2 Katzen, eine möchte nicht raus

Dieses Thema im Forum "Wohnungskatzen und Freigänger" wurde erstellt von Dawanda, 23.04.2017.

  1. #1 23.04.2017
    Dawanda

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    Hallo Menschen und Katzen :)

    Als erstes den Hindergrund:

    Ich habe seit Januar 2017 2 Katzengeschwister vom Tierschutz adoptiert. Sie waren Anfangs sehr scheu, da sie die Kitten einer Streunerkatze sind, die einer Familie zugelaufen ist.
    Sie haben sich nun an uns gewöhnt und eine Bindung aufgebaut und sind sehr schmusig und zutraulich. Sie reagieren top auf ihre Namen und wenn man aufs Bett/Sofa klopft kommen sie auch immer. Nur
    panische Angst vor Fremden haben sie nach wie vor.
    Seit 2 Monaten lassen wir sie nun raus, meist über die Nacht. Klappt alles super.
    Nur der Kater möchte nicht raus. Er ist auch kleiner als seine Schwester(sie ist die Größte aus dem Wurf und er der Kleinste). Generell ist er auch der Ängstlichere und Sie die Mutige und Offene.
    Ich wundere mich dass er sehr ungern rausgeht, da sie bei der Familie nur draußen waren und mit Futter angelockt wurden. Auch mit den 2 Monaten in der Wohnung zur Gewöhnung lief es gut, dafür dass sie immer draußen waren. Jetzt geht nur seine Schwester lange raus und er macht nur kleine Rundgänge und kommt nach kurzer Zeit wieder.

    Jetzt zur Frage:
    Woran liegt das ?
    Leider sind wir nicht immer da und wollen die Katzen lieber immer draußen haben, da es schöner ist :) Katzenklappe können wir nicht installieren, aber auf dem Balkon könnten wir ein Katzenhaus oder so bauen, wenn er schon zurück ist, damit er Dach über dem Kopf hat.
    Wir wollen die beiden zusammen lassen, aber heute wollte er wieder bei uns sein und liegt gerade im Bett und schnurrt zufrieden vor sich hin und ist wie immer am schmusen. Seine Schwester ist unterwegs.

    LG Daria
     
  2. #1 23.04.2017
    Ich kann dir den Ratgeber von Gerd empfehlen. Eventuell hilft dir das ja bei deinem Problem.
     
  3. #2 23.04.2017
    Gast5874

    Gast5874 Gast

    Hallo,

    erst einmal herzlich Willkommen.

    Zuerst eine Frage, sind denn Kater und Kater überhaupt kastriert? Falls nicht, sollte dies unbedingt schnellstens nachgeholt werden, denn sonst könnte es zu ungewolltem Nachwuchs kommen. Aber es besteht auch die Gefahr einer Gebärmutterentzündung, Vereiterung oder es kann auch zum Tumor führen. Daher unbedingt beide Fellnasen kastrieren lassen.

    Wir hatten damals ein Kätzchen von einer Bauernhofkatze adoptiert. Sobald sie in der Wohnung war, wollte sie kein Pfötchen mehr nach draussen setzen. ihre beiden Schwestern aber lieber tagsüber raus und nachts rein. Das sollte man akzeptieren, denn wir hatten uns ja bewußt entschieden, diese Kätzchen zu adoptieren.

    Nicht jede Katze geht gerne raus, das hängt auch vom Charakter ab. So verschieden wie wir Menschen sind, sind auch die Fellnasen. Manche sind lebhaft, andere wieder lieben ihre Kuscheldecken und wollen den ganzen Tag nur schmusen und schlafen. Man kann einfach nicht den Knopf auf Sofa- oder Freigängerkatze stellen. Es sind Lebewesen, die ihre eigenen Bedürfnisse haben.

    Auch sollte man nicht vergessen, dass die Gefahren in der Freiheit sehr viel größer sind. Wir hatten eine Katze in einer ruhigen Dorfstraße durch ein Auto verloren. Aber es kann auch zu Vergiftungen, Tierquälereien usw. kommen, davor sollte man nicht die Augen verschließen. Sondern sich bewußt sein, dass draussen viele Gefahren lauern.

    Es wird Euch wohl nichts anderes übrig bleiben, als auf die Bedürfnisse Eurer Katzen einzugehen, also den Kater in der Wohnung schlafen zu lassen und der Kätzin Freigang zu gewähren.
     
  4. #3 23.04.2017
    kasimir01

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    Hallo Daria,
    ich kann mich Marion nur anschließen. Du schreibst, wir wollen die Katzen lieber draußen haben, weil es schöner ist. Das ist, was Euren Kater betrifft, aber nur Eure Meinung, er findet es offensichtlich drinnen schöner. Ich sehe, ehrlich gesagt, das Problem nicht so ganz. Warum darf euer Kater nicht einfach drin bleiben und Eure Katze geht raus. Er ist der Ängstlichere und ist offensichtlich mit Wohnungshaltung zufrieden. Wir können nun mal unsere Vorstellungen unseren Katzen nicht aufzwingen. Und ist das nicht genau der Grund, weshalb wir Katzen haben, die nun mal ihre ganz eigenen Vorstellungen davon haben, wie ihr Leben abzulaufen hat?
    LG
    Christa
     
  5. #4 23.04.2017
    zvirata

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    Wir haben zwar eine Klappe aber unsere zwei Kater sind oft von morgens bis nachmittags, der eine sogar oft bis am Abend drin. Beide sind dann nachts unterwegs. Im Hochsommer ändert sich das nochmal und sie sind nur draussen, im Winter noch länger drin.
    Finde es daher nicht schlimm wenn er nicht raus will. Villeicht nimmt er das rausgesucht Angebot auch an wenn ihr nachmittags zurück seid und er geknuddelt wurde? Da er entscheiden kann würde ich ihn das auch tun lassen. Die wissen ziemlich genau was sie brauchen.

