jemals ein Kitz geschlagen - sicherlich haben sie nicht die Kraft, es durch Genickbiss schnell zu töten, aber auch Löwen und andere Großkatzen töten nicht schnell, sondern drücken ihren Beutetieren die Kehle zu, bis sie irgenwann qualvoll ersticken. Das ist der Lauf der Natur. Es mag ein schlimmer Tod sein, aber dafür hatten auch die Beutetiere vorher ein Leben in Freiheit. Glaubst Du, dass unsere Masttiere, die wir täglich essen, ein schöneres Leben haben, nur, weil sie recht schnell durch Elektroschocks getötet werden?
Liebe Grüße
Ute
Ich meinte mit Schwänzchen hoch, dass sie sozial und selbstbewußt sind. Unglückliche Katzen tragen den Schwanz nicht hoch, sie begrüßen nämlich nicht, sondern ziehen sich zurück - und für die Draußen-Katze mit Jungtier, die ich im Kopf habe, gibt es kein "drinnen", leider.
Logisch gibt es viel dazwischen, es gibt viele glückliche Freigänger.
Nur, dass Wohnungskatzen automatisch nicht katzengerecht leben können, das bezweifle ich.
Es war kein Witz und kein auf die Bambietränendrüse drücken. Ich habe das Kitz und die erschossene Coonie, habe sie als solche identifiziert, selbst gesehen. Der Jäger erzählte mir es sei kein Einzelfall.
Und weißt Du, ob diese Coonie ein zu Hause hatte und regelmäßig gefüttert wurde?
Und selbst wenn sie ein zu Hause hatte und leckeres Futter bekam, so sprechen wir hier dennoch von einer einzigen Coonie!!! Ich habe sowas wirklich bisher weder gehört noch gelesen und es passt auch überhaupt nicht zum Verhalten und den Instinkthandlungen einer Katze. Also, vielleicht war diese Coonie ja eher verhaltensgestört oder so.... Denn bei Millionen Coonies hätte man doch sicherlich irgendwann mal davon gelesen oder meinst Du nicht?
Und dass Katzen erschossen werden, habe ich nie bestritten. Soweit ich weiß, dürfen sie offiziell abgeschossen werden, soweit sie sich mehr als 200 m vom nächstgelegenen Haus entfernen. Dennoch hängt es sicherlich vom Jäger ab, ob er von seinem Recht Gebrauch macht. Möglicherweise ist die Gefahr höher, wenn man direkt am Waldrand wohnt. Bei uns ist das zum Glück nicht der Fall. Ringsrum sind nur landwirtschaftlich genutzte Felder. Hab da noch nie einen Jäger gesehen und einen Hochstand gibt es auch nicht....
Aber wenn wir schon beim Erschießen sind, sind wir auch schnell wieder beim Thema Tod der Freigänger. Erschossen zu werden, gerade noch von einem Jäger, der normalerweise schießen kann, ist ein sehr schneller Tod. Ich selbst hätte lieber einige tolle, glückliche Jahre in Freiheit und sterbe dann, eh ich mich versehe, plötzlich durch einen Schuss, als dass ich mein Leben lang eingesperrt bin, nur, damit mir bloß nix passiert. Und ich bin überzeugt: Jagger sieht das genau so!
Katzen sind Katzen. Sie machen sich keine Sorgen, dass ihnen vielleicht was Schlimmes passieren könnte und dass sie ja vielleicht verletzt werden könnten. Sie leben einfach im Jetzt! Und sie lieben ihr Freigängerdasein! Und sie haben keine Angst vorm Tod. Wir sollten Katzen nicht zu sehr aus Menschensicht betrachten.
Liebe Grüße
Ute
puh - was eine schwere Entscheidungund gerade ich kann die ganzen Argumente "für" und "wider" allesamt nachvollziehen.
