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durch ein morgendliches Gespräch konnte ich erfahren, dass die Meinung eines Tierarztes ist: gezüchtete Katzen würden nicht so lange leben wie normale Hauskatzen.
Kann man einfach so eine These aufstellen?
Ist das nur die subjektive Meinung eines einzelnen?
Gibt es darüber Zahlen, die das eine oder andere belegen?
Über eine konstruktive Diskussion würde ich mich sehr freuen...
LG
Simone
Dazu müsste man erst mal definieren:
was bedeutet gezüchtet (Rassekatze oder nur durch Mensch verpaart) und was bedeutet Bauernhofkatze (Freigänger mit Wohnort, kastriert ...)?
Aber da fängts auch schon an. Pauschalieren kann man das nicht, weil es einfach zuviele Faktoren gibt, die die Gesundheit von Katzen beeinflussen.
Ich bin auf einem Hof aufgewaschsen und ich kann mich nur an eine Katze erinnern, die älter als 15 Jahre wurde, alle anderen hatten eine durchschnittliche Lebenserwartung von höchstens 6 Jahren, die Kater verschwanden meist nach spätestens zwei Jahren. Gesund waren sie aber alle, es lag eher am Hormonstatus, dass sich die in Gefahr begaben.
Als wir begannen zu kastrieren hat sich das geändert, die Kater blieben natürlich da und wurden älter (im Durchschnitt 8 Jahre). Jetzt lebt dort noch eine meiner Katzen, die ist mittlerweile 10 Jahre alt und fit wie ein Turnschuh.
Wegen der Behauptung mit den gezüchteten Katzen, den Eindruck hatte ich früher auch, denn irgendwer hat mal zwei langhaarige Kater ins Dorf gebracht. Man wusste nicht wem sie gehörten, aber eine unserer Katzen ist voll auf die beiden abgefahren. Wir hatten dann langhaarige Kätzchen, die aber allesamt schlechte Zähne hatten. Die Mutter hatte ein super Gebiss, ihre Kinder ständig Probleme. Dadurch entstand damals mein Eindruck von "verweichlichten" Zuchtkatzen, obwohl ich keine Ahnung hatte, ob die Kater reinrassig waren und was sie waren.
Mittlerweile denke ich aber, dass grundsätzlich einmal die Lebensumstände der Katze ihr Alter beinflussen, wobei natürlich ihre Genetik eine Rolle spielt.
liebe Grüße von Gertraud, Miss Tussnelda, DEM Kater und der bunten Hummel
Hallo,
ich habe ja auch zwei von der Sorte: eine gezüchtete und eine vom "Campingplatz".
Sind die, die sich irgendwo vermehren, gesünder? Weil die Natur nur die stärkeren durchkommen lässt?
Sind die, wo der Mensch "nachhilft" eventuell noch per Hand die Milch gibt, anfälliger?
Bitte nicht falsch verstehen, dadurch dass ich beide "Sorten" von Katzen habe, sitze ich eh in der Mitte der Stühle.
Aber wie sieht es denn jetzt aus?
Was denkt ihr dazu?
Konntet ihr über einen längeren Zeitraum dazu etwas beobachten?
LG
Simone
Hallo
Pauschal kann man das garnicht sagen denn auch Bauernhof katzen sind oft sehr eng "gezogen" weil der Stammkater bis zu 5 Jahre alt werden kann bevor er von jüngeren abgesetzt wird.
Hier in Deutschland gibt es Katzen in den ländlichen Gebieten wo alles miteinander verwandt ist, also so pauschal kann man es nicht sagen.
Gezüchtete Rassekatzen werden in der Regel mehr beachtet und man geht viel öfter damit auch zum Tierarzt als mit Katzen die auf dem Land leben.
Der größte Faktor ist eigentlich das Futter und was für eine Größe ein Tier hat.
Klar eine kleine Hauskatze braucht nicht soviel wie die gleich alte Maine Coon die wesentlich größer ist als ne normale Hauskatze. Wenn man einer Maine Coon von anfang an schlechtes Futter gibt wird sie garantiert nicht alt.
Die meisten "Rassekatzen" die nicht soalt werden sind eigentlich aus Vermehrerhaushalte wo eben nicht darauf geachtet wird das es keine Geschwister sind die verpaart wurden.
Und die findet man dann oft in Tierarzt praxen.
Die Rassekatzen die Probleme mit den Zahnfleisch haben sind oft zu eng verpaart worden, wo aber der Trend schon lange nicht mehr danach geht, nur noch vereinzelt wird unter den "Vereinszüchtern" dies gemacht. Die vielmehr gesunden Rassekatzen sieht ein Tierarzt doch eh nie.
