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Katzenzusammenführung

  1. #1
    Krümelchen92
    Kitticat-Entdecker
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    21.09.2017
    Beiträge
    1

    Katzenzusammenführung

    Hallo liebe Forenmitglieder

    Ich bin neu hier und wollte mal um Ratschläge bitten..

    Wir haben bereits 2 Stubentiger, eine Katze (Dörte) und einen Kater (Fräulein Kater), beide 11 Jahre alt und im Alter von ca. 6 Monaten haben wir die beiden zu uns geholt. Wir haben die beiden von einem Bauernhof, da beide von Geburt an zum Teil blind sind und in der Nähe eine gut befahrene Straße ist, haben wir uns bewusst für die 2 entschieden (die gute Frau besaß noch 8 weitere, "normale" Stubentiger), da wir 1tens: eine kleine Schwäche für die die Schwachen und Kleinen haben und 2tens: wir es nicht mit unseren Gewissen vereinbaren konnten wenn ihnen was passiert wäre aufgrund ihrer Blindheit. Also eingepackt und mitgenommen

    Soweit verstehen sich die beiden gut, sie sind größtenteils ein Po und ein Kopf und kennen nur sich. Dörte bekam auch Kitten (keine Inzucht) und die beiden haben sich auch wirklich rührend um sie gekümmert.

    Mit dem Alter kam allerdings auch die Sturheit, Krankheiten machten nicht Halt vor ihnen und hat auch einen Hang zur Aggression, sprich er geht die Katze manchmal, aber selten, ohne ersichtlichen
    Grund an (nicht spielerisch).

    Nun ist es so, dass mein Freund vor kurzem ausgesetzte Kitten fand. Laut Tierarzt waren sie leicht unterernährt, unterkühlt, voller Flöhe aber sonst kerngesund und schätzungsweise 7 Wochen alt. Sie fressen selbstständig, gehen alleine aufs Kaklo, putzen sich, also alles in allem ein Traum. Nun ist es jedoch so, dass mein Freund (wir wohnen noch jeweils bei unseren Eltern) die Kitten nicht behalten kann da seine Mutter allergisch ist und auch sonst nix mit Tieren anfangen kann, sodass er sie schweren Herzens an erfahrene Katzenhalter abgeben musste. Ein Kitten hat es ihm aber besonders angetan und aufgrund der bei ihm herrschenden Umstände und weil ich seit ich denken kann von Katzen umgeben bin und auch das ein oder andere Jungtier aufgepäppelt habe, habe ich mich entschlossen, das kleine Herzchen bei uns aufzunehmen. Soweit alles in Ordnung.

    Aaaaaber: die großen, alten, haarigen Mitbewohner bereiten mir Sorgen. Das Dörte und Fräulein Kater bereits ein fortgeschritteneres Alter erreicht haben und außer mit sich und ihren Babys sonst mit keiner Katze Kontakt hatten, bin ich bisschen ängstlich was die Zusammenführung betrifft. Die beiden haben ein Herz aus Gold und abgesehen von seinen seltenen Aussetzern, sind die beiden entspannte, liebenswürdige Kameraden, zumal sie ist eine ganz sanfte.
    Nun ist am Montag das kleine Kitten, unser Gary, bei uns eingezogen und ich hab ein wenig Angst wie sich das entwickelt. Gary hat sich schon sehr gut eingelebt, die anderen beiden haben sich an dem Tag komplett zurückgezogen und seit gestern streunen sie wieder vermehrt durch die Wohnung und begutachten den neuen Mitbewohner, so gut es geht aus der Ferne. Allerdings suchen sie auch vermehrt den Kontakt, Gary ist auch ein sehr neugieriger, verspielter und aufmerksamer Kamerad der auch auf sie zugeht. Wenn er schläft dann kommen die beiden alten und beschnuppern ihn neugierig, laufen dann aber wieder in sichere Entfernung. Sobald er wach ist und auf ihre Annäherungsversuche eingeht, geht das große Fauchen los. Gary hat vorhin gespielt, da kam Fräulein Kater und hat ihn erstmal weggetackelt, sobald Gary umherläuft ist der Kater hinter ihm her, in einem Affenzahn und drängt den Kleinen in die Ecke. Es kam auch schon vor, dass er nach Gary geschlagen hat, einmal mit Einsatz der Krallen, die ihr Ziel aber Gott sei Dank verfehlt haben. Dörte hat den Kleinen vorhin auch unter den Küchentisch gedrängt, nach ihm geschlagen und gefaucht. Aber sie suchen immer wieder den Kontakt zu ihm, sowie Gary auch zu ihnen. Nur machen mir diese Attacken Sorgen.

