Auto fahren

Dieses Thema im Forum "Erziehung, Verhalten, Zusammenführung von Katzen, " wurde erstellt von Faustina, 21.02.2018.

  1. #1 21.02.2018
    Faustina

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    Hallo,

    wir waren heute beim Tierarzt zum Impfen.

    Nahele hat eine wahnsinnige Angst im Auto und kackt immer in die Box. Egal, ob wir vorher gefüttert haben oder nicht.
    Er bekommt von uns schon immer Rescue Tropfen, in der Box ist ein Handtuch, das ich einige Nächte bei mir im Bett hatte. Ich stelle seine Box auf den Beifahrersitz, so dass er mich auch sehen kann. Abdecken hat nicht geholfen.
    Es war nie ein Problem, als er noch ständig
    krank war und wir fast monatlich beim Tierarzt waren. Seit er nicht mehr so kränkelt und nur noch zum Impfen hin muss, ist Autofahren für ihn sehr schlimm.

    Adahy hat auch Angst, er zittert total. Ihm würde es sehr helfen, wenn Nahele mit in der Box wäre. Würde ich ja auch machen aber zwei Kater mit Kot eingesaut, will ich auch nicht haben.

    Für Nahele kommt ja noch dazu, dass ich ihn dann erst einmal nach dem Arztbesuch sauber machen muss. Findet er natürlich auch nicht gut und bei den Temperaturen ist das auch nicht das Wahre.

    Es sind beides Freigänger und sie wollen, dann auch erst einmal raus. Nahele muss ich aber drinnen lassen bis er wieder richtig trocken ist.

    Ich hoffe, ihr habt ein paar Tipps, wie wir es Nahele erleichtern können.
    Wenn er in die Box macht, bleibe ich stehen und mache die Box sauber, er muss da nicht drin sitzen bleiben aber er ist halt trotzdem verschmiert, weil er auf dem Kot sitzt.
    Beim Tierarzt ist er dann so ängstlich, dass er sich absolut nicht anfassen lässt. Ich kann ihn zwar etwas beruhigen aber er kratzt, beisst und haut dann immer nach dem Tierarzt. Untersuchen geht nur auf meinem Arm, was zur Folge hat, dass ich dann auch mit eingesaut bin und ich tiefe Kratzspuren in den Schulter habe, weil er die Krallen total reinbohrt.
     
  2. #1 21.02.2018
    Ich kann dir den Ratgeber von Gerd empfehlen. Eventuell hilft dir das ja bei deinem Problem.
     
  3. #2 21.02.2018
    MarionL

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    Hast Du schon es einmal mit einem Hausbesuch versucht? Es gibt mobile Tierarztpraxen und manche "normalen" TÄ machen bei sehr ängstlichen Patienten auch Hausbesuche. Frag doch einmal bei Deinem TA nach. Dann wäre der ganze Streß nicht für die Tiere.
     
  4. #3 21.02.2018
    Faustina

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    Da hilft aber nur beim Impfen, nicht aber wenn wie jetzt in ein paar Monaten eine Narkose ansteht.

    Der Tierarzt würde kommen, allerdings der Chef und der kann so gar nicht mit Katzen. Ich weiß nicht, ob Nahele sich von ihm anfassen lassen würde.
     
  5. #4 21.02.2018
    MarionL

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    Bei einigen mobilen TA-Praxen werden auch kleine OP-Sachen gemacht, wie z.B. Zahnsanierungen. Ist aber nicht überall üblich.

    Die andere Alternative wäre, da es ja nicht zeitnah ist, Du übst mit ihm. Jeden Tag Kennel rein, Belohnung. Das geht dann 1-2 Wochen so. Danach Kenneltür zu und durch die Wohnung tragen, klappt das nach einiger Zeit, Kennel zum Auto tragen usw. Also so eine Art Konditionierung . Gerade da Du so viel Zeit hast, bietet es sich an.
     
  6. #5 21.02.2018
    Faustina

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    Der Kennel ist kein Problem, den kennt er. Steht immer im Wohnzimmer und da liegt er täglich drin. Auch, wenn ich ihn zu machen ist das absolut kein Problem.
    Ich kann ihn aber nur leider zurzeit nicht tragen. Kater und Box sind mir zu schwer.
    Ich werde es aber versuchen. Mehr wie, dass es nichts bringt kann nicht passieren.

    Ich habe schon gefragt. Narkose machen sie nur in der Praxis.
     
  7. #6 21.02.2018
    MarionL

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    Dann würde ich es mit der Konditionierung probieren. Wenn er gerne in den Kennel geht, hast Du ja schon einen großen Schritt nach vorne gemacht.
    Vielleicht hilft Dir Jemand bei den Übungen.
    Aber nicht vergessen, tägliche Gaben von den Rescue-Tropfen über Wochen bringen am Ende nicht mehr den gewünschten Erfolg, da eine Gewöhnung eingetreten ist. Sollte nur ein Notfall-Medikament sein, so, wie es der Name schon sagt.

    Berichte dann mal, ob es geklappt hat. Interessiert sicherlich auch andere User. Wünsche Dir viel Erfolg.
     
