Geschwisterchen für Aimee?

Dieses Thema im Forum "Erziehung, Verhalten, Zusammenführung von Katzen, " wurde erstellt von Circe, 18.12.2017.

  1. #1 18.12.2017
    Circe

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    Gleich mal vornweg, ich weiß, dass diese Thema für viele ein heißes Eisen ist. Weil da Meinungen auseinander gehen können und man auch meistens dazu eine starke Meinung hat. Das ist ja auch gut so, denn wir lieben unsere Samtpfoten. Sonst wären wir ja nicht in einem Forum für Katzen. Übrigens ein sehr angenehmes, friedliches Forum, finde ich.
    Also ich möchte hier keine heißen Diskusionen oder so auslösen, da ich aber ratlos bin, wäre ich um eure Erfahrungen sehr dankbar.


    Was mich zu der Überlegung geführt hat, ist folgende Situation:

    Aimee könnte stundenlang mit mir spielen, sie fordert es richtig ein mit maunzen und zeigt mir sogar, mit was sie spielen möchte. Weil sie so herzig ist, spiele ich auch sehr gerne
    mit ihr. Nur habe ich nicht jeden Tag stundenlang Zeit dafür...
    Wenn ich mal keine Zeit habe, macht sie mir einen traurigen, unzufriedenen oder einsamen Eindruck.
    Zudem kann ich als doofer Mensch leider nicht immer ihre Mimik richtig deuten. Das könnte eine andere Katze deutlich besser.

    Ich hab mit meiner Züchterin telefoniert. Sie hat gemeint, dass es immer schwierig ist, zu beurteilen, was für Aimee besser ist. Man müsste es probieren. Sie würde mir das Angebot machen, vom nächsten Wurf eine charakterlich passende Katze uns zu verkaufen. Wir dürfen 2 Wochen testen wie es mit einer zweiten Katze läuft. Wenn es gar nicht geht, dann nimmt sie die kleine Katze wieder und vermittelt sie erneut.

    Aimee ist nun noch kein Jahr alt und wäre vielleicht flexibler bei einer neuen Katze, wie wenn sie schon Jahre lang allein wäre.


    Warum Aimee (bisher) ein Einzelkind ist:

    Schon als kleines Kitten hat sich Aimee bei der Züchterin oft in den ersten Stock verzogen, um ihre Ruhe zu haben. Sie hat schon mal mit den Geschwistern oder mit den Hunden gespielt, war aber eben auch auffällig oft gern allein. Eben ein kleiner Eigenbrötler. Das hat sie heute auch noch. Da mag sie dann ihre absolute Ruhe haben.
    Zudem war sie unglaublich zaghaft und sanft, ihre etwas ruppigeren Geschwister haben sie da natürlich oft übervorteilt und sie hatte das Nachsehen. Wenns ums Futter ging oder so.
    Daraufhin hat die Züchterin gemeint, Aimee kommt auch gut alleine klar.
    Das hat gut gepasst, weil mein Mann nach wie vor nur eine Katze haben will. Nach wie vor nicht. Das hat schon viele Diskussionen gegeben...

    Nun habe ich aber ein Katzenbuch nach dem anderen gelesen und immer wieder ist der Tenor: Katzen brauchen einen Katzenpartner.
    Momentan lese ich das Buch von John Bradshaw "Die Welt aus Katzensicht.." Der sieht das wieder anders. Er meint, sie sind Einzelgänger...

    Jetzt bin ich ehrlich gesagt verwirrt.

    Was sind denn eure Erfahrungen bei dem Thema Zusammenführung? Hattet ihr auch mal so einen Eigenbrötler, der dennoch ab und an Wert auf Gemeinschaft legt?

    Ich möchte eben Aimees Bedürfnissen gerecht werden. Aber ehrlich gesagt, weiß ich nicht, ob ich ihr damit einen Gefallen tue oder eher sie verstöre. Sie ist mega sensibel...
     
  2. #1 18.12.2017
    Ich kann dir den Ratgeber von Gerd empfehlen. Eventuell hilft dir das ja bei deinem Problem.
     
