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Thema: HCM-Hypertrophe Kardiomyopathie

  1. #1
    Nicole
    Sibi-Lady Avatar von Nicole
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    Nicole
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    Idee HCM-Hypertrophe Kardiomyopathie

    Hypertrophe Kardiomyopathie bedeutet, dass der Herzmuskel, speziell die Wand der linken Herzkammer stark verdickt ist. Dadurch ist das Volumen der Herzkammer verringert. Es geht also weniger Blut pro Schlag hinein, das bedeutet, dass weniger Blut in den Körper gepumpt wird als bei einem gesunden Herz. Somit wird der Kreislauf mit weniger Sauertsoff versorgt.
    Folge ist, die Katze wird träger und leistungsunfähiger.
    Da nicht genug Blut in die Herzkammer kann, staut es sich zwangsläufig vor ihr. Es tritt Flüssigkeit aus dem gestauten Blut in die daneben befindliche Lunge. So kommt es zu Atemnot. Die Katze hechelt, in seltenen Fällen hustet sie. Ihre Zunge färbt sich blau.
    Es kann so auch eine Thromboembolie auftteten, das bedeutet, dass sich im Herzen kleine Blutgerinsel bilden und im weiteren Blutkreislauf stecken bleiben können, meistens an der Hauptschlagader , die sich in die Gefässe der Hinterbeine aufzweigt, so kommt es zu schmerzhaften Lähmungen der Hinterbeine und kalten Gliedmassen.
    Ursache dieser Erkrankung liegt nicht immer genetisch vor, sowie es bei der Rasse Maine Coon häufig der Fall ist, es kann auch andere reinrassige Katzen und sogar HAuskatzen betreffen.
    Genauso kann eine Schildrüsenüberfunktion oder zu hoher Blutdruck , der z.B. bei einer Nierenerkrankung auftreten kann, Ursache sein.

    Es gibt Untersuchungen mittels Teste auf genetischer Basis, womit aber nicht sicher HCM ausgeschlossen werden kann.
    Aussagekräftiger und zu empfehlen sind da regelmässige Ultraschalluntersuchungen, die von Fachärzten durchgeführt werden.

  2. #2
    Vermilion
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    Zusaätzlich kann man noch erwähnen, dass es die häufigste Herzerkrankung bei katzen ist. Zudem kann man den Gentest zur Zeit nur bei Maine Coon Katzen und MC-Mischlingen durchführen sowie bei Ragdolls.

  3. #3
    Zampinos
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    Original von Vermilion
    Zusaätzlich kann man noch erwähnen, dass es die häufigste Herzerkrankung bei katzen ist. Zudem kann man den Gentest zur Zeit nur bei Maine Coon Katzen und MC-Mischlingen durchführen sowie bei Ragdolls.
    Und dazu kann man noch sagen, dass über 60 % der im Gentest negativen Tiere (n/n) im Ultraschall positiv sind, das heißt, dass sie eine Hypertrophie haben.

    Auch ist bislang nicht bekannt, welche Auswirkungen ein positiver (rein- oder mischerbig) Gentest hat: Erkrankt die Katze noch oder vererbt sie die HCM?
    Empfohlen wird postitive Katzen, egal ob rein- oder mischerbig, ob im Gentest oder Ultraschall, nicht für die Zucht einzusetzen.

  4. #4
    Funny Coons
    Kratzbaumveteran Avatar von Funny Coons
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    Original von Zampinos

    Und dazu kann man noch sagen, dass über 60 % der im Gentest negativen Tiere (n/n) im Ultraschall positiv sind, das heißt, dass sie eine Hypertrophie haben.
    Wo hast Du das denn her?

    http://www.biofocus.de/data/biofo/de...6_download.pdf

    Es ist übrigens bis heute nicht bewiesen das diese gefundenen Gene HCM auslösen können, Dr. Wess hat eher das Gegenteil herausgefunden (im genannten Link beschrieben). Dr. Kresken hat mir Anfang des Jahres ähnliches erzählt, den Test können wir uns eigentlich sonst wo hinstecken und das Geld hätten wir wohl besser woanders anlegen können.

    Es hilft also nur eins: schallen, schallen und noch mal schallen. Ich bin immer entsetzt wenn mir Liebhaber erzählen die Eltern sind HCM frei getestet wenn man dann nachhackt war es nur der Gentest :-(

    LG
    Tanja

  5. #5
    mrs. steph
    Kitticat-Kenner Avatar von mrs. steph
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    Kann man bei HCM eigentlich irgend etwas tun, dass es der Katze besser geht? Wird ja nicht jede gleich dran sterben oder?

  6. #6
    Funny Coons
    Kratzbaumveteran Avatar von Funny Coons
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    Man kann das Ende nur versuchen hinauszuzögern mit Beta Blocker und ACE Hemmer.

    Hier mal eine gute Infoseite: http://www.pawpeds.com/healthprogrammes/hcm_de.html

    LG
    Tanja

  7. #7
    Zampinos
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    Original von Funny Coons
    Wo hast Du das denn her?
    Hallo Tanja,

    Anfang des Jahres war ich auf einem HCM-Seminar von Dr. Kresken, dort berichtete er das. Zu dem Zeitpunkt waren die Zahlen allerdings noch nicht öffentlich, das scheinen sie immer noch nicht zu sein, zumindestens sagt seine HP nichts darüber, aber dort ist noch ein anderer sehr interessanter Artikel diesbzüglich:

    http://www.kresken.com/aktuelles/sch...008?page=0%2C0


    @ Steph: Unweigerlich wird jede Katze an der primären Form der HCM sterben. Leider gehen viel zu viele Züchter (und auch Liebhaber) davon aus, dass eine HCM bedeutet, Katzen würden einfach tot umfallen. Das ist leider in den seltesten Fällen so, denn die meisten sterben sehr qualvoll...