  8. #7 21.02.2018
    Faustina

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    Die Tropfen bekommt er nur, wenn wir auch mit dem Auto fahren. Ansonsten gibt es sie natürlich nicht.
    Ja mein Mann muss wohl helfen müssen.
    Dann geht es morgen gleich los. Heute hatte er genug Aufregung
     
  9. #8 21.02.2018
    Uschi

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    Mit Hunden macht man dieses Training, wie Marion es vorgeschlagen hatja auch. Erst nur den Kennel rein ins Auto und nach 1 Minute wieder raus und dann die Zeit steuigern, mit einer erst kurzen Autofahrt, die dann auch langsam gesteigert wird.
    Ich drücke ganz fest die Daumen.
     
  10. #9 21.02.2018
    Faustina

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    Ich werde es einfach versuchen.
     
  11. #10 21.02.2018
    Uschi

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    Wenn Du diese Angst rausbekommen möchtest, mußt Du halt Wege gehen, die etwas langwieriger sind.
     
  12. #11 21.02.2018
    Faustina

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    Ich weiß, ich will ja auch, dass sie die nächsten Jahre ohne Angst im Auto mit fahren.
    Adahy ist schon ohne Box mitgefahren, aber da wollte er es und wurde nicht gezwungen. Für mich geht das aber nicht und ist viel zu gefährlich.
     
  13. #12 21.02.2018
    Uschi

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    Ohne Box geht wirklich nicht, finde ich auch viel zu gefährlich.
     
  14. #13 21.02.2018
    MarionL

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    Passiert etwas ohne Box, wird nicht die Versicherung bezahlen. Katzen können auch in Panik geraten und dann kannst Du sie nicht mehr halten. Daher geht Deine Sicherheit und auch der der Katze immer vor.
     
  15. #14 28.02.2018
    Faustina

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    Er lässt sich in der Box tragen aber nur im Wohnzimmer. Wir trainieren weiter, täglich 2x.
     
  16. #15 01.03.2018
    letitsunshine

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    Da wünsche ich dir viel Erfolg, gib nicht auf am Ende wirst du sicher belohnt
     
  17. #16 01.03.2018
    MarionL

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    Das ist doch schon ein kleiner Fortschritt. Wie Britta schreibt, gib nicht auf.
     
  18. #17 09.03.2018
    Faustina

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    Adahy fährt völlig entspannt 5 Minuten im Auto mit.
    Nahele braucht noch, bei ihm kann ich die Box ins Auto stellen, die Autotür muss aber noch auf bleiben.

    Und jetzt wird es ganz doof. Die Boxen werden mir zu schwer und es klappt auch nur, wenn ich das mache. Trägt mein Mann die Box ist keiner der Kater entspannt. Und das obwohl er auch genauso viel Übt wie ich.
    Wir stellen die Box 4x am Tag ins Auto, einmal am Tag fahren ich mit Adahy, weil er entspannt ist. Bei meinem Mann geht's ins Auto aber die Autotür muss aufbleiben. Mein Mann macht das 2x und ich 2x am Tag. Und die Unterschiede sind Wahnsinn.
    Nahele wird nervös, wenn mein Mann das Haus verlässt.

    Man sieht aber auch die unterschiedlichen Charaktere der Kater. Adahy ist draußen immer total entspannt und völlig cool, lässt sich streicheln und anfassen.
    Nahele ist immer etwas auf der Hut und etwas angespannt und braucht auch bei uns eine Weile, bis er sich anfassen lässt.
    Beide sind Freigänger und gehen gerne raus, zeigen aber völlig unterschiedliche Eigenschaften.

    Im Haus ist Nahele ein Klebekater und Adahy eher auf Distanz.

    Wir arbeiten weiter.
     
  19. #18 09.03.2018
    Uschi

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    Ich denke, dass liegt auch daran, dass Du mehr Zuhause bist als Dein Mann und Dich vielleicht auch mehr um die Kater kümmerst.
    Aber es ist doch schon ein Erfolg zu sehen.
     
  20. #19 09.03.2018
    MarionL

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    Also für die kurze Zeit finde ich die Fortschritte schon enorm. Es sind ja erst gute 2 Wochen die Ihr übt und dann schon diese Ergebnisse, ich finde es toll und hoffe, dass Ihr weiter die Geduld für die Übungen aufbringt.

    Danke für diesen positiven Bericht und ich drücke Euch die Daumen, dass es so weiter gehen wird. Alles Gute für Euch und die Fellnasen. Würde mich über weitere Berichte sehr freuen.
     
  21. #20 09.03.2018
    Faustina

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    Ich vermute, dass Adahy und Nahele uns einfach Vertrauen und sich selbst drauf einlassen. Sie gehen freiwillig in die Box, wenn ich die Tür dran mache. Hauen nicht ab oder bleiben weg.
    Es könnte auch anders laufen. Sie müssten ja nicht daheim sein.
    Es wird aber sicher noch Rückschritte geben.
    Adahy mag das Auto aber eben nicht, wenn er in der Box sitzen muss. Er springt uns oft ins Auto.
    Nahele schaut hin und wieder mal aber er bleibt lieber weg. Deswegen dauerts bei ihm wohl auch etwas länger.

    Wir nehmen uns aber auch Zeit, ich sperre sie nicht in die Box und es geht gleich los. Ich warte erst bis sie sich etwas entspannt haben und so geht's dann Schritt für Schritt Richtung Auto. Werden sie unruhig, geht's einen Schritt zurück. Es geht natürlich immer schneller voran und manchmal auch so gut wie gar nicht.
    Es spielen viele Faktoren mit, ist ein anderes Auto in der Straße, fliegt gerade ein Vogel vorbei, sind andere Leute in der Straße, ....
     
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