Die Freiheit ist grenzenlos schwer

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  1. Gast4406
    64-katze-blumen-colorpoint.jpg Der Tierschutzverein Leverkusen will auf ungewöhnliche Weise die Motivation der Katzenhalter erhöhen, ihre Tiere kastrieren zu lassen. Wer sein Tier jetzt kastrieren lässt, bekommt eine Wochenration Futter geschenkt.
    Es werden immer mehr. Die Zahl der im Stadtgebiet ausgesetzten, herrenlosen und verwilderten Katzen hat weiter zugenommen, klagt denn auch der Tierschutzverein Leverkusen - und das, obwohl es seit Anfang dieses Jahres eine Kastrationspflicht für freilaufende Katzen gibt. Auf ungewöhnliche Art will nun der Tierschutzverein die Motivation der Katzenhalter erhöhen, ihre Tiere kastrieren zu lassen. Ab sofort erhält deshalb jeder, der seine Katze oder seinen Kater kastrieren und registrieren lässt, als Dankeschön eine Futterspende, die er sich im Tierheim, Reuschenberger Straße 100 in Opladen, abholen kann.

    Die Tragetasche mit einer Wochenration Futter gibt es allerdings nur, wenn folgende Bedingungen erfüllt werden: Angabe von Namen und Adresse (Wohnsitz in Leverkusen) durch Vorlage des Personalausweises; Vorlage der tierärztlichen Rechnung; Nachweis, dass die Katze oder der Kater gechipt und beim Haustierregister des Deutschen Tierschutzbundes oder bei "Tasso" gemeldet ist, persönliches Erscheinen im Tierheim. Die Angaben werden - ausschließlich zum Schutz gegen Missbrauch - in einer Liste festgehalten und nicht an Dritte weitergegeben, verspricht der Vereinsvorsitzende Gerd Kortschlag.

    Zahl der Katzenfunde steigt
    Zur Erinnerung: Der Rat hat auf Bestreben des Tierschutzvereins im Februar 2011 beschlossen, dass freilaufende Katzen grundsätzlich kastriert werden müssen. In der "Ordnungsbehördlichen Verordnung" der Stadt heißt es nun also: "Katzenhalter, die ihrer Katze Zugang ins Freie gewähren, haben diese zuvor von einem Tierarzt kastrieren und mittels Tätowierung oder Mikrochip kennzeichnen zu lassen. Dies gilt nicht für weniger als fünf Monate alte Katzen. Für die Zucht von Rassekatzen können auf Antrag Ausnahmen von der Kastrationspflicht zugelassen werden, sofern eine Kontrolle und Versorgung der Nachzucht glaubhaft dargelegt wird." Wer sich nicht daran hält, begeht eine Ordnungswidrigkeit und kann mit einem Bußgeld belegt werden.

    Der Grund für dieses strenge Vorgehen: Die Zahl von Fundkatzen steigt stetig an. Das Tierheim ist voll. Und überall im Stadtgebiet gibt es Stellen, wo Gruppen von unversorgten Tieren ihr Leben "in Freiheit" fristen und sich weiter vermehren. Diese Katzen hungern, frieren, leiden an Parasiten und Mangelernährung, was in den meisten Fällen zu Siechtum und qualvollem Tod führt. Und gerade die Tierfreunde, die sich aufopferungsvoll um solche wildlebenden Hauskatzen kümmern (sie einfangen, vom Tierarzt versorgen und kastrieren lassen, dann wieder aussetzen und füttern), haben für diese Kastrationspflicht plädiert.

    Quelle
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