    Ist dieses Verhalten normal und kann das überhaupt was werden? Immerhin liegen da ja rund 11 Jahre Altersunterschied dazwischen und das Verhalten kann ich nicht deuten, so eine Situation gab es bisher ja nicht seit sie bei uns sind.. Alle 3 werden absolut gleich behandelt, jeder erhält seine Streicheleinheiten und Spielstunden. Einerseits scheinen sie ja interessiert zu sein, andererseits wollen sie ihn nicht in ihrer Nähe haben. Wir haben bereits viele Katzen unterschiedlichen Alters zusammengeführt, aber anscheinend hat bei denen die Chemie von Anfang an gestimmt, denn so ein Verhalten haben die damaligen Fellknäuel nie an den Tag gelegt..

    Hat jemand diesbezüglich Erfahrungen oder Tipps? Ich möchte nur, dass es dem Trio gut geht und das sie sich nicht zerfleischen, am allerbesten wäre ja, wenn er als Mitglied akzeptiert wird und sie merken, dass sich nix ändern wird, außer das da jetzt ein neuer Vierbeiner ist.

    Lg, Krümel

  2. #1
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    Ich kann dir den Ratgeber von Gerd empfehlen. Eventuell hilft dir das ja bei deinem Problem.

  3. #2
    MarionL
    Administrator Avatar von MarionL
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    Hallo,

    erst einmal herzlich Willkommen hier im Forum.

    Für eine gelungene Zusammenführung ist es sehr wichtig, dass erwachsene Tiere unbedingt kastriert sein sollten. Sonst kommt es schnell zu Potenzstreitigkeiten. Aber man sollte auch nie den gesundheitlichen Aspekt vergessen, denn unkastrierte Tiere haben einen sehr hohen Streßlevel, dem sie ständig ausgesetzt sind. Auch ist die Gefahr von Entzündungen, Gebärmuttervereiterungen oder sogar Tumorerkrankungen sind nachweislich gerade bei unkastrierten Tieren sehr hoch.

    Warum man in der heutigen Zeit seine Katzen noch Kitten bekommen läßt, obwohl die Tierheime überlaufen, werde ich nie verstehen. Klar sind kleine Kätzchen niedlich, aber dann geht man zur Katzenhilfe oder ins Tierheim und holt sich ein kleines Kätzchen. Also sollten Deine beiden Fellnasen noch unkastriert sein, dann bitte schnellstens, auch im Alter von 11 Jahren, noch nachholen. Kastraten leben wesentlich entspannter und auch gesünder.

    Nun zu Deinem Problem. Es wäre besser gewesen, wenn die Lütten noch bei der Mama geblieben wären und man der Mutter sowie den Kitten gutes Futter angeboten hätte. Denn gerade in der Zeit zwischen der 7./8. Lebenswoche bis zur 12./13. lernen Kitten alles für das Sozialverhalten, was sie für ihr späteres Leben brauchen. Dies fehlt dem kleinen Würmchen natürlich.Auch wenn die Mutter nicht zu sehen war, so hatte sie ihre Jungen sicherlich im Blick. Danach hätte man die Mutterkatze kastriert und die Lütten vermittelt. Schade, dass nicht dieser Weg eingeschlagen wurde. So ist der nächste Wurf bereits vorprogrammiert.

    Es ist normal, dass anfangs mal gefaucht und geknurrt wird. Auch mit der Tatze erzieherische Maßnahmen sind nicht ungewöhnlich. Da sollte sich der Mensch auch nicht einmischen. Allerdings wenn es zu blutigen Auseinandersetzungen kommt, dann mußt Du einschreiten und die Tiere trennen. Laß den Katzen Zeit, sich mit der neuen Situation anzufreunden. Nicht einmischen, nicht ständig hinterher rennen und versuchen, entspannt zu sein. Deine Aufregung, Deine Ängste, ob es klappen könnte zwischen ihnen, überträgt sich auch auf die Katzen. Also tief durchatmen, Kaffee trinken und die Katzen Katzen sein lassen. Bei Katzen geht es manchmal ziemlich rauh zu, das ist aber völlig normal. Da fliegen schon mal Fellfetzen.

    So kleine Samtpfoten sind süss und man kümmert sich besonders um sie. Das weckt Eifersucht. Deine beiden Katzen müssen immer zuerst Futter bekommen, zuerst gestreichelt und auch zuerst begrüßt werden nach einer Abwesenheit. Erst danach kommt der kleine Zwerg.

    Alles Gute für Deine Katzen und halte uns bitte auf dem Laufenden.

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