Eben nur wenn ein Züchter auf Gesundheit keine Rücksicht nimmt dann vielleicht aber wie gesagt pauschalieren nee das geht nicht, wo voarllem ja auch nur 10 % der hier in Duetschland lebenden Katzen Rassekatzen sind.
Und ich kann auch Erfahrung sagen das wir einige Maine Coons haben die schon über 25 Jahre alt sind und noch am leben. 2009 haben wir ein unserer ältesten Maine Coon mit 28 Jahren bei Freunden beerdigt.
Alle anderen von uns leben noch. Also so verallgemeinern kann man das nicht.
LG
Witchline
Hmmm...Naja, der TA meint wohl RASSEKATZEN gegenüber "normalen" Katzen. Das sagen viele Leute, dass Rassekatzen empfindlicher sind.
Ich habe Beides gehabt. Mein Hauskater war sehr krank, wurde auch wegen Nierenversagen eingeschläfert. Allerdings ging man auch mit ihm nicht zum TA bis auf die Kastration, er lief draußen rum und bekam billigstes Futter!
Ich war bereits sein 4. Besitzer!
Jetzt ist mein Mischling der Gesündeste hier; er ist im Mai 10 Jahre alt geworden und war noch nie krank, hat fantastische Zähne usw.!
Da sagte mein TA auch letztens, dass halt Mischlinge und Hauskatzen am gesündesten sind! Dagegen ist mein Birmakater die reinste "Baustelle"! Er ist jetzt 8 Jahre alt und hatte mit 2 Jahren schon die Leber kaputt; hat einen supersensiblen Magen-/Darmtrakt (dabei supermäkelig und fummelig mit dem Futtter), Zahnstein usw....
Da ich sowas oft von Birmas höre, denke ich, dass ich auch keine Birma mehr haben möchte! Sie scheinen wirklich empfindlich / anfällig zu sein. Die Birmazüchter mögen mir verzeihen:-).
Ich weiß aber nicht, ob man das direkt verallgemeinern kann mit "Alle Rassekatzen sind anfällig / krank". Ich denke, es kommt auch auf die Rasse / den Genpool usw. an.
Denn fest steht auch, dass die Besitzer von Freiläufern oft nicht mitbekommen, was mit der Katze passiert, nicht zum Tierarzt gehen usw. Ich weiß auch, dass das nicht ALLE sind, aber doch ein Teil. Für meinen Hauskater, den ich übernahm, war ja vorher auch alles zu teuer, gerade mal für die Kastration ging man zum TA....
Kriege ich auch genug mit, wenn ich beim TA sitze, dass sich "OP´s nicht lohnen" und "Kastration zu teuer ist" etc. Auch wenn ich meine Kitten verkaufe, kommen manchmal so Kommentare wie "Die kann man ja nicht rauslassen; die ist ja soooo teuer!" Aber die Hauskatze darf weiter raus...Salopp gesagt, wenn DIE plattgefahren wird, ist ja kein Geld weg!Natürlich gebe ich da kein Kitten hin, alleine wegen der Einstellung.....
Meine Norwegerdamen, da hält sich das im Rahmen. Eine hat gar nichts und eine hat jetzt Probleme mit Dauerrolligkeit. Wenn ich sie jetzt nicht bald decken lasse, werde ich sie für die Zucht verlieren. Die Pille kann ich ihr nicht mehr geben; Kitten will ich aber jetzt noch nicht; man bekommt sie ja eh nicht verkauft!
Was allerdings stimmt: Viele Kitten sterben in Freiheit, wenn sie nicht stark genug sind; man bekommt das ja oft gar nicht mit. Auch werden Freigänger ja oft überfahren / Vergiftet oider verschwinden. Da weiß man ja nicht, was mit ihnen geschah...
Der Züchter hingegen geht hin und päppelt "Kümmerlinge", am besten noch mit Magensonde usw.
Oder kleine Welpchen werden mit Physiotherapie behandelt / im zarten Babyalter schon operiert usw....Wenn man ROBUSTE Tiere möchte, darf man das gar nicht machen, so hart wie´s ist! Man muß sie ihrem Schicksal überlassen.
Denn diese Tiere werden wohl äusserst selten gesund und robust sein, sondern eher anfällig! Und dann heißt es: "Rassekatzen sind anfällig!"
Aber wer kann das schon; zugucken, wie so ein Tierchen stirbt....Die Mütter sind da anders, legen so einen Welpen zur Seite oder fressen ihn auf.
Ich habe auch meinen Kümmerling gepäppelt; oft sind es genau die, an denen man besonders hängt. Aber für die Zucht ist so ein Tier eigentlich nicht geeignet und als Liebhabertier vielleicht mit schwachem Immunsystem ausgestattet und kränklich, wenn man Pech hat.....
Ich glaube eine Hauskatze, die unter den selben Umständen gehalten wird, wie eine Rassekatze, also drinnen, kastriert, gute Ernährung haben dieselbe Lebenserwartung.