Bei uns ist es so, dass unsere Katzen Halb-Freigänger geworden sind
Wir wohnen in einem Einfamilienhaus in einer soooowas von ruhigen Wohngegend - aber das war nicht der eigentliche Grund. Unser Grund war, dass wir es echt nicht mehr ertragen haben, jedesmal, wenn wir auf die Terrasse raus oder rein wollten ewig mit einem "ksch-ksch" die Katzen von der Terrassentüre wegzujagen. Auch die - wirklich - traurigen Blicke unserer Kater, wenn sie sich an den Fenstern die Nasen plattgedrückt haben, weil sie Herrle und Fraule draußen sitzen sahen und so gar nicht verstehen konnten, warum sie nicht zu ihnen in diese aufregende Welt durften, haben uns letztendlich zu der Überzeugung gebracht, dass es für alle lebenswerter wäre, wenn sie auch raus dürften.
Eine absolut katzensichere Einzäunung hat mein Mann strikt abgelehnt. So ist unser Garten mit einem relativ dichten Zaun und dahinter mit so einer (hässlichen) Thujenhecke eingewachsen. Die Kater können also nicht im Übermut rausrennen und direkt vor ein Auto (wobei bei uns echt nur ganz wenige Autos am Tag fahren - in der Nacht praktisch keine mehr) - aber natürlich haben sie längst ihre Durchschlüpfe in die "große, weite Welt" entdeckt.
Dadurch, dass die Beiden schon ein Jahr alt waren, bis sie das erste mal in den Garten durften, sind sie sehr ans Haus gebunden. Sie gehen spazieren und ja - sie gehen auch in Nachbarsgärten und als wir letztins mitten in der Nacht von einer Feier im Tennisverein meines Mannes heimspazierten, kam uns unser Batman meckernd entgegen, weil er unsere Stimmen gehört hat
Aber nach ihren spät-abendlichen Spaziergängen (oft gehen wir mit ihnen eine kleine Runde durchs Dorf) kommen beide zum Schlafen heim. Die Katzenklappe stellt sich dann auch auf "rein" und geht erst mit der Morgendämmerung wieder auf.
Ich bin schon überzeugt, dass die Katerchen jetzt viel glücklicher sind als vorher - aber nur, weil es bei uns halt auch einen Garten gibt, den sie sehen konnten. Wenn die Katzen in einer Wohnung wohnen, wo es einen Balkon gibt, den Herrle und Fraule mit ihnen teilen und sie nichts anderes kennen, dann kann ich mir auch gut vorstellen, dass sie dort glücklich sein können.
Unsere erste Wohnung in München war eine Dachterrassenwohnung und unser Charly (I.) hat es geliebt, oben auf dem Flachdach den ganzen Straßenzug entlang zu marschieren und bei den Leuten von oben auf die Terrassen zu schauen (üble Gerüchte sagen auch, dass er das eine oder andere Mal beim Fleischklauen erwischt worden sei, aber dass MUSS doch einfach üble Nachrede sein)
Meine Erfahrung sagt mir, dass Katzen das Revier, dass sie hautnah sehen können, auch erleben wollen. Der Drang ist dann immer so groß - warum müssten Fenster gegen Ausbbruch gesichert werden, wenn die Katzen drinnen so glücklich wären?
Aber ich bin auch sicher, dass die Gleichung "Katze drinnen = unglücklich" nicht stimmt.
Ich denke, ein guter Katzenbesitzer geht in sich und überlegt ganz ernsthaft, WARUM er die Katze nicht rauslassen will. Ist es wirklich die gefährliche Straße oder ist es einfach nur die Angst vor dem Loslassen................
Die ganzen Geschichten mit Jägern, katzenmordenden Nachbarn usw. sind schreckliche Fälle - aber man muss sich halt mit seiner eigenen Umgebung auseinandersetzen. Gibt es bei mir solche Zeitgenossen, die meiner Katze gefährlich werden könnten? Liegen gerade wieder so mystriöse Kleidersammlungs-Körbe aus - dann lass ich meine Katzen natürlich auch für ein paar Tage nicht raus (auch wenn es das Nervenkostüm der Dosis ganz schön aufarbeitet) - aber an normalen Tagen gönn' ich meinen die Erlebnisse draußen.