  3. #2 18.12.2017
    Gast488

    Gast488 Gast

    Also erst einmal sind Katzen keine Einzelgänger, sie wissen durchaus die Gesellschaft von anderen Katzen zu schätzen.
    Die Zusammenführung geht bei dem einen schnell, beim anderen langsamer.
    Martina (Julchen) hat 6 Katzen und sie hatte nie Probleme bei der Zusammenführung.
    Klar ist nicht immer gleich eitel Sonnenschein, aber Katzen klären das untereinander und das kann schon etwas grober sein, Du als Mensch mußt da nur die Ruhe bewahren und nicht dazwischen gehen.
    Aber hier wird geklärt, wer der Herr im Hause ist usw und Kätchen lernt gleich den anderen zu respektieren.
    Ich finde eine Zweitkatze immer gut.
    Nur wie das geplant ist mit zurückgeben, wenn es nicht klappt, bin ich nicht so einverstanden.
    Das Mäuschen gewöhnt sich doch in der kurzen Zeit schon an seine Menschen und wird dann fast zum Wanderpokal.
    Die Kleine wird sich der großen unterordnen, Du darfst nur nicht so ängstlich sein.
    Und immer bedenken, die große Katze hat die älteren Rechte, dass heißt, erst bekommt sie die Streicheleinheiten, auch wenn es noch so schwer fällt, auch Futter stellt man der älteren zuerst hin.
    Und so eine Zusammenführung kann schon mal länger dauern, dass geht nicht von einem Tag zum anderen.
     
  4. #3 18.12.2017
    Gast5874

    Gast5874 Gast

    Hallo Catherine,

    wir hatten einige Jahre auch mal 7 Katzen gleichzeitigund das hatte sehr gut geklappt. Kann Uschi nur zustimmen, Katzen sind keine EInzelgänger, aber es gibt eben die berühmte Ausnahme, auch bei ihnen.

    Bei mehreren Katzen ist es wünschenswert, dass sie vom Charakter ähnlich sind, zumindest dass sich 2 Katzen bei einem größeren Rudel ähneln. Deine Züchterin hat Dir einen sehr interessanten Vorschlag gemacht, den man sich durchaus mal durch den Kopf gehen lassen sollte. Auch Männer können so kleinen Wusels nicht widerstehen, darum sollte er bei einem unverbindlichen Besuch auf alle Fälle dabei sein.:p

    Wir Menschen können uns sehr viel mit den Fellnasen beschäftigen, aber einen vierbeinigen Katzenkumpel angeht, den werden wir nie ersetzen können. Schon alleine dadurch, dass wir nicht kätzisch spielen können. Was nun Deine Aimee, es ist nicht so einfach zu sagen, nimm einen Katzenkumpel dazu. Du kennst sie besser, beobachtest sie ja Tag und Nacht, wie können nur durch Deine Erzählungen uns ein Bild machen.
    Ich bin immer für einen Katzenkumpel, wenn es für das betreffende Kätzchen gut ist.

    Wir hatten damals mit unserer Züchterin auch vereinbart, falls es mit den Zusammenführungen nicht klappt nach einigen Tagen, dass wir dann das Kätzchen wieder zurück geben könnten. Denn ein Zusammenleben unter Kämpfen und großen Streß wäre für alle Beteiligten nur Qual. Daher finde ich den Vorschlag nur fair. Allerdings bin ich der Meinung, dass man schon nach wenigen Tagen sagen kann, dass eine Zusammenführung in ferner Zukunft klapppen könnte. Fauchen und knurren gehört anfangs dazu, aber wenn es nicht zu großen Kämfpen kommt und keine Katze aggressiv reagiert, besteht eine große Chance.

    Und es gibt nichts Schöneres, als wenn man zwei Katzen beobachten kann, wenn sie kuscheln, spielen und auch mal ihre berühmten 5-Minuten gemeinsam austoben. Dein Mann braucht auch keine Angst haben, dass er abgeschrieben ist. Wir werden hier manchmal von unseren inzwischen nur noch 4 Katzen auf einmal belagert.;)
     
  5. #4 18.12.2017
    Gast5934

    Gast5934 Gast

    Hallo Catherine, die Idee mit der 2.ten Katze finde ich sehr gut, denn Katzen spielen eben anders als wir Menschen, meistens entwickel sie auch Muttergefühle, wenn so ein keines Fellchen dazu kommt, und sie übernehmen die Erziehung, was man darf und was nicht, die Option mit der Rückgabe finde ich nicht schlecht.
     
