Paarungsstopp für Bubiker Katzen

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  1. Gast4406
    100_39432002-01-15 04-33-39 - 100_3943bibbi100_3943.JPG Um eine unkontrollierte Vermehrung zu verhindern, kastriert die Tierschutzorganisation Vier Pfoten auf einem Hof in Bubikon am nächsten Montag zehn bis fünfzehn Streunerkatzen.
    Wer in Bubikon in der Nähe des Ritterhauses eine Katze hält und nicht will, dass sie versehentlich kastriert wird, soll sie am kommenden Montag besser nicht aus dem Haus lassen. Die Tierschutzorganisation Vier Pfoten führt nämlich eine grösser angelegte Kastrationsaktion an Streunerkatzen durch. Das passiert rund um einen Hof in der Nähe des Bubiker Ritterhauses, auf dem sich gemäss einer Medienmitteilung von Vier Pfoten in letzter Zeit Katzen unkontrolliert vermehrt haben.
    [h=3]Zehn Katzen - nicht mehr[/h]
    Bea Romer, die auf dem Hof wohnt, hat die Tierschutzorganisation um Hilfe gebeten. Sie ist im Frühling zu ihrem Mann auf den Hof gezogen und kümmert sich seither um die Katzen: Sie füttert sie, entwurmt sie und richtete ihnen in der Scheune ein warmes Schlafplätzchen ein. «Rund um diesen Hof hatte es schon immer zwischen zehn und zwanzig Katzen. Aktuell leben hier zehn Katzen, und dabei soll es auch bleiben. Sie sollen sich nicht wieder so stark vermehren», sagt Bea Romer.
    [h=3]80 bis 180 Franken pro Katze[/h]
    Das lässt sich aber nur verhindern, wenn man alle Katzen - Männlein wie Weiblein - kastriert respektive sterilisiert. Ein teures Unterfangen, das pro Tier zwischen 80 bis 180 Franken kostet, je nachdem, ob man die Katze noch impfen oder wegen Krankheit behandeln muss. Dank Vier Pfoten bezahlt Bea Romer nur einen Drittel der Kosten, ein weiteres Drittel übernimmt der Tierarzt Peter Hofer, der die Katzen kastriert. Den Rest trägt die Tierschutzorganisation.

    «Es gehört zu unserer Pflicht, die Streuner zu kastrieren», erklärt Corinne Geiser, Mitarbeiterin von Vier Pfoten, denn Streunerkatzen machen mehrere Probleme. Einerseits raubt der Lärm, den die Katzen während der Paarung und ihrer Revierkämpfe verursachen, den Anwohnern den Schlaf. «Andererseits markieren Kater in der Paarungszeit stärker - das stinkt grauenhaft», so Geiser.

    Ein weiteres Problem sei, dass Streunerkatzen Träger von Parasiten und Krankheiten sind und die Hauskatzen anstecken. «Auch wenn es viele Beispiele von verantwortungsvollen Bauern gibt, kommt es leider immer noch vor, dass auf manchen Höfen die lästig gewordenen Katzen auf unschöne Art entsorgt, etwa ertränkt oder erschlagen werden», sagt Geiser.


    Deshalb sei die einzige tiergerechte und faire Lösung, die Katzen zu kastrieren und gleichzeitig medizinisch zu versorgen. Und so rückt Corinne Geiser am Montag zum Hof von Bea Romer aus. Im Gepäck hat sie Fallen, mit denen sie die Katzen einfangen will. Diese werden gut getarnt und mit Futter bestückt. «Dann ist viel Geduld angesagt», weiss Geiser aus Erfahrung.
    [h=3]Flyer warnen Nachbarn[/h]
    Damit die Katzen möglichst zahlreich in die Fallen tappen, ist die Nachbarschaft mittels Flyer angewiesen worden, Streunerkatzen einige Tage vorher nicht zu füttern. Und die Katzenbesitzer wurden gleichzeitig angehalten, ihre Vierbeiner am Montag zu beaufsichtigen oder mit einem Halsband zu kennzeichnen, damit sie nicht versehentlich eingefangen und kastriert werden. Gemäss Vier Pfoten gibt es in der Schweiz 60'000 Streunerkatzen. Die Tierschutzorganisation führt seit acht Jahren Kastrationsaktionen durch. «In dieser Zeit haben wir 1000 Katzen kastriert», so Geiser.


    Quelle
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