Ist jetzt ganz schön lang und ziemlich durcheinander geworden - ich hoffe, Ihr könnt meinen Ergüssen trotzdem halbwegs folgen(wenn auch nicht in jedem Fall unterschreiben)
Liebe Grüße
Juanita
EDIT: ach ja, noch was - mir/uns wäre niemals in den Sinn gekommen, unsere Dachterrasse dicht zu machen, damit Charly nicht auf's Dach kann - ganz im Gegenteil, wir haben ihm einen Schrank so schön hingestellt, dass er leichter rauf und runter kam. Irgendwie - glaub ich - hängt das auch mit dem Alter zusammen. Nicht umsonst sagt man, dass sehr junge Mütter ihren Kindern viel mehr Freiheiten gewähren, weil sie noch nicht so von Angst und Sorge durchtränkt sind, wie die älteren Mütter. Ich glaube der Vergleich passt auch sehr gut auf Dosinen![]()
Hallo Juanita,
Du hast das wirklich richtig schön geschrieben. Das mit dem "nicht Loslassen können" und das mit dem "lebenswerter" fand ich besonders schön ausgedrückt.
Ich hoffe wirklich, einige Leute hier im Forum, die in einer einigermaßen gefahrlosen Umgebung wohnen, ändern noch ihre Meinung und gönnen ihren Katzen den Freigang. Denn, wie Du schon sagst, Katzen wollen das, was sie sehen können, auch erleben. Und wer kennt nicht die Wohnungskatzen, die stundenlang auf der Fensterbank sitzen und draußen das Leben beobachten??? Unser Jagger sitzt nur auf der Fensterbank, wenn es draußen regnet und er nicht raus will.... Dann ist aus dem Fenster gucken wohl immer noch besser, als nass zu werden. Aber irgendwann geht er dann sogar bei Regen aus und sieht danach sehr lustig aus. Muss ich unbedingt mal fotografieren.....
Ich finds auch super, dass Ihr Euren Kater früher aufs Dach gelassen habt. Wieviele Leute hier, die ihre Katzen aus Angst auch nicht in den Freigang lassen, würden ihre Katzen wohl übers Dach laufen lassen? Bestimmt niemand, weil sie ja abstürzen könnten.... Tja, Gefahren lauern überall, aber wieviele Katzen stürzen schon ab? Klar kann es passieren, aber wieviel lebenswerter war das Leben Eurer Katze durch ihren Dach-Freigang?
Übrigens: Das eine Katze drinnen zwingend unglücklich ist, wurde ja nie behauptet. Aber ist sie wirklich glücklich???
Liebe Grüße
Ute
meine Katzen sind Freigänger aber ich würde sie niemals aufs Dach lassen. Oh Gott schon alleine der Gedanke, dass eine meiner Katzen auf dem Dach herumturnt.
Ajax turnt regelmässig auf dem Dach von unserem Schuppen herum, da kommt er ganz bequem vom Nachbargrundstück rauf und er fällt da ständig runter oder springt mir in den Nacken. Nee Katzen auf dem Dach, bei aller Liebe, das käme für mich nie in Frage.
Übrigens hocken meine Freigänger sehr gerne am Fenster und schauen was draußen los ist, egal bei welchem Wetter.
Katzen sind bei geschlossenen Türen sowieso immer auf der falschen Seite.
Ich überlege schon immer, wie ich noch einen sicheren "Höhenort" machen kann - aber ich wohne an einer Durchgangsstrasse, auf der regelmäßig tote Dorfkatzen liegen... und es geht so bequem von Dach runter auf´s Auto von den Vermietern und dann ist da direkt diese Straße.
Aber ich hab zwei schöne Balkone (einen für Chica, einen für meine Bande) und gerade ist aber keiner draußen. Es regnet, bäh! Außerdem ist die Frau daheim, das schreit zumindest für Mimi nach Kuscheln, bzw. schnurrend im 20cm Abstand zu mir da zu liegen.![]()