Ab wann ist eine Frühkastration möglich und welche Vor- und Nachteile hat diese?

Dieses Thema im Forum "Kastration" wurde erstellt von Fruppi, 10.06.2016.

  1. #1 10.06.2016
    Zuletzt bearbeitet: 10.06.2016
    Fruppi

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    Hallo,

    wollte auf diesem Wege erfragen ab wann eine Frühkastra bei einem Mädel
    am sinnvoll ist? Meine Züchterin gab mir den Ratschlag Kastrieren statt Sterilisieren bei Katzen ab der 1. Rolligkeit mit ca. 6-7, eher 8 Monaten.

    Welche Vor- und Nachteile hat eine Frühkastration gegenüber einer normalen Kastration?
     
  2. #1 10.06.2016
    Ich kann dir den Ratgeber von Gerd empfehlen. Eventuell hilft dir das ja bei deinem Problem.
     
  3. #2 10.06.2016
    Gast5874

    Gast5874 Gast

    Hallo Florian,

    zu der Frühkastration können Dir sicherlich nachher die Züchter noch eine ausführliche Auskunft geben.
    Viele Züchter lassen die Kitten bereits ab der 14 Woche kastrieren. Nur bei Katern muß man schauen, ob die Hoden auch bereits abgestiegen sind, bei Mädchen ist es gar kein Problem. Der Vorteil ist in meinen Augen, dass sie nach der Narkose wesentlich schneller wieder fit sind. Sie verarbeiten das Narkosemittel besser. Die Bauchfettschicht ist noch nicht so dick und daher ist der Schnitt auch nicht so groß.

    Gerade die Rolligkeit birgt viele Gefahren. Leider besteht immer noch das Ammenmärchen, dass eine Katze einmal gerollt haben sollte. Aber diese Zeit bedeutet großen Stress für die Katze. Es könnte zu einer Dauerrolligkeit kommen, zu Gebärmutterentzündungen, Vereiterungen oder sogar Krebs. Und das ist leider kein Einzelfall.

    In meinen Augen gibt es nur Vorteile, die alle die Gesundheit der Katze betreffen.

    Auf alle Fälle nicht sterilisieren, da die Katze weiter rollig wird. In der heutigen Zeit werden auch Mädchen kastriert. Das sprichst Du dann mit Deinem TA ab. Sollte er es ablehnen, dann suche Dir einen anderen TA.


    Bei unseren Katzen wurden die Eierstöcke und die Gebärmutter entfernt. Bei zwei damaligen Zuchtkatzen erst später mit 1,5 Jahren und 2 Jahren. Sie brauchten etwas länger um wieder fit zu sein und auch die Narbe war größer.

    Auch für das Zusammenleben zwischen den Fellnasen ist eine Kastration besser, da es zu keinen Potenzstreitigkeiten kommt, die Katzen entspannter sind.
     
  4. #3 10.06.2016
    Silviana

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    Ich muss leider zugeben,das ich bei meiner aller ersten Katze:Perserin,dieses Problem hatte.(aus Unwissenheit) Es kam zur Gebärmutterentzündung,war alles vereitert. :( Das ist zwar sehr sehr lange her,doch ich war froh,das sie die Kastra trotz allem so gut überstand.Sie war mehrfach rollig,weil auch mir man damals dieses Ammenmärchen glaubhaft machte. :(
     
  5. #4 10.06.2016
    Gast5934

    Gast5934 Gast

    Hallo Florian, unsere Sissy ( Heilige Birma) wurde von der Züchterin kastriert mit 12 Wochen.
     
  6. #5 10.06.2016
    CzaCza

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    Eine Frühkastration ist es nur, wenn diese VOR dem Eintritt der Geschlechtsreife vorgenommen wird.

    Ich geben meine Kitten an Liebhaber nur frühkastriert ab, was bedeutet, dass der frühestmögliche Zeitpunkt die 11 Lebenswoche ist und ein Mindestgewicht von 1200 g vorhanden ist.

