Hallo!
Ich bin neu im Forum und wüsste gerne, wie sich andere Dosenöffner verhalten würden:
Mein uralter Kater musste vor wenigen Wochen eingeschläfert werden. Der mir noch verbliebene (12 Jahre, noch nie krank gewesen) wird immer ruhiger, was fast zu befürchten war, weshalb ich zeitig die Suche nach einem neuen Kumpel aufgenommen habe.
Nachdem ich wieder gerne einem älteren und/oder kranken Tier helfen möchte, bin ich in einem TH auf einen Kater im passenden Alter, allerdings mit chron. Durchfall, gestoßen. Der Durchfall schreckt mich eigentlich nicht ab, da ich den meines verstorbenen Katers auch sehr gut in den Griff bekommen hatte. Inzwischen weiß ich allerdings, daß die Diagnose auf "IBD" lautet. Selbst das hält mich nicht wirklich ab, auch wenn ich mich inzwischen frage, ob ich (evtl. in Ermangelung sämtlicher Infos durch das TH) nicht doch ein wenig naiv an die Sache ´rangehe.
Im TH grassieren momentan Giardien. Der Kater lebt mit zwei anderen in einem "Gehege", die auch schon behandelt worden sein sollen. Vor der Übergabe sollte er noch einmal getestet werden: Das Ergebnis war positiv, so daß er nun erneut behandelt wird. Meine TA erzählt mir, es müssten mindestens zwei negativ verlaufende Tests über mehrere Wochen erfolgen.
Mein Problem ist nun zum einen, daß mein Kater dringend wieder Gesellschaft mit seinesgleichen benötigt (war nie ein Einzeltier). Zum anderen frage ich mich, ob ich aus dem TH eigentlich je ein völlig giardienfreies Tier bekommen würde. Müsste dafür nicht gewährleistet sein, daß der Kater zwischen Kotprobe und Übergabe an mich in Quarantäne kommt? Wie sollte ich zu Hause sichergehen, daß er nicht doch (wieder) Giardien und nicht "nur" den chron. Durchfall hat? Kann und möchte mir ein gegenseitiges Neu-Anstecken von zwei Katzen nicht leisten.
Kenne mich bislang weder mit Tierheimen, noch Parasiten aus. Wäre also toll, wenn hier jemand einen Ratschlag hätte. Danke!
Erstmal herzlich Willkommen im Forum.
Zu deiner Frage kann ich leider nix sagen. Aber an Quarantäne hätte ich jetzt auch gedacht. Lässt sich vielleicht schwer im TH einrichten, da sie ja alle im Moment voll sind, wenn man das so hört.
Ich hoffe hier meldet sich noch jemand der deine Frage beantworten kann.
Der chronische Durchfall kann durchaus von den Giardien kommen. Mein Gianni hatte dies auch, als er zu uns kam. Es hat Monate gedauert, bis die Giardien endlich diagnostiziert wurden und er behandelt wurde. Die beiden anderen wurden nicht angesteckt. Jedoch hatten wir viel Arbeit, die komplette Wohnung zu desinfizieren, was nicht mal eben mit ein bisschen Sagrotan getan ist. Wir hatten ein Mittel vom Apotheker bekommen und das dann in den Dampfreinigerbehälter getan und damit Böden, Liegemöglichkeiten usw. gereinigt.
Das Schlimmste jedoch waren die Tabletten, die wir Gianni verabreichen mussten, weil er ein "Rührmichnichtan" ist un sich total gewehrt hat.
Meine 3 sind dann noch mal nach 3 Monaten getestet worden und hatten alle ein negatives Ergebnis und seither ist Ruhe mit Durchfall.
Auch wenn du ihn gerne zu euch holen möchtest. Ich würde die Finger davon lassen. So eine Giardienbehandlung ist langwierig und die Katzen noch lange Ausscheider. Das Risiko, dass sich dein Kater ansteckt ist hoch.
Hast du schon in anderen Tierheimen geschaut oder mal in die Zeitung nachgeschaut, da werden auch ab und an ältere Tiere abgegeben, die wegen Umzug nicht mitgenommen werden können.
Drück dir die Daumen, du wirst die richtige Entscheidung treffen.
Ich fürchte, die Giardien kamen zusätzlich zum chron. Durchfall. Laut Tierarzt lautet die Diagnose auf "IBD", was soviel bedeuten soll wie "ohne Ursache" oder so ähnlich. Jedenfalls haben die sich wohl ein Bein ausgerissen und auch ein eigenes Serum herstellen lassen, was aber auch nicht half.
Abgesehen davon, daß die Giardien-Bekämpfung viel Spaß bereitet, wie Gicoba berichtet, wüsste ich ja gar nicht, wann er sich wieder die Parasiten gefangen hat, weil er ja ständig Durchfall hat. Bei mehreren Katzen ist es häufig so, daß die sich immer wieder gegenseitig anstecken. Meiner neigt außerdem dazu, die Hinterlassenschaften von Artgenossen zu verbuddeln; schon bei chron. Durchfall kann das zu Schmierinfektionen führen, die aber wohl nicht besonders dramatisch sind (ähnlich wie bei uns in südlichen Ländern).
Befürchte auch, daß ich momentan nicht allzu viel Energie aufbringen könnte, mich auch noch um Parasitenangriffe zu kümmern. Habe erst vor drei Wochen den kurzen, aber heftigen Kampf um meinen nierenkranken Schatz verloren, was ein totaler Schlag für mich war (ist).![]()
Ich würde vorschlagen, dass du in einem anderen Tierheim bzw. Zeitungsannoncen nach einem Kumpel suchst. Das ist wahrscheinlich ungefährlicher für deinen Altkater. Vielleicht bietet dir auch diese Seite http://www.maine-coon-hilfe.de/ weiter. Hier sind auch immer Notfelle zu finden.