    Hab hier zb ein Kandidat der nicht so heim konnte Wie er wollte.u.a wegen Berufstätigkeit. Der hatte dann beschlossen hier zu wohnen weil er drin bleiben kann. Daher würde ich niemand raus setzen der nicht mag.
     
  6. #5 23.04.2017
    Dawanda

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    Hallo,
    Die beiden sind natürlich kastriert, geimpft und gechipt. Man will ja net überraschend Katzenbabies haben :D
    Ok, dann muss ich das wohl so hinnehmen.. Tagsüber ist seine Schwester ja dann auch da und er ist nicht so alleine. Und Nachts sind wir da :D Ich bin mit Katzen aufgewachsen und habe das so noch nie erlebt, die Katzen waren zwar schmusig, aber gingen auch sehr gerne raus :) Dann lassen wir ihn raus, wenn wir da sind und die Balkontür offen sein kann, dann kann er nach belieben rein und raus spazieren :) Seine Spaziergänge macht dann schon sehr gerne. Nur nicht so ausgedehnt woe seine Schwester xD
     
  7. #6 23.04.2017
    Gast5934

    Gast5934 Gast

    Hallo Diara, ich kann mich Marion nur anschliessen denn jede Katze ist anders und hat andere Bedürfnisse.
     
  8. #7 23.04.2017
    Gast488

    Gast488 Gast

    Ich habe eigentlich zwei Wohnungskater, aber sie gehen natürlich auch gerne nach draußen, allerdings nur, wenn ich dabei bin.
    Wobei der jüngere Kater noch lieber seine Spaziergänge macht, der ältere Kater sagt sich oft, ey mir geht es doch hier drin gut.
    Also sitzt einer draußen und einer drin, ich habe da noch nie ein Problem gesehen, es ist wie es ist, Katzen haben ihre eigenen Vorstellungen.
     
  9. #8 23.04.2017
    kasimir01

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    Das ist doch eine gute Lösung, Daria. Sie haben nun mal ihren ganz eigenen Kopf, unsere Lieblinge. Als Mensch wird man das, was in den eigensinnigen Köpfen so vor sich geht, wohl nie verstehen können :)
    LG
    Christa
     
  10. #9 23.04.2017
    Jackylein

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    Hallo Dawanda,
    habe seit fast 30 Jahren nur Freigänger: Streuner mit Wohnsitzbedürfnis und Tierheimkatzen mit Freigangsausschreibung, also, nur Abgabe mit Zusicherung von Freigang.
    Nun kam vor fast 5 Monaten ein kleines Mädchen zu uns. Eine etwa 2-jährige Bauernhauskatze, die laut Tierschutz versuchsweise für 6 Wochen in einem Haushalt lebte, dort unter Schränken keinen Bezug fand, scheu blieb. Nach 6 Wochen wurde ihr die Tür geöffnet. TA meinte, dass 6 Wochen "Eingewöhnungszeit" (?) reichen würden.
    Kaum war die Tür offen, verschwand sie für immer.
    Sie lebte dann, laut Tierschutzverein, mindestens über 1 Jahr allein, wurde vom Tierschutzverein entdeckt und mit einer Futterstelle am Leben erhalten.
    Diese scheue Katze, unsere Leni, versorgten wir auch erstmal unter dem Sofa.
    Nach mehreren Wochen lockte ich sie in den Garten: Sie wollte absolut nicht!
    Dabei dachte ich, dass sie nun raussprintet, sich im Rasen und in den Beeten wälzt..., den Vögeln zuhört, alles spannend findet.

    Ich hab mich wie Du gefragt: Weshalb will sie nicht raus in die Sonne, in`s Gras....
    Inzwischen denke ich, dass sie einfach die Ruhe und Sicherheit für sich benötigt hat. Fern von Unsicherheiten, Kälte, Nässe, fremde Geräusche, Angreifer, Hunger, Angst überhaupt.
    Unsere Leni wollte ihr Haus nicht verlieren, ihre Bezugspersonen schon gar nicht.
    Mit ihrer heutigen Sicherheit, stolziert sie gern durch ihren Garten, begrenzt ihr Revier (Gott sei Dank) auch.
    Wir sind froh darüber, dass ihr Revier auf so wenige m² beschränkt ist.
    Sie hat ihren Garten und streift schon mal nach links und rechts zu den Nachbarsgärten.
    Ich schreib Dir das mit so vielen Worten, weil ich inzwischen auch meine, dass nicht alle Katzen, zumindest nicht sofort, einen riesen Freiraum benötigen.

    Mit dem Balkon habt Ihr doch eine super Lösung!

    Wünsche Euch viel Glück!
     
  11. #10 11.03.2019
    katzenliebe20

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    Ich denke mal, dass Katzen ebenso unterschiedlich sind wie wir Menschen auch. Was ich meine ist, dass manche Katzen eben abenteuerlustiger sind und gerne raus wollen und andere eben nicht. Die sind eben ängstlicher und vorsichtiger und wollen nicht so gerne raus. Zudem gibt es sehr gemütliche Katzenexemplare, die einfach gerne chillen. Ich bin der Ansicht, dass man sich halt auf die jeweiligen Charaktere der Tiere einstellen muss. Auch wenn man selber das lieber anders hätte...
     
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