Was genetisch für Krankheiten in ihnen stecken ist, denke ich Glück oder Zufall.
Genau wie der eine Mensch z.B. Krebs bekommt ohne jemals geraucht und gesoffen zu haben, und der andere nicht.
Fährt ein Mercedes länger als ein Ford?
Schmeckt Aldi schlechter als Delikatesse?
Man kann Glück oder Pech haben, genau wie manche Menschen nie "was haben" und manche immer alles.
Auf die Sichtweise kommt es an...
Das ist mal so u mal so:
Fangen wir mal mit den Widkatzen(den echten Felis silvestris silvestris an),
den Alten ,den ich hier kannte,wurde sage u schreibe 18 Jahre alt.
Das ist aber wirklich die Ausnahme,im allgemeinen kann man von Glück sagen,wenn aus den Würfen von einer Mutterkatze
eins den Winter überlebt u.im Durchschnitt ist bei denen schon 8-10 JAHRE viel.
Sie leiden nicht unter der Kälte sondern unter der Nässe.
Normale EHK,also Hauskatzen,wo alles kunterbunt durcheinander läuft,kann man als Durchschnitt mit 7-10 Jahren angeben.
Nun zu den gezüchteten Rassekatzen,die erreichen in der Regel ein Durchschnittsalter von 15-17 Jahren,
wobei man sagen muss -Rassekatze ist nicht gleich Rassekatze,meine nicht die verschiedenen Arten, sondern die Aufzucht.
Ein Schwarzzüchter o.Vermehrer schaut nur auf die Menge die er vermarkten kann,ein seriöser Züchter auf sein Zuchtziel!
Mal ein Beispiel:
Unser Cäpt'n Flint ,ein cremefarbener Perser von alten Linien ist 25 geworden,war organisch noch in Ordnung,hatte sogar noch alle Zähne, war nur uralt u.senil u.ist einfach eigeschlafen.
Wir wurden mit unserem "Nasenbären" immer auf Ausstellungen ausgelacht,nun gibt es sie aber wieder-"die Nasenbären".
Ausserdem hat sich unser TA letztens nach unserem ehemaligen MC Deckkater Hemingway u.nach der Türkisch Angora Flöckchen erkundigt,dachte die gäbe es nicht mehr.
Weit gefehlt,die erfreuen sich noch alle bester Gesundheit, nur schleppe ich sie nun nicht mehr in die Praxis ,denke mit weit über 10 Jahren haben sie Impfschutz für den Rest ihres Lebens u.sonst brauchen sie ihn nicht.
Nun mal zu unseren Hauskatzen,die bekommen die gleiche Fürsorge,Futter u.Imfungen:
Da wäre mal der Bianco zu erwähnen,hatte ihn auch öfters auf Ausstellungen dabei,hatte HCM in hohem Gad u.musste ab 10 Jahren laufend Medikamente bekommen ,wurde dann mit 14 wegen Hautkrebs eingeschläfert..Wobei man sagen muss,gegen Krebs kann man nichts machen aber gegen HCM.
Dann gab es noch Das Wilde Flämmchen,ein Wildfang,hochdotierte Ausstellungskatze,war Gr. Europa CHampion,ist einfach auf meinen Armen mit 10 Jahren eingeschlafen u,nicht mehr aufgewacht.War nicht krank-nur abgelebtwie mir gesagt wurde.
Das könnte ich nun lange fortsetzen,
in über 40 Jahren sind viele gekommen u.auch wieder gegangen,
nur kann ich sagen,in der Regel sind 10 Jahre VIELfür eine normale Hauskatze.
Zum besseren Verständnis:
Züchten tue ich seit 1997, ,
aber nur alte,seltene Linien keine Extreme!!!!!!!
Vorher hatte ich immer nur verschiedene KATZEN.![]()
Lieber Wilder,
das ist so ein Bericht, den ich mir gewünscht habe. So über lange Jahre Erfahrungen mit diversen Katzen, Katern, Rassen usw.
Das ist für mich auch der Beweis "eigentlich", Rassekatzen leben nicht so lange = Vorurteil. Warum der Tierarzt das auch gesagt haben soll.
Meine wildgefangenen Hauskatzen lebten einmal 17 Jahre (an Altersschwäche gestorben) und Charly unsere Campingkatze, die so zierlich war, dass man sie fast vom Alter her falsch eingeschätzt hat, ist schon 9 und war noch nie krank. Ok, ich gebe zu, sie hatte sich beim rumstromern auf dem Campingplatz mal eine Bindehautentzündung geholt, aber das meine ich nicht mit "krank".
Es kommt halt immer auf die Umstände an, auf die Tiere selber und natürlich ihre Menschen.
LG
Simone
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