Wenn Katzen aufs Personalklo ziehen müssen

Schlagworte:
  1. Gast4406
    lrg-2822-schwarze-katze-garten.jpg Eine weiße Katze mit grauem Rücken und glänzendem Fell schmiegt sich an das Gitter im Katzenhaus. Sie ist eins von mehr als 200 Tieren, die seit August auf der Katzenstation im Tierheim Osnabrück-Atter abgegeben wurden. Nur wenige konnten bislang vermittelt werden. Es herrscht Ausnahmezustand. "Normalerweise haben wir Platz für 70 bis 80 Katzen", erklärt Tierpflegerin Birgit Schomaker. "Aber jetzt müssen wir stapeln. Wir haben schon auf dem Personalklo eine, im Keller drei. Heute kommen noch zwei rein, bei denen wir noch nicht wissen, wohin damit."

    Grüne zweifeln an Legalität Ein beißender Geruch liegt in der Luft. Die Grünen im Kreistag hatten kritisiert, dass bei den Zuständen im Tierheim unmöglich die gesetzlichen Vorgaben eingehalten werden könnten. Sie forderten deshalb eine erneute Überprüfung des Tierheimes durch den beim Landkreis angesiedelten Veterinärdienst Osnabrück.
    Trotz der Überfüllung seien die Bedingungen im Katzenhaus aber akzeptabel, sagt Günther Fischer, Leiter der Abteilung Tierschutz beim Landkreis. Und letztendlich gebe es keine Alternative. "Wir sind in der Zwickmühle", so Fischer. "Wir können anscheinend nicht mehr Katzen vermitteln, als es im Moment möglich ist. Wir können aber auch keine Katzen, die im Tierheim sind, wieder aussetzen. Und eine früher geübte Methode, überschüssige Katzen einzuschläfern, ist rechtlich nicht mehr möglich - und das wäre auch tierschutzrechtlich sehr fragwürdig."
    Stadt denkt über Kastrationspflicht nach
    Nicht nur der mangelnde Platz macht dem Tierheim Sorgen, sondern auch die Finanzierung des Katzen-Problems: Das Tierheim finanziert sich über Spenden - und über die Gelder der Kommunen: von Neuenkirchen-Vörden bis Bad Rothenfelde, von Westerkappeln bis Belm reicht das Einzugsgebiet. Rund 100 Euro bekommt das Tierheim pro aufgenommene Katze - zu wenig, sagt Tierpflegerin Schomaker. "Jede Katze hier wird geimpft, entwurmt, entfloht. Wenn sie im passenden Alter ist, wird sie kastriert und mit einem Chip versehen." Dafür würden mehr als 100 Euro benötigt. Um das Problem langfristig zu lösen, überlegt die Stadt Osnabrück nun, eine Kastrationspflicht einzuführen.

    Quelle
  • Über uns

    Seit 2007 tauschen in diesem Katzen Forum, Anfänger wie auch Experten, Erfahrungen rund um das Thema Katzen aus. Tausende hilfreiche und nützliche Themen und Tipps zum Katzenverhalten, Katzenerziehung, Katzenfutter und Katzenkrankheiten werden in den unterschiedlichen Bereichen diskutiert. Der Tierschutz bildet jedoch den deutlichen Mittelpunkt in unserer Community.
  • Unterstütze uns

    Du kannst uns einfach unterstützen, indem du, bevor du deine Einkäufe bei Amazon tätigst, auf folgenden Button klickst. Darüber erhalten wir eine Umsatzbeteiligung von 5%. Das tut nicht weh und kostet auch keine Zeit.
    Vielen Dank!

    Amazon
  1. Diese Seite verwendet Cookies, um Inhalte zu personalisieren, diese deiner Erfahrung anzupassen und dich nach der Registrierung angemeldet zu halten.
    Wenn du dich weiterhin auf dieser Seite aufhältst, akzeptierst du unseren Einsatz von Cookies.
    Information ausblenden