Hier ein kleiner Leitfaden, was man vor und nach der Kastration beachten sollte.
Vor der Kastra bitte drauf achten, dass die Katze ca. 12 Stunden vorher nichts mehr frisst, trinken darf sie weiterhin.
Nach der Kastra lass sie erstmal halbwegs wach im Kennel werden.
Die meisten Katzen frieren nach der Kastration, weil sie durch die Narkose ihre eigene Körpertemperatur noch nicht regulieren können, daher sollten sie schön warm gehalten werden. Ich habe bei meinen obenauf einen alten Kopfkissenbezug als Zudecke aufgelegt gegen das Frösteln und sie an einem warmen Ort stehen gehabt.
Wenn sie soweit wieder wach sind, können sie prinzipiell raus, aber bitte drauf achten, dass sie sich nicht verletzt, weil es meist in der Natur der Katze liegt, auf einem hohen Posten zu liegen, wo sie alles beobachten können, aber auch vor "Feinden" geschützter schlafen können.
Wenn sie noch recht torkelig ist, sollte man das versuchen zu vermeiden. Wenn sie aber bspw. mit aller Gewalt auf die Couch möchte und sich dort friedlich hinlegt, lass sie einfach schlummern, weil es für auch Stress bedeutet, wenn sie ständig hin und her getragen wird und sich ihren Schlafplatz nicht selbst aussuchen kann.
Zudem regt ein wenig Bewegung auch den Kreislauf mehr an.
Viele Katzen wollen aber auch vorher schon aus dem Kennel, weil sie Panik darin bekommen. Man kann versuchen, sie durch Streicheln und sanftem Zureden etwas zu beruhigen, aber bevor sie sich evtl. durch zu starkem Schaben am Gitter, weil sie bspw. mit den Zähnen im Gitter hängen bleibt, daran verletzt, mach das Türchen auf/raus und/oder leg sie an einen warmen, niedrigen Platz. Manche schlafen auch auf Dosis Bauch oder Beinen weiter, weil sie dadurch wesentlich entspannter sind.
Bitte am Tag der Kastration nichts zu fressen mehr geben. Wenn sie was trinken möchten, ist es auch ok, weil sie dadurch das Narkosemittel eher durch die Nieren ausspülen können.
Am nächsten Tag nach der Kastra dürfen sie ja wieder futtern.
Wenn die Katze brechen muss, weil sie die Narkose vielleicht nicht so gut vertragen hat, bitte drauf achten, dass sie am Erbrochenen nicht erstickt.
Wenn die Katze am nächsten Tag noch sehr schläfrig ist und/oder sich sehr verändert verhält, dann bitte nochmal zum TA, damit er sie sich nochmal anschauen kann.
Da die meisten TÄ die Katzen mit einer innenliegenden Naht und selbstaufllösenden Fäden vernähen, ist ein Fädenziehen nicht nötig, es sei denn, die Wunde würde sich entzünden.
Achte darauf, dass sie nicht an der Wunde rumknabbert und/oder diese sich entzündet (meist durch einen deutlich röteren Rand und evtl. nässen oder Eiteraustritt zu erkennen).
Wenn sie einen Tag später noch kein Pipi gemacht hat, bitte auch den TA kontaktieren, weil dann die Nieren nicht so arbeiten wie sie sollen, genauso wenn die Katze nach drei Tagen noch kein großes Geschäft verrichtet hat.