Todkranke Katze ... wie damit umgehen?

Dieses Thema im Forum "Katze krank ?" wurde erstellt von Nadinchen, 08.08.2018.

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  1. #1 08.08.2018
    Nadinchen

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    Hallo liebe Foris.

    Ich schreibe sehr selten hier, lese nur gelegentlich, aber wenn ich mal aktiv war, hat es mir sehr geholfen. Wahrscheinlich erinnert sich keiner mehr, ist auch schon ein paar Tage her, als ich hier im Jahre 2011 über meinen Pelle Pelz Superstar schrieb. Er war sehr, sehr krank, und musste mit nur acht Jahren eingeschläfert werden.
    Ich habe damals hier im Forum unglaublich viel Zuspruch und Trost bekommen, das war einfach großartig.

    Nun scheint sich das Ganze leider zu wiederholen. Meine Katze Piri ist im Juli acht geworden. Heute wurde beim Tierarzt ein bösartiger, nicht operabler Tumor entdeckt. Er wächst vom Kinn in die Mundhöhle bis zur Zunge. Man kann nichts mehr machen. Momentan hat sie noch keine Beschwerden. Sie frisst, trinkt, ihr tut nichts weh, jedenfalls zeigt sie keine Symptome.
    Fakt ist, sobald der Tumor größer wird, sie leidet, nicht mehr fressen kann oder Schmerzen hat, kann man sie nur noch einschläfern.

    Ich bin fix und fertig. Ich kann nicht mehr aufhören zu weinen. Ich liebe meine Pi über alles. Ich weiß nicht, wie ich mit der Situation umgehen soll. Ich kann und will sie nicht verlieren, aber irgendwann muss ich sie gehen lassen. Ich bin gerade einfach nur völlig verzweifelt, unendlich traurig und auch wütend dass das Schicksal mir schon wieder so früh eine geliebte Katze nimmt.

    Habt ihr Erfahrungen mit ähnlichen Situationen? Wie seid ihr damit umgegangen?

    Tieftraurige Grüße von Nadinchen
     
  2. #1 08.08.2018
    Ich kann dir den Ratgeber von Gerd empfehlen. Eventuell hilft dir das ja bei deinem Problem.
     
  3. #2 08.08.2018
    Seraphina

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    Hallo Nadinchen,

    es tut mir sehr leid, was du gerade durchmachen musst. Solche Nachrichten können einem ganz schön den Boden unter den Füssen weg ziehen. :emoji_confused:

    Zu deiner Frage:
    Ja, ich habe auch schon einmal eine ähnliche Situation erleben müssen. Bei meiner Charlie wurde als sie noch nicht einmal vier Jahre alt war ein Tumor in der Lunge diagnostiziert. Wir haben sie operieren lassen, der eine Lungenflügel wurde entfernt. Sie hat sich nach der OP sehr gut erholt und wir hatten wirklich Hoffnung. Nach vier Monaten, bei einer Nachkontrolle, wurde festgestellt, dass der Tumor wiedergekommen ist und es stand fest, dass es nun keine Hoffnung mehr gibt. Mit nur viereinhalb Jahren mussten wir unsere süße Maus dann gehen lassen.

    Ich vermisse meine Maus schrecklich und es tut auch sehr weh, dass sie nur so wenig Zeit hatte. Ich versuche aber an die schönen Zeiten zu denken und ich bin überzeugt, dass unsere Charlie hier bei uns ein schönes Leben hatte. Ich hatte nicht die Macht ihr Leben zu verlängern, aber ich hatte die Macht, ihr, solange sie lebte, ein glückliches Leben zu schenken und ich denke, soweit das für eine Katze möglich ist, hat sie dies auch zu schätzen gewusst.

    Es ist völlig ok, wenn du gerade verzweifelt bist. Es tut einfach weh, wenn man realisieren muss, dass man einen geliebten Freund verlieren wird. Ich wünsche dir, dass du eure verbleibende Zeit noch ein bisschen genießen kannst und dann den richtigen Zeitpunkt findest deiner Maus den größten Dienst zu erweisen den du ihr erweisen kannst.

    Alles Gute für dich!
     
