Das Für und Wider der Katzenzucht

Dieses Thema im Forum "Katzen züchten" wurde erstellt von Singapura, 10.03.2014.

  1. #1 10.03.2014
    Singapura

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    klingt sehr gut. Es wird häufig so getan, als wären Vereinszüchter gut und Nicht-Vereinszüchter das Gegenteil, das stimmt aber überhaupt nicht. Gesundheit spielt in Katzenvereinen kaum eine Rolle. Inzucht wird auch nicht reguliert. Auf Stammbäume kann man sich nicht verlassen (falsche Daten). Bewertet wird nur die äußere Erscheinung, d.h. inwieweit eine Katze die Merkmale verkörpert, die in den Standards für ihre Rasse stehen. Kitten werden von Vereinen registriert, wenn ihre Eltern registriert sind, egal ob die Eltern (Erb)Krankheiten haben oder nicht.
     
  2. #1 10.03.2014
    Ich kann dir den Ratgeber von Gerd empfehlen. Eventuell hilft dir das ja bei deinem Problem.
     
  3. #2 10.03.2014
    Kittyclaw

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    Das kann ich so nicht stehen lassen.
    Richtig ist, es gibt überall Licht und Schatten, bei Schwarzzüchtern jedoch mehr Schatten. Außerdem geht es nicht nur um die Momentaufnahme. HCM zum Beispiel verebrt sich auch rezessiv, das bedeutet, eine Unauffälligkeit kann täuschen. Entscheident sind da die Linien, wie auffällig die waren oder nicht waren.

    Inzucht wird sehr wohl reguliert! Wer sich nicht an die regeln hält, fliegt raus.
    Jedoch ist es natürlich auch möglich, dass man dann einfach einen eigenen Verein gründet. Vereine unter TICA oder Fife erkennen keine RIEX Stammbäume mehr an, also Stammbäume, die nur durch Rasseanerkennung entstehen, die aber leer sind, weil man die Vorfahren nicht kennt. Das beste also ist, beim Kauf eine Katze, speziell einer Zuchtkatze sich sehr genau zu informieren. Nicht nur nach Optik entscheiden.

    Ich hoffe, Singapura, Du möchtest hier nicht pauschal alle Züchter als Urkundenfälscher beschuldigen? Das wäre es nämlich. In Deutschland wäre so etwas strafbar. Urkundenfälschung und Betrug wäre das dann.

    Du schreibst, nur die Optk entscheidet... Eben das stimmt nicht, sondern ist nur bei der Schwarzzucht möglich. Ein guter Züchter sucht seine Tiere nach Stammbaum und Linie aus, nach Wesen und Charakter, was da vererbt wird. Farbe? ja natürlich? Ich will black-tabby? Dann schaue ich mich um unter Züchtern die das haben und dann wird genau geschaut.

    Eine kranke Katze kann natürlich einen Stammbaum haben! Was spricht denn dagegen? Eine kranke Katze wird aber zur Zucht nicht zugelassen! Das sind zwei verschiedene paar Schuhe.
     
  4. #3 10.03.2014
    Singapura

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    Bei Vereinszüchtern gibt es nicht mehr Licht oder weniger Schatten als bei Nicht-Vereinszüchtern.

    Noch nie gehört:
    ?
    In welchem Verein wird Inzucht reguliert? Wo steht diese Regel genau?

    Übrigens, viele oder die meisten Katzenrassen sind durch Inzucht erst enstanden. Die wissenschaftliche Erkenntnis, dass Inzucht gesundheitsschädlich ist und Erbkrankheiten verursacht, wird von den meisten Züchtern abgestritten und ignoriert. Es wird so getan, als wäre Inzucht kein Problem, als wären nur die richtigen "Linien" entscheidend - was immer "Linie" bedeuten soll, ein wissenschaftlicher Begriff ist das nicht. Organisierte Hundezüchter haben praktisch genau die gleichen Probleme. Unbedingt sehenswert: Pedigree Dogs Exposed (http://www.youtube.com/watch?v=yZMegQH1SPg).
     