    Viele Grüße!

    Anke

  8. #8
    mrs. steph
    Kitticat-Kenner Avatar von mrs. steph
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    Hallo Tanja, hallo Anke!

    Vielen Dank für die Infos, ist ja wirklich erschreckend

  9. #9
    Funny Coons
    Kratzbaumveteran Avatar von Funny Coons
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    Tanja
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    Hallo Anke,

    auf der Seite von der Kresken steht das gleiche wie ich hier bereits erwähnt habe. Aber niergendwo steht das 60 % der im Gentest negativen Katzen HCM haben. Man stelle sich das mal vor, das wär ja wahnsinn.

    Laboklin hat mittlerweile eine Grafik auf ihrer Seite wo die Werte der getesteten Katzen prozentual zusammengefasst wurden, dort steht das im Gentest 61,8 % n/n waren, 34,6 % n/hcm und 3,6 hcm/hcm im ersten Gentest. Aber die haben ja keinen Vergleich wieviele davon überhaupt geschallt wurden.

    LG
    Tanja

  10. #10
    Zampinos
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    Original von Funny Coons
    auf der Seite von der Kresken steht das gleiche wie ich hier bereits erwähnt habe. Aber niergendwo steht das 60 % der im Gentest negativen Katzen HCM haben. Man stelle sich das mal vor, das wär ja wahnsinn.
    Sorry, den Link hatte ich jetzt nicht gelesen, ich bin doch auf Arbeit...

    Das Ganze ist ja nur so "Wahnsinn", weil es so viele Züchter gibt, die sich auf den Gentest ausruhen (nicht nur MC-Züchter). Das finde ich Wahnsinn...
    Aber die meisten kennen ihre Linien ja, wissen was drin steckt... etc. pp.

    Aber Du kennst es sicher!

    Zu den 60 %: Ich frage noch mal nach, ob es mittlerweile Veröffentlichungen dazu gibt, ja?
    Diese Seiten des Skriptes hatte er für die Teilnehmer nicht kopiert, er weiss schon warum...

  11. #11
    Funny Coons
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    Hallo Anke,

    ja das ist es ja leider, die meinen sie machen die Gentests und gut ist. Schön wär es wenn es diesen Gentest gäbe, aber den gibt es nicht und wird es auch nie geben, da es zuviele Spontanmutationen etc. gibt.

    Das böse erwachen kommt meistens erst später, aber viele wollen es halt nicht wahr haben.

    Das mit den 60 % kann ich mir echt nicht vorstellen, einige Fälle sind zwar in den letzten Jahren bekannt geworden, aber diese Zahl wär doch zu extrem.

    LG
    Tanja

  12. #12
    Westpark-Nic
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    @Anke,
    war es nicht so, dass 60% der von ihm positiv geschallten Katzen im Gentest negativ waren???

    Das ist ja eine ander Zahl, als zu sagen 60% der n/n-Tiere sind positiv... so hatte ich es jedenfalls verstanden (@all: ich war zusammenmit Anke auf dem Seminar)

    Denn das ist doch genau der Punkt, den Dr. Kresken besonders an den Gen-Tests kritisiert, dass es überhaupt keine Studien, Statistiken usw. über die Penetranz des Gentests gibt. Das heißt, man hat ihn entwickelt und schmeißt die Ergbnisse auf den Markt - ohne dass man dann Untersuchungen dahin gehend anstellt zu überprüfen, wieviele der n/n getesteten Katzen gesund bleiben, bzw. wieviele trotzdem erkranken, oder wieviele der hcm/hcm getesten wirklich erkranken ...

    Ich sehe es genau wie Tanja - Schallen ist das einzige, was wir zu Zeit haben!!

    Grüße,
    Nic

  13. #13
    Zampinos
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    Original von Westpark-Nic
    war es nicht so, dass 60% der von ihm positiv geschallten Katzen im Gentest negativ waren???

    Das ist ja eine ander Zahl, als zu sagen 60% der n/n-Tiere sind positiv... so hatte ich es jedenfalls verstanden
    Du könntest recht haben. Ich habe jetzt noch mal nachgefragt. Ich gebe Bescheid, wenn ich mehr weiss.

  14. #14
    Zampinos
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    Nicole hat in der Tat recht, es wurden die im Ultraschll positiven Tiere per Gentest untersucht, 63 % dieser Tiere waren negativ...
    Leider ist die Studie nicht veröffentlicht worden.

  15. #15
    Elisabeth
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    @all,
    es gibt tatsächlich nur eine Sicherheit, nämlich das Schallen, das hier zu wiederholen heißt, Eulen nach Athen zu tragen.....

    LG, Elisabeth

  16. #16
    Emille
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    Annette
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    Hallo Elisabeth

    da gebe ich dir recht.
    ("Wasser in den Rhein bringen", versteh ich besser )

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