  4. #3 10.08.2018
    Sam_et_Shadow

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    Hey,

    Also zuerst mal tut mir das sehr leid, ich wüsste nicht was ich an deiner Stelle machen würde ist grad nicht sehr aufmunternd aber ich wollte nur sagen, ich weiß nicht wirklich was man dazu sagen soll,... ich hab mir hier nur etwas über Nasen Verstopfung für meinem Kater nachgeguckt da er heute auch beim Tierarzt war da er die ganze Nacht durchgehen sich übergeben hat, zum Glück geht es ihm jetzt deutlich besser und ich weiß grad nicht wirklich was das damit zutun hat, wie auch immer hab ich mich hier regrestriert um zu sagen wie leid mir das tut, ich konnte mir nicht mal wirklich das mit ansehen, was mit meiner passier da kann ich mich nicht in deine Lage versetzen, du musst stark sein, bin grad nicht wirklich eine Hilfe... ich werde für Piri beten. Warst du vlt schon mit ihr bei jemandem der auf So etwas spezialisiert ist, damit der sich auch noch mal eine Meinung dazu macht ? Ich hoffe einfach das man da noch was machen kann. Ich weiß nicht ob man hier privat schrieben kann oder nicht aber wenn doch kannst mir gerne schreiben. Ich bete dafür das es noch einen Weg gibt und das Piri alles so schmerzfrei wie möglich durchsteht. Piri ist nicht alleine, dass ist das gute sie muss das nicht alleine durchstehen, sie braucht jetzt bestimmt viel Zuneigung und liebe. Ich hoffe das beste für euch. Nochmals mein Beileid.
     
  5. #4 11.08.2018
    christinem

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    Grüß dich, das tut mir sehr leid für dich und Piri. Ich hab das jetzt auch schon mehrmals durch, bei Katzen und was noch viel schlimmer ist bei geliebten Familienmitgliedern. Ich hab inzwischen gelernt damit umzugehen, Fakt ist du kannst es nicht ändern, aber du kannst die Zeit die ihr noch miteinander habt bewusst und möglichst gut verbringen mit Piri. Sorg dafür dass sie keine Schmerzen hat und lass rechtzeitig, BEVOR sie leidet den Tierarzt helfen und sie gehen. Diese Möglichkeit haben wir zum Glück bei den Tieren.
    Bei meinem Kater Tigger wars ein Tumor in der Nase, ich habe ihn recht lange gut stabil gehalten mit täglichen Kortisongaben, das hilft gegen Entzündungen und scheint das ganze bissl zu verlangsamen. Er war soweit gut drauf, hat gut gefressen und gekuschelt.. nur halt mehr geschlafen und immer Blut geniesst. Ich hab mich dann dagegen entschieden, wies kritisch wurde (Tumor hat immer mehr Raum gefordert und ich hatte Sorge dass er in die Augenhöhle durchbricht), mit Schmerzmittel weiterzumachen und ihn einschläfern lassen. Ich denke dadurch dass ich schon zweimal mitansehen musste wie sehr Menschen bis zum Ende leiden müssen, fällt mir der Schritt eine Katze BEVOR sie leiden beginnt bereits einschläfern zu lassen (selbstverständlch nur bei unheibaren Krankheiten) leichter, ich sehe es als Erlösung.
    Verwöhn die kleine noch so gut es geht und so lange es geht, täglich besondere Leckerlies, Kuschelstunden, alles was sie mag.
    Fühl dich gedrückt!
     
  6. #5 11.08.2018
    letitsunshine

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    Guten Morgen,
    Auch von mir einfach nur viel Kraft und ich kann mich dem Rat soviel Zeit als möglich mit deiner kleinen zu verbringen nur anschließen.
    Leider ist das der Gang der Welt, dass wir früher oder später gehen müssen und auch ich denke es ist eine Chance, dass wir unsere geliebten Fellnasen nicht leiden lassen müssen, die wir ergreifen sollten. Ich weiß aus eigener Erfahrung wie weh es tut diese Entscheidung treffen zu müssen, ich weiß aber auch, dass unsere Mäuse das wert sind.
    In diesem Sinne, ganz viel Kraft und fühle dich ganz fest gedrückt, viele von uns weinen mit dir und teilen deine Trauer
     
  7. #6 01.11.2018
    Nadinchen

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    Hallo ihr Lieben.

    