Hier im Forum gibt es auch ein paar süße Fellchen die ein neues Heim suchen. Angel und Lilly wären halt gleich ein Pärchen...
Unbedingt Finger weg!
Die Giardien kommen nicht zusätzlich zum Durchfall, sondern verursachen den Durchfall.
Ohje das hatte ich hier auch schon. Ein Alptraum.Du musst jeden Tag alle Böden, Flächen, abdampfen auch Sofa, Kratzbäume etc. Sowie das Katzenklo auskochen und neues Streu jeden Tag, auch die Näpfe jeden Tag auskochen und oft dieses Panacur verabreichen.
Ansteckungsgefahr von Tier zu Tier ist defintiv da, Rübe hatte sich angesteckt. Auch von Tier zu Mensch, jedoch hatten wir uns nicht angesteckt. Diese Giardien können auch Panacur-Resistent sein, wenn man Pech hat. Da muss dann Spatrix her. Ich wollte dies mit Giardien kein 2.Mal hier haben. Der tägliche Aufwand ist immens und bei Durchfall kann es passieren das Katze es nicht mehr rechtzeitig aufs Klo schafft.
Jedoch kannst du bei privaten Anzeigen auch nicht sicher sein, ob die Katze Giardien negativ ist.
Und Tiere aus Spanien haben das wohl auch gerne.
Normalerweise wohl schon. Der Kater hat aber, wie beschrieben, ohnehin chron. Durchfall, bekam die Giardien wie ein paar andere Katzen auch und war dann zeitweise g-frei (während der Durchfall geblieben ist). Habe mit dem behandelnden Tierarzt gesprochen. Für mich hatte man ihn noch einmal getestet (den Kater, nicht den Arzt ;-)).
Habe mich inzwischen mit dem Tierheim in Verbindung gesetzt, wo man meine Sorge gut verstanden hat. Das mit den fiesen Parasiten hat sich (hoffentlich) erst einmal erledigt. Lieben Dank für Euren Zuspruch!!
Seit gestern turnt jetzt hier ein offensichtlich putzmunterer Geselle herum. Hat mir zwar nicht gefallen, mich so schnell (um-)entscheiden zu müssen, in dem frequentierten städt. Tierheim wird aber vorrangig "verwaltet" und nach dem Motto agiert "was weg ist, ist weg". Den Kater habe ich entsprechend auch "gekauft wie gesehen" (!!) erworben.
Wir befinden uns jetzt in der spannenden Phase der Anhäherung, wobei ich mir schon ziemlich sicher bin, den "Richtigen" gefunden zu haben.
Na dann wünsche ich dir alles Gute und viel Glück bei der Zusammenführung . Bei mir hat es jedenfalls - nach anfänglichen Rangeleien - immer schnell geklappt.
Auch von mir alles gute, aber denke du hast schon ein gutes Gefühl das er der richtige ist dann wird es auch so sein!
Ach ja und nachträglich auch von mir einsorry ein wenig später aber trotzdem lieb gemeint.
Giardien sind gar nicht sooooo dramatisch, wie oft behauptet wird.
Leider wird aber vielerorts immer noch Panik verbreitet und wenn möglich gleich die Chemiekeule geschwungen. Das ist (i den meisten Fällen) gar nicht nötig.
Giardien sind normal in der Darmflora. Ein gesunder Organismus wird damit locker fertig, der "Befall" hält sich in Grenzen. Erst, wenn das Immunsystem geschwächt ist, kommt es zur explosionsartigen Vermehrung und damit zu Durchfall etc. Von daher macht es mehr Sinn, Ursachenforschung zu betreiben, warum das Tier geschwächt ist, als übetriebene Reinigungs- und Desinfektionsarbeiten durchzuführen. Die häufigste Ursache für verstärkten Ausbruch von Darmparasiten ist Stress. Und der wird durch solche Aktionen eher gefördert. Außerdem wird leider nicht bedacht, daß sich Giardien in warm-feuchtem Klima besonders wohl fühlen und dort hervorragend Vermehren können. Der Dampfreiniger ist da wohl eher kontraproduktiv... Gegen die meisten Desinfektuionsmittel sind Giardien resistent, also bringt auch das eher wenig.
Am Sinnvollsten ist es, zunächst mal den gesamten Gesundheitszustand des Tieres zu überprüfen und zu überlegen, was der Auslöser sein könnte. Bei extrem starkem Befall kann man Panacur verabreichen. Ansonsten ist das Beste - einfach aussitzen... Es regelt sich meist ganz von selbst, wenn der Körper/die Selle gestärkt ist.
Ich hatte durch meine Pflegestelle für Chinchillas schon einige Fälle von Giardienbefallenen Tieren. Das erste Mal habe auch ich den Reinigungs-Marathon durchlaufen und sämtliche Tiere (zu dem Zeitpunkt 20 Tiere) täglich mit Medikamenten vollgepumpt. Das Ganze zog sich über fast 2,5 Monate! Die Fälle, die danach kamen, wurden erstmal nur beobachtet. Alle (!) haben sich nach kurzer Zeit erholt und der Befall hatte sich ganz ohne Medikamente oder Desinfektionsaktionen reguliert. Auch wurden die anderen Tiere nicht angesteckt. Bei Chinchillas wäre aber die Gefahr einer Ansteckung deutlich höher, da sie (wie Kaninchen) ihren Kot fressen...
Hier ein Veto .
Giardien sind keine normalen Besiedler von der Darmflora. Bei Befall ist Panacur oder Spatrix plus Hygiene das A und O. Das sind nämlich hartnäckige Biester.