  5. #4 10.03.2014
    Kittyclaw

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    Die Paarung zwischen Vollgeschwistern und die Paarung von Katzen, die zehn (10) oder weniger unterschiedliche Vorfahren in drei Generationen aufweisen (es sind zu zählen die Paarungspartner, deren Eltern und Großeltern), ist vor der Deckung beim Zuchtausschuss zu beantragen, und zwar unter Beifügung der fotokopierten Stammbäume der Paarungspartner und unter Angabe des Zuchtziels. Für die Jungtiere einer solchen Verpaarung müssen tierärztliche Gutachten beigebracht werden; Vordrucke sind beim Zuchtausschuss anzufordern. Bei einem anormalen Befund sowie bei nicht genehmigten Verwandtenverpaarungen können Zuchteinschränkungen oder eine Zuchtsperre verhängt werden. Bei nicht genehmigten Verwandtenverpaarungen wird außerdem eine Verweisgebühr erhoben.


    Was bedeutet Linie?
    Eine Blutlinie über mehrere Generationen hinaus und die muss sauber sein, frei von Erberkrankungen. Und ja, das gibt es tatsächlich. Und tatsächlich wachen die großen Zuchtverbände über einen ausreichend großen Genpool. Das ist der Grund, warum Wildfänge bei der Maine Coon in den USA (und nur dort!) eine Rasseanerkennung bekommen können, warum das Zuchtbuch bei der Deutsch Langhaar noch nicht geschlossen ist.

    Inzucht ist sehr wohl schädlich, vor allem dann, wenn Geschwister verpaart werden, oder Mutter mit Sohn, Vater mit Tochter. Obwohl man das in der Natur auch nicht ausschließen kann. Oder glaubst Du allen Ernstes, dass es in Wildpopulationen keine Inzucht gibt? Egal welcher Art?
     
  6. #5 10.03.2014
    Kittyclaw

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    In meinem Verein steht das ganze so:


    [h=1]6 Zucht[/h] 6.1 Deckkater

    6.1.1 Zuchtkaterbesitzer sind verpflichtet, ihren der Allgemeinheit zur Verfügung stehenden Zuchtkater immer unter Kontrolle und in einwandfreiem Zustand zu halten und nur gesunde Zuchtkatzen für eine Paarung anzunehmen.

    6.1.2 Es wird allen Deckkaterbesitzer empfohlen, ihre Tiere vor einer Fremddeckung testen zu lassen.

    6.1.3 Zwischen zwei Deckungen sollte dem Kater eine Pause von mindestens einer Woche gewährt werden.

    6.1.4 Nur gesunde, parasitenfreie, geimpfte und entwurmte Katzen sollten zur Deckung zugelassen werden.

    6.2 Kätzin

    6.2.1 Eine Kätzin darf innerhalb von 12 Monaten nicht mehr als 2 Würfe haben bzw. nicht mehr als 3 Würfe innerhalb von 2 Jahren, für weitere Würfe können u.U. nur nach Absprache mit dem Vorstand Stammbäume ausgestellt werden.

    6.2.2 Zwischen zwei Würfen sollte ein Zeitraum von mindestens 6 Monaten liegen.

    6.2.3 Eine Zuchtkatze darf erstmals in Alter von 10 Monaten zur Deckung zugelassen werden.

    6.2.4 Um Doppeldeckungen zu vermeiden, darf bei einer rolligen Kätzin, während der gesamten Rolligkeit, nur ein Deckkater anwesend sein.

    6.2.5 Alle Würfe müssen Absoluticats e.V. gemeldet werden.

    6.2.6 Der Katzenbesitzer, sollte im Fall einer Fremddeckung, den Zuchtkaterbesitzer so früh wie möglich, jedoch spätestens zur Geburt mitteilen, ob die Deckung erfolgreich war.

