Tierschützerin plädiert für Kastration

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  1. Gast4406
    2042.jpg Am Montag ist der internationale Tag der Katze - Eine 65-Jährige widmet ihr Leben den Samtpfoten

    Katzen, die verletzt oder verwildert aufgefunden werden, finden oft bei Tierschützerin Brigitte Jakobi in Lichtenstein ein vorübergehendes neues Zuhause - zumindest so lange, bis sie wieder gesund sind und in eine neue Familie vermittelt werden.

    Zurzeit ist es die "Kleine", eine der norwegischen Wildkatze ähnelnde Samtpfote, die in Gersdorf gefunden worden ist und nun von Brigitte Jakobi aufgepäppelt wird. War der Tierarzt beim ersten Besuch noch erschrocken, was für ein Tier ihm die Lichtensteinerin diesmal vorbeibringt, so zeigte er sich beim zweiten Besuch bereits richtig zufrieden. Jakobi hatte der Katze eine kuschelige Box eingerichtet und das langhaarige wuschelige Kätzchen mit weißen Pfötchen und weißem Latz erst einmal in Ruhe gelassen. Das hat offenbar geholfen. Zum Glück war es ein "sauberes Mädchen", wie es die Lichtensteinerin sagt. Gemeint ist, dass die "Kleine" das Katzenklo benutzt hat. Nach drei Tagen versuchte Brigitte Jakobi, die in ein Handtuch eingewickelte scheue "Kleine" für ein paar Minuten zu streicheln. Langsam gewöhnten sich die beiden aneinander. Am vierten Tag war das schlimmste geschafft und Brigitte Jakobi atmete auf, denn sie weiß: "Wenn eine Katze anfängt zu schnurren, ist sie total entspannt und zufrieden." Das hat schließlich auch der Tierarzt bemerkt, der erst einmal die dringend nötige Impfung verabreichte.

    Etwas schüchtern ist die Katze immer noch und ihren eigenen Dickkopf hat sie auch, aber mit ihren tierischen Kumpels verträgt sie sich gut. Denn die "Kleine" ist nicht die einzige Katze, der es bei Brigitte Jakobi gut geht. Sieben Katzen zur Pflege sowie die Familienlieblinge Teddy, Mäuselchen und Donna fühlen sich derzeit in kuscheligen Körbchen, auf Kratzbäumen und mit Vollpension wohl. Seit 16 Jahren nimmt die 65-Jährige, die sich vehement für einen Kastrations-Beschluss einsetzt, ehrenamtlich Katzen auf Zeit bei sich zu Hause auf. Und sie lässt sie natürlich auch alle kastrieren. "Würden das mehr Katzenbesitzer tun, gäbe es nicht so viel Elend und es könnte viel Geld gespart werden", ist sie überzeugt.

    Denn die resolute Frau kennt viele Schicksale. So erzählt sie von Katzenmüttern, die mit ihren Babys eine Bleibe in Schuppen oder Gartenlauben suchen und dann ausgesetzt werden. Wütend wird Brigitte Jakobi, wenn sie von Tierquälerei berichtet, und leid tut es ihr für alte Menschen, die ins Heim müssen und das geliebte Tier nicht mitnehmen können. Und sie erzählt von einer jungen Frau, die ins Frauenhaus flüchten musste, aber keine Betreuung für ihren Rassekater hatte.

    Im vergangenen Jahr fanden bei Brigitte Jakobi etwa 40 Vierbei- ner vorrübergehend Unterschlupf. Wenngleich es manchmal für sie nicht einfach ist die Katzen wieder abzugeben, bleibt das oberste Ziel der Katzenfreundin, die Samtpfoten möglichst schnell in gute Hände zu vermitteln. Dabei achtet sie sehr darauf, wohin und zu wem die Tiere kommen. Meist bringt sie die Katzen selbst in ihr neues Heim. Als Service bekommen die neuen Katzeneltern Informationsmaterial. Nicht immer ist die Lichtensteinerin zufrieden mit dem, was sie sieht. "Ich habe schon Katzen wieder mit nach Hause genommen oder sie später wieder abgeholt."

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