    Ich kenne nur Vorteile. Zum Einen hat der TA, wenn er sich denn daran traut, kein Unterfettgewebe, durch dass er sich durchwühlen muss. Das bedeutet aber auch, dass der Schnitt in die Bauchdecke nur minimal ist, maximal 2 knoten pro Lage. Zum Anderen, da Kitten sowieso noch im Wachstum sind und sich die Zellen noch viel schneller Teilen, verheilt die Wunde auch extrem schnell. Ist wie bei uns Menschen, stell Dir vor ein Kind und ein Erwachsener brechen sich den Arm, beim Kind heilt wegen dem besseren Zellwachtum und -teilung der Bruch viel schneller. Wissenschaftlich ist auch erwiesen, dass Frühkastrierte später keinen Milchdrüsenkrebs entwickeln. Das Risiko, dass eine Katze daran erkrankt, steigt mit zunehmendem Alter und Kastration. Außerdem birgt jede Rolligkeit das Risiko, dass die Katze eine Gebärmuttervereiterung bekommt, denn während der Rolligkeit ist der Gebärmuttermund geöffnet, damit bei einer Deckung die Spermien in die Gebärmutterhörner vordringen und die Eier befruchten können. Diese Zeit ist aber auch ideal für das Eindringen von Bakterien, die im Darm ganz normal vorkommen, jedoch beim Putzen vom After in die Gebärmutter vordringen und sich dort ungehinder vermehren können und so eine Vereiterung verursachen. Ist es eine offene Pyo, dann verliert die Katze irgendwann Eiter. Wenn man das rechtzeitig mitbekommt, kann die Katze durch eine Not-OP in vielen Fällen gerettet werden, ist es aber eine geschlossene Pyo, platzt irgendwann unbemerkt die Gebärmutter und der Sabber läuft in die Bauchhöhle. In diesen Fällen ist die Katze meist durch durch die Bauchfellentzündung zum Tode verurteilt.

    Bei den Lütten wird ebenso die Narkose viel schneller abgebaut. Meine sind bereits rund 6 Stunden nach der OP recht fit und dürfen dann schon mal den ersten Teelöffel Nafu bekommen. Bei den Großen dauert es viel länger, da gab es schon welche, die am nächsten Tag noch bedrömmelt waren.

    Dann gibt es auch Katzen, die mit der Rolligkeit anfangen zu markieren. Viele glauben, nur Kater markieren, diese Annahme ist aber falsch. Auch potente Kätzinnen, gerade wenn sie sehr dominant sind, fangen an zu markieren. In der Regel hören sie nach der Rolligkeit damit wieder auf, aber es gibt eben auch Ausnahmen.

    Viele glauben, ach meine Katze ist ja drin, da reicht es sie nach der ersten Rolligkeit kastrieren zu lassen, doch rollige Katzen sind fix und wir erleben es hier sehr oft, dass es dann heißt, meine Katze ist abgehauen und nun ist sie "dicke". Man sollte den Trieb nicht unterschätzen und Katzen werden dann erfinderisch, vom Versuch durch ein gekipptes Fenster abzuhauen (große Gefahr), bis auf das Lauern hinter der Tür und nur darauf warten, bis diese geöffnet wird, oder man öffnet sie selbst.

    Wenn Du Deine Katze mit 4 bis 5 Monaten vor der ersten Rolligkeit kastriern läßt, bist Du auf der relativ sicheren Seite.

    Übrigens Kastrieren, deswegen, weil dann die Eierstöcke entfernt werden, die für den Zyklus verantwortlich sind. Wenn ein TA nur sterilisieren würde, also nur die Eileiter veröden, abbinden, oder trennen, bleiben die Eierstöcke drin und die Katze würde durch die Hormone regelmäßig rollig werden, mit allem drum und dran. Gerade das soll ja durch die Kastration vermieden werden.
     
  7. #6 11.06.2016
    Fruppi

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    Hallo,

    danke für die Infos. Werde mal TA raussuchen bzw. die Züchterin nach ihrem Fragen und einen Termin ausmachen. Kennt ihr gute TA in und um Gießen oder soll ich direkt in die Tierklinik der Uni Gießen?
     
  8. #7 11.06.2016
    Gast5874

    Gast5874 Gast

    Wir haben hier im Forum ein Tierarzt-Verzeichnis Da sollte sich auch in Deiner Nähe ein kompetenter TA finden lassen, der auch Frühkastrationen durchführt.
     
  9. #8 11.06.2016
    Fruppi

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    Werde mal beim TA aus der Liste sowie der Tierklinik mal vorstellig, wer mir zusagt wird mein TA.

    Werde hier dann weiter berichten.
     
  10. #9 11.06.2016
    Gast5874

    Gast5874 Gast

    Ja, das wäre super.
     
  11. #10 11.06.2016
    CzaCza

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  12. #11 11.06.2016
    Fruppi

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    Sind 20 min mit dem Auto. Kennst du die Ärztin oder hat sonst hier wer Erfahrungen mit ihr?
     
  13. #12 11.06.2016
    Zuletzt bearbeitet: 11.06.2016
    CzaCza

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    Ich kenne sie persönlich, der hübsche rote Katermann
    auf der HP ist aus meinem Wurf von 2010.

    Sie ist total lieb mit allem Getier und sehr kompetent.

    Hat mir selber schon sehr geholfen, zumindest telefonisch
    Da ich leider zu weit weg von ihr wohne.
     
  14. #13 11.06.2016
    Fruppi

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    Dann werde ich dort mal mit Fiby vorstellig.
     
  15. #14 12.06.2016
    Silviana

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    Der Rote ist von Dir,liebe CzaCza;-) Ich habe auch mal gestöbert..;)
    Hübsches Tier.:)
     
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