    6.3 Kreuzungen zwischen Bruder x Schwester sind nicht zulässig.

    6.4 Eine Halbgeschwisterverpaarung ist nur einmal innerhalb von 3 Generationen erlaubt und muß bei der Zuchtbuchstelle schriftlich beantragt werden. Diese legt den Antrag dem Vorstand zur Genehmigung vor.

    6.5 Eine Rückkreuzung auf ein Elternteil ist nur innerhalb von 3 Generationen zulässig.

    6.6 Kater- und Katzenbesitzer sollten bestrebt sein nur rassegleiche Tiere miteinander zu verpaaren, ausgenommen sind sich ergänzende Rassen.

    6.7 Experimentalzuchten sind nicht gestattet, Inzucht bedarf in jedem Fall schriftlicher Genehmigung von Absoluticats e.V. Kreuzungen verschiedener Rassen sind untersagt, mit Ausnahme anerkannter Rasse- Entwicklungsprogrammen. In diesem Fall muß die Zuchtbuchstelle informiert und um Zustimmung gebeten werden.
     
  7. #6 10.03.2014
    Singapura

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    Eine "saubere" "Blutlinie"? Solche Begriffe werden in der Wissenschaft nicht verwendet.

    Wie??? Große internationale Zuchtverbände sind CFA, TICA und FIFE. Inzucht wird dort nicht geregelt, sondern indirekt gefördert. Bei vielen Katzenrassen ist der Inzuchtkoeffizient deswegen viel zu hoch.

    Dass es in Wildpopulationen keine Inzucht gibt, habe ich nie behauptet.
     
  8. #7 10.03.2014
    CzaCza

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    Wie schön, wenn jemand Neues, sich gleich so Beliebt macht. Dazu fällt mir nur ein, so kann nur Jemand schreiben, der selber in keinem Verein organisiert ist, gell! ;)

    1. Die Inzucht wird von allen Verbänden und der überwiegenden Zahl der freien Vereine über die Zuchtbestimmungen reguliert, denn bei allen Vereinen werden Geschwisterverpaarungen verboten und auch den Rückkreuzungen sind Reglements gesetzt. Kann Jeder in den Zuchtbestimmungen der Verbände und Vereine nachlesen, auch wenn man kein Vereinsmitglied ist.

    2. Die zitierte Erkenntnis ist sachlich falsch wieder gegeben.
    a. Inzucht verursacht keine Erbkrankheiten, sie begünstigt jedoch, dass sich zwei rezessive Allele häufiger am selben Genlokus zusammen finden, denn die meisten Erbkrankheiten sind rezessiv und treten erst in Erscheinung, wenn sie in reinerbiger Form vorliegen.
    b. Durch den Ahnen- und Allelverlust entstehen keine Erbkrankheiten, die einzelnen Individuen können jedoch anfälliger für Krankheiten werden.

    Wenn man schon mit wissenschaftlichen Erkenntnissen um sich schmeisst, dann sollte man sie vorher verstanden haben ;-). Wer lesen kann, ist klar im Vorteil; wer das Gelesene zudem versteht, der ist einen erheblichen Schritt weiter.

    Leider gibt es auch bei Vereinszüchtern Schwarze Schafe, wo die Stammbäume nicht stimmen, keine Frage und das will ich nicht wegdiskutieren, aber das sind gsd die Ausnahmen.

    Zurück zur TEin:
    Welchen Sinn siehst Du persönlich darin, wenn Deine Katze einen Wurf bekommt?