  6. #5 18.12.2017
    Circe

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    Vielen Dank für Eure Tipps.
    Da Aimee sehr fürsorglich ist (wir werden regelmäßig ausführlich von ihr geputzt) meine ich auch, dass sie so einen kleinen grauen Minitiger gleich als Baby annehmen könnte.
    Ich würde ihr das so gönnen. Demnächst lässt meine Züchterin Aimees Mama wieder decken. Dann dauert es wohl so bis Mitte Mai bis es so weit ist, wenn ich mich nicht verrechnet habe...
    65 Tage Tragzeit, dann frühestens mit 12 Wochen das neue Zuhause. Hoffentlich ist im nächsten Wurf wieder so ein kleiner Buddha Kater dabei. Den hat sie ab und an. So ein braver, in sich ruhender, sanfter, gemütlicher Kerl. Das wäre genau das richtige für Aimee. Somit hätte dann auch mein Mann sein Pendant als Kater. :p

    Genug Zeit, meinen Mann zu bearbeiten...
    Im Grunde hat er dann mehr von mir, weil ich nicht mehr Aimee Dauerbespaßen muss. Sie hat dann ihren Spaß mit ihrem Katzenkumpel. Das wäre so mein Plan....


    Das wäre schön, wenn sich recht bald herauskristalliesiert, ob die beiden miteinander klar kommen. Dann ist der eventuelle Abschied für alle weniger schmerzhaft...
     
  7. #6 18.12.2017
    Circe

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    Ach ja, hat schon mal jemand Erfahrungen gemacht, mit so einer eigenbrötlerischen sensiblen Katze und einer Zusammenführung?
     
  8. #7 19.12.2017
    Gast488

    Gast488 Gast

    Die meisten haben ihre Katzen so nach und nach gekauft, bis auf meine Wenigkeit, ich habe gleich beide Kater genommen, kann also nur von den Erfahrungen anderer sprechen.
     
  9. #8 19.12.2017
    Gast5934

    Gast5934 Gast

    Da kann ich nichts dazu sagen
     
  10. #9 19.12.2017
    Gast488

    Gast488 Gast

    Ne ist klar, bei Martina hat alles auf Anhieb geklappt, sie hat so süße Katzen und so soziale.
     
  11. #10 20.12.2017
    Jackylein

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    Unser Oskar war ein Strassenkater.
    Sammi, etwas älter (das genaue Alter können wir bei keinem unserer Zugelaufenen und/oder Tierheimkatzen bestimmen) holte den Oskar zu uns in`s Haus.
    Sammi war ein Sozialer, und Oskar, er lebt noch mit seinen geschätzten 18/19 Jahren, betreute und umsorgte 2 Katzen, die wir aus dem Tierheim holten.

    Es ist trotzdem immer ein Pokerspiel!
    Bei Oskar konnten wir uns fast sicher sein, dass er sich mit anderen Katzen verträgt: Trotz seines Alters und trotz seiner verstorbenen Liebe Jacky.

    Mit der kleinen Leni, die ja so schüchtern ist, versteht er sich relativ gut.
    Er spielt nicht mit ihr, tut ihr aber nichts.


    Bei Dir geht es um eine junge Katze; sensibel sind sie alle. Ob sie sozial und offen für 'Zugereiste' ist :confused:
    Ich muss sagen, dass ich mit dem Zurückbringen grosse Probleme habe ! ! !

    Grundsätzlich bin ich für mindestens 2 Katzen im Haus, erstrecht, wenn es sich um reine Wohnungskasten handelt.
    Aber auch unsere Freigänger waren und sind immer zu zweit.
     
  12. #11 21.12.2017
    Circe

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    Sofern ich meinen Mann umstimmen kann, dass es einfach besser ist mit 2 Katzen, dann schau ich, ob eine charakterlich passende Katze im nächsten Wurf dabei ist.
    Das Zurückgeben werde ich nur übers Herz bringen, wenn ich beide Katzen damit unglücklich mache, wenn ich sie zusammen lasse.
    Da Aimee sensibel und eigenbrötlerisch ist heisst ja nicht, dass sie nicht sozial ist. Ich denke mal, sie hat in ihrer Kinderstube den Katzen Knigge gut gelernt. Daran wird sie sich hoffentlich erinnern können. Denn so lange ist es ja noch nicht her. Von dem her gehe ich davon aus, dass es mit den beiden schon klappen wird.
    Sofern mein Mann, der echt stur sein kann, das genau so sieht. :cool:
     
  13. #12 21.12.2017
    Seelenwandel

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    Du könntest dir auch einfach aus dem Tierschutz/Tierheim ein bereits sicher soziales Tier holen im gleichen Alter wie deine Katze. Kitten möchten ja eigentlich auch immer Kitten bei sich haben.
     
  14. #13 21.12.2017
    Gast488

    Gast488 Gast

    Mein Mann ist da auch stur, aber das hat er eingesehen und wir haben beide Kater genommen.
    Ich drücke Dir die Daumen, dass sich Dein Mann überzeugen läßt.
     
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