Oh wei - Katzen-Kastration hat teures Nachspiel

Schlagworte:
  1. Gast4406
    tiera-sch.jpg "Wir haben mit der Aktion den Tierärzten nichts weggenommen."

    Die Aktion sollte ein Pilotprojekt für ganz Deutschland werden, jetzt ist sie für die Tierschutz-Vereine in der Region ein ziemliches Fiasko geworden:

    30 Katzen hatten die Vereine Demmin und Malchin im vergangenen Herbst während einer gemeinsamen Aktion im Tierheim Neukalen kastrieren lassen (der Nordkurier berichtete). Für die Tierärztin hat die Operationen jetzt ein teures Nachspiel. 2000 Euro hat die Landestierärztekammer MV der Veterinärmedizinerin aus Schleswig-Holstein als Strafe "aufgebrummt". Grund: Der Deutsche Tierschutzbund, der diese Kastrationsaktion initiierte und finanzierte, hatte die Operationen nicht nach der bundesweit geltenden Gebührenordnung entlohnt. Rund 90 Euro kostet die Kastration einer Samtpfote. Der Tierschutzbund habe der Veterinärmedizinerin weniger gezahlt, das habe die Überprüfung ergeben, bestätigt der Präsident der Landestierärztekammer, Dr. Rolf Pietschke.

    "Eine elende Sauerei", macht die Vorsitzende des Demminer Tierschutzvereins, Kerstin Lenz, ihrem Ärger über die "Bestrafung" der Ärztin Luft. "Wir haben mit der Aktion den Tierärzten doch nichts weggenommen." Sie habe denEindruck, dass es nur ums pure Geld gehe, und gar nicht mehr darum, Tierelend zu verhindern. Zwar habe es im Frühjahr noch eine zweite Kastrationsaktion des Demminer Vereins gegeben - diesmal mit der vorgeschriebenen Entlohnung - doch das könne sich der Verein jetzt nicht mehr leisten.

    Es sei unverständlich, dass die Tierärztekammer dem Tierschutzbund und der Ärztin Knüppel zwischen die Beine werfe, meinen die Tierschützer.

    Rolf Pietschke beruft sich auf die gesetzlichen Bestimmungen. "Tierarztpraxen sind Wirtschaftsunternehmen. Wir sind beauftragt, auf die Richtigkeit der Abrechnungen zu achten. Über Verstöße können wir nicht einfach hinwegsehen. Dem Tierschutzbund werfen wir vor, dass er nicht nach den geltenden Kriterien gehandelt und auch nicht im Vorfeld mit uns nach Lösungen gesucht hat", so Pietschke. Grundsätzlich begrüße die Tierärztekammer die Kastrationsaktionen sehr.

    "Wir hatten im Januar 2010 mit der Bundestierärztekammer gesprochen, dort wollte man sich an die Landestierärztekammer wenden. Aber wir haben nichts mehr gehört", sagt dagegen Thomas Schröder, Geschäftsführer des Tierschutzbundes.

    Die Tierärztekammer hat laut Kerstin Lenz auch gleich festgelegt, wer die 2000 Euro Strafgeld bekommt. 1000 Euro würden demnach an den Tierschutzverein Altentreptow gehen, weil die Tierärztin bei der Kastrationsaktion festgestellt hatte, dass dort das Katzenelend besonders groß sei. Die anderen 1000 Euro erhält der Verein in Rostock.

    Quelle
  • Über uns

    Seit 2007 tauschen in diesem Katzen Forum, Anfänger wie auch Experten, Erfahrungen rund um das Thema Katzen aus. Tausende hilfreiche und nützliche Themen und Tipps zum Katzenverhalten, Katzenerziehung, Katzenfutter und Katzenkrankheiten werden in den unterschiedlichen Bereichen diskutiert. Der Tierschutz bildet jedoch den deutlichen Mittelpunkt in unserer Community.
  • Unterstütze uns

    Du kannst uns einfach unterstützen, indem du, bevor du deine Einkäufe bei Amazon tätigst, auf folgenden Button klickst. Darüber erhalten wir eine Umsatzbeteiligung von 5%. Das tut nicht weh und kostet auch keine Zeit.
    Vielen Dank!

    Amazon
  1. Diese Seite verwendet Cookies, um Inhalte zu personalisieren, diese deiner Erfahrung anzupassen und dich nach der Registrierung angemeldet zu halten.
    Wenn du dich weiterhin auf dieser Seite aufhältst, akzeptierst du unseren Einsatz von Cookies.
    Information ausblenden