    Aus meiner Sicht:
    Der Rasse dient das nicht, denn ohne Stammbaum ist nicht nur Deine Katze für die Rassekatzenzucht "verloren", sondern auch deren Nachkommen. Kein Vereinszüchter wird damit züchten wollen, denn es kann spätestens bei Deinem Wurf nicht mehr nachvollzogen werden, wer die Ahnen sind.
    Für Züchter ohne Vereinsanbindung wird es da auch schon ab dieser Generation uninteressant, weil sie eben die Rassezugehörigkeit der Eltern ebenfalls nicht mehr belegen können. Überlege bitte genau, ob Du Deine Katze genommen hättest, wenn die Züchterin die Stammbäume der Eltern nicht hätten vorlegen können.
    Ohne Stammbaum ist eine Katze bestenfalls und augenscheinlich eine "Look-a-Like" mit zweifelhafter Abstammung. Davon gibt es aber schon sehr viele, sodass Dein Wurf nichts Besonderes wäre. Und gerade da besteht die große Gefahr, dass Vollbruder mit Vollschwester verpaart werden, weil die Abstammung und Verwandschaft nicht mehr nachvollzogen werden kann und es somit unbewußt zur Inzucht kommt.

    Für die Katze selber birgt eine Deckung, Trächtigkeit und Aufzucht nur Risiken, aber keine Vorteile. Die Katze entscheidet ja nicht frei, wie wir Menschen, ob sie Nachkommen haben möchte oder nicht, sondern ist der hormonellen Steuerung unterworfen, die darauf ausgerichtet ist, soviele Nachkommen wie möglich zu produzieren.
     
  9. #8 10.03.2014
    Zuletzt bearbeitet: 10.03.2014
    Isis

    Isis Katzenflüsterer

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    Ind er Fife wird sehr wohl auf die Inzucht geachtet

    Verwandtenpaarungen: Die Paarung zwischen Vollgeschwistern und die Paarung von Katzen, die zehn (10) oder weniger unterschiedliche Vorfahren in drei Generationen aufweisen (es sind zu zählen die Paarungspartner, deren Eltern und Großeltern), ist vor der Deckung beim Zuchtausschuss zu beantragen, und zwar unter Beifügung der fotokopierten Stammbäume der Paarungspartner und unter Angabe des Zuchtziels. Für die Jungtiere einer solchen Verpaarung müssen tierärztliche Gutachten beigebracht werden; Vordrucke sind beim Zuchtausschuss anzufordern. Bei einem anormalen Befund sowie bei nicht genehmigten Verwandtenverpaarungen können Zuchteinschränkungen oder eine Zuchtsperre verhängt werden. Bei nicht genehmigten Verwandtenverpaarungen wird außerdem eine Verweisgebühr erhoben.

    In meinen Augen willst Du nur einen Freibrief für irgendeinen unüberlegten Wurf oder besser Vermehrung,
    den wirst Du von einem Züchter mit Herz und Verstand nie bekommen
     
  10. #9 10.03.2014
    Kittyclaw

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    Aber in der Katzenzucht. Hier erkennt man deutlich, Du hast überhaupt keine Ahnung wovon Du schreibst



    Das belege mir doch erstmal! Wo hoch der Inzuchtkoeffizient ist, entscheidet die jeweilige Verpaarung. Da immer mehr Verpaarungen gemeldet und online nachvollziehbar sind, kann man bei der Auswahl seiner Zuchttiere schon darauf achten.

    Aber so getan, als wären Züchter am Unheil der Welt schuld.
     
  11. #10 10.03.2014
    christinem

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    Also so ein Blödsinn! Natürlich gibt es unter den Vereinszüchternschwarze Schafe, aber das Ziel sollte doch sein es BESSER zu machen und nicht:pfeif drauf, ist eh egal, die anderen sind ja auch alle schlecht und somit unterwerfeich mich auch nicht den Zuchtrichtlinien eines Vereins sondern mach was ichwill.

    Ein Verein ist natürlich immer nur ein freiwilliger Zusammenschlussvon Gleichgesinnten die sich über bestimmte Richtlinien zur Zucht und Haltungder Katzen einig sind. Das sind Mindestanforderungen.. besser kann mans immermachen.
    Es gibt sehr wohl Vereine die großen Wert auf Gesundheitsvorsogeder Tiere legen, zB. meiner.

