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Hat die Katze bei HCM immer Schmerzen ?

  1. #1
    amöbenlimbo
    Gast

    Hat die Katze bei HCM immer Schmerzen ?

    Hej Ihr Lieben,

    wir haben vor genau 1 Jahr einen Kater hinter dem Haus gefunden der kurz vorm Sterben war. Wir haben ihn zum Doc gebracht. Er schätzt ihn auf ca. 14 Jahre und er wog nur 2,9 KG. Er hat eine Pankreas (die wir aber gut im Griff haben). Es musste ihm viele Zähne gezogen werden und dann hat er noch das ein oder andere Zipperlein was aber auch gut läuft
    mittlerweile. Vor Kurzem wurde festgestellt, dass er wohl auch an HCM leidet. Wir haben Beta Blocker und Entwässerungstabletten bekommen. Allerdings ändert sich sein Zustand dadurch überhaupt nicht. Er war vorher schon immer ziemlich träge und hat viel geschlafen, was wir auf sein Alter und seine schlechte Beweglichkeit (Arthrose) zurückgeführt haben. Als er die Tabletten bekommen hat, hat er sich noch weniger bewegt, kaum noch gegessen und kam teilweise gar nicht mehr hoch und wir dachten mehrfach, dass er jeden Moment stirbt. An der Atem- und Herzfrequenz hat sich auch nach 1 Monat Tabletten nichts geändert. Da es ihm aber deutlich schlechter ging (wir dachten alle 2-3 Tage, dass er stirbt) haben wir die Tabletten weggelassen. Er ist jetzt wieder etwas agiler und frisst und trinkt wieder mehr. Der Beweglichste ist er immer noch nicht aber besser als mit Tabletten . Seit ein paar Tagen wird er allerdings wieder schwächer. Ich möchte einfach nur wissen, ob eine HCM Schmerzen verursacht. Die üblichen Symptome im Endstadium kenne ich. Aber wie ist dass, wenn der Kater halbwegs stabil ist, hat er dann auch Schmerzen oder bekommt er "nur" nicht so gut Luft ? Ich möchte ihn auf keinen Fall leiden lassen aus purem Egoismus. Er hat keine Lähmungserscheinungen und er hechelt auch nicht. Könnt Ihr mir mehr dazu sagen ?


    Liebe Grüße

  2. #1
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    Hast du schon mal in Wie sag ich´s meiner Katze nachgelesen? Eventuell hilft dir das ja bei deinem Problem ;-).

  3. #2
    MarionL
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    Hallo,

    erst einmal herzlich Willkommen hier im Forum.

    Wurde denn die HCM mit einem Farbdoppler bei einen Kardiologen festgestellt, der sich damit auskennt bzw. in einer Klinik? Ein normaler Tierarzt kann mit einem normalen Ultraschallgerät die Erkrankung nicht diagnostizieren. Und nur auf Verdacht Medikamente geben, kann das Gegenteil bewirken.

    Es könnte sich im Fall Eures Katers um eine erworbene HCM handeln, da er, wie Du schreibst, sehr schlechte Zähne hatte. Diese HCM wird im Gegensatz zu der genetischen HCM nicht vererbt, sondern durch verschiedene Erkrankungen ausgelöst.Es muß speziell auf den Stand der Erkrankung Medikamente angepaßt werden. Ebenso ist es wichtig, dass, je ausgeprägter die Erkrankung ist, je öfter ein Herzschall gemacht werden muß.
    Bei uns, da wir 4 HCM-Patienten hatten, lagen entweder ein halbes, anfangs auch ein Jahr dazwischen.

    Katzen, auch gesunde, verschlafen eh einen großen Teil ihres Tages. Und kranke Katzen können ihre Kräfte sehr gut einteilen. Sie schlafen noch etwas mehr und schonen sich dadurch. So jagen unsere Katzen im Freigehege im Rudel und da sind auch die herzkranken Katzen dabei. Allerdings sind dann die Erholungsphasen länger bei ihnen.

    Da Katzen sehr gut Schmerzen verbergen können, ist nicht eindeutig geklärt, ob sie bei der Erkrankung leiden. Auf alle Fälle kommt es aber, bei nicht richtiger Einstellung zu Atemnot oder auch bei Anstrengung. Es ist für uns Menschen schon sehr schlimm, das Gefühl zu haben zu ersticken, wenn man keine Luft bekommt. Für Katzen bzw. für alle Tiere ist es noch sehr viel schlimmer, da sie es ja nicht verstehen, was da vor sich geht.