    Es gibt für mich kein vernünftiges Argument warum manaußerhalb eines Vereins züchtet wenn man angeblich eh alles 100%ig richtigmacht, außer, man will sich nicht an die Zucht- und Haltungsrichtlinien halten(zB man will mehr als die erlaubten 3 Würfe in 2 Jahren mit einer Katze machen,usw..), oder man hat Liebhabertiere erworben und will mit ihnen „illegal“ vermehren(also Vertragsbruch dem Züchter gegenüber wo man gekauft hat, Liebhabertieresind halt billiger als Zuchttiere).

    Bezüglich der tests: was nützt dir ein HCM Schall bei einem1-jährigen Tier wenn du nichts über die Vorfahren weißt? Ohne Kenntnis über dieLinien ist der Schall bei einem jungen Tier wenig wert, weiß ich aber dass die Generationendavor alle gesund geblieben sind kann ich schon sicherer sein.
    HD: wie beurteilst du ein „gut“ wenn du nichts über dieVorfahren weißt?

    Lg Christine
     
  12. #11 10.03.2014
    Zuletzt bearbeitet: 10.03.2014
    snthari

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    Rein theoretisch könnte man auch ohne Verein und im Alleingang eine gesunde Zucht inkl. Zuchtziel aufbauen. Allerdings braucht man dazu Zuchtanlagen, wie sie hierzulande nicht üblich sind. Wie sonst soll das gehen, dass man über Generationen hinweg die Katzen im Blick behält und dann die besten (auch in Hinblick auf die Gesundheit) Verpaarungen machen kann. Dazu bräuchte man sehr schnell eine große Menge Katzen, die ganz bestimmt nicht in der Wohung zu halten sind. Die andere Möglichkeit ist die, dass man mit anderen, gleichgesinnten Züchtern zusammenarbeitet, so dass die eigene Zahl an Katzen überschaubar bleibt. Dafür braucht man aber eine zentrale Stelle, die die Daten und die Abstammung der Katzen erfasst und allen Züchtern zugänglich macht. Genau das ist der Sinn von Zuchtvereinen. Zuchtbücher sind ganz einfach nötig, schon um nachverfolgen zu können, wo Probleme herkommen können, wenn z.B. plötzlich Erbkrankheiten auftreten. Ohne solche Unterlagen kann kein Mensch nachvollziehen, welche Katzen davon Träger sein könnten. Man hätte nicht einmal einen Anhaltspunkt, wie und ob sich ein gesundheitliches Problem vererbt.

    All das bringt nicht automatisch mit sich, dass Inzucht betrieben wird. Allerdings ist richtig, dass die Genpools bei vielen Rassen relativ klein sind und immer kleiner werden. Das ist naturgemäß der Fall, weil man in jeder Generation auf irgendwelche Merkmale selektiert, wodurch immer Individuen von der Zucht ausgeschlossen werden, so dass mit diesen Gene verloren gehen. Ein Problem wird das dann, wenn einseitig bestimmte äußerliche Merkmale überbewertet und ein Nachlassen der allgemeinen Vitalität, Widerstandskraft und eingeschränkte Körperfunktionen in Kauf genommen werden. Das liegt aber an den Züchtern und ganz bestimmt nicht am System.

    Kein Verein verbietet einem Züchter, neben anderen Zuchtzielen streng auf Gesundheit, Widerstandsfähigkeit und Langlebigkeit zu züchten. Genauso ist es jedem Züchter frei gestellt, die Abstammung seiner Zuchttiere und Nachzucht durch einen genetischen Fingerabdruck nachzuweisen. Damit kann man die Richtigkeit der Eintragungen in den Ahnentafeln eindeutigsicherstellen. Letztendlich kommt es also auf den einzelnen Züchter an, aber ohne Zuchtbücher, die von Vereinen geführt werden, so dass die Abstammung auch noch nach Jahren unabhängig von den jeweiligen Züchtern nachvollziehbar ist, ist eine gezielte Zucht nicht möglich.
     
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