    Daher ist es eine große Verantwortung der Katzenhalter, mit seinem Tier regelmäßig das Herz und auch die Blutwerte kontrollieren zu lassen. Nur so kann man mit Medikamenten oder eine Behandlung das rechtzeitig oder schnell behandeln.
    Es darf aber auch nicht versäumt werden, Katzen dabei auf andere Krankheiten zu untersuchen, die vielleicht ein ähnliches Erscheinungsbild haben. Gerade bei einem älteren Tier kann es auch andere Krankheiten geben. Abgesehen jetzt von der HCM, die von einem Kardiologen behandelt werden muß, sollte man halbjährlich ein Blutbild machen lassen, zumal er ja auch eine Bauchspeicheldrüsenerkrankung hat bzw. hatte.

    Ich wünsche Deinem Kater alles Gute.

    LG Marion

  4. #3
    amöbenlimbo
    Gast
    Hej,
    die Erkrankung wurde von einem "normalen" TA festgestellt. Es wurde ein Ultraschallbild gefertigt und das Herz schlägt dauerhaft in einem so schnellen Galopprythmus, dass es sogar dem Doc schwer fällt zu zählen. Des Weiteren ist die Atemfrequenz auch im Tiefschlaf sehr schnell. Bei minimaler Bewegung noch schneller. Da wir lange Jahre mit allen Katzen bei ihm in Behandlung sind und er uns immer super geholfen hat glauben wir ihm natürlich. Unser Kater hat eh keine allzugroße Lebenserwartung aufgrund seiner vielfältigen Krankheiten aber wir wollen ihm einfach die Tortur ersparen und immer wieder zu verschiedenen Ärzten zu gehen und etliche Untersuchungen durchführen. (Ums Geld geht es nicht, die Kosten dafür übernehmen wir gerne und problemlos zum Glück). Wir möchten ihn einfach nicht unnötig "quälen". Aber ich will natürlich auch nicht, dass er Schmerzen hat. Daher die Frage.

  5. #4
    MarionL
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    Eine HCM kann mit einem normalen Ultraschallgerät nicht festgestellt werden, auch nicht anhand der Atemfrequenz . Nur mit einem Ultraschallgerät mit Farbdoppler kann man diese Erkrankung sehen. Es könnte sich demnach bei Eurem Kater um jede andere Herzerkrankung handeln, die evtl. mit anderen Medikamenten behandelt werden muß.

    Eine HCM-Untersuchung ist nicht so belastend für eine Katze, da das Tier dafür nicht in Narkose gelegt werden muß. Es wird einmal Blut abgenommen und dann liegt das Tiere einmal auf der rechten und einmal auf der linken Seite. Es wird an Kabel angeschlossen und die ganze Untersuchung dauert beim Schallen noch nicht einmal 10 Minuten. Danach darf das Tier in den Kennel und der Kardiologe wertet die Ergebnisse aus. Die Untersuchung kostet so zwischen 130-180 Euro. Aber nur dann weiß man genau, um welche Herzerkrankung es sich handelt und man kann die entsprechenden Medis geben.

    Wir gehen jetzt schon fast 7 Jahre mit allen unseren Fellnasen zum Herzschall und es ist und war nie eine Quälerei für sie.

  6. #5
    amöbenlimbo
    Gast
    Hej,
    vielen Dank für Deine Rückmeldungen. Hm, wenn man so gar keine Ahnung von HCM hat glaubt man dem Doc natürlich. Dann kann es also gut sein, dass es Altersschwäche oder irgendeine andere Erkrankung ist. Ich dachte immer, dass schon allein dieser Galopprythmus ausschlaggebend ist, weil das ja immer unter der typischen Symptomatik angeführt wird. Das könnte natürlich auch der Grund sein, dass sich gar nichts geändert hat und sogar ins Gegenteil geschlagen ist, dass es ihm schlechter geht. Hmm, da muss ich mit dem Doc noch einmal drüber sprechen. Danke
    Liebe Grüße

  7. #6
    MarionL
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    Hallo,

    ja genau so ist es. Es wäre schon mehr als verwunderlich, wenn er so die Krankheit erkennen kann. Manchmal ähneln sich Symptome verschiedener Krankheiten und dann bedarf es eines Facharztes, der der Sache auf den Grund geht. Auch wir Menschen lassen unsere Herzerkrankungen ja erst bei einem Kardiologen diagnostizieren, der sich damit auskennt.

    Wir haben hier ein Tierarzt-Verzeichnis. Schau einmal nach, ob eine Tierklinik in Deiner Nähe ist, die einen Farbdoppler als Ultraschallgerät und einen Kardiologen haben. In einer Klinik haben sie ganz andere Untersuchungsmöglichkeiten, falls es sich um eine andere Krankheit handelt. Oder schau auf die Internetseite von TÄ, da müßte auch angegeben sein, ob sie zertifiziert für HCM sind.

    Bitte halte uns auf dem Laufenden und berichte, wie es mit Deinem Kater weiter geht. Alles Gute für ihn und ich drücke die Daumen.

    LG Marion

  8. #7
    amöbenlimbo
    Gast
    Super, das ist total lieb von Dir.
    Da mach ich mich gleich mal schlau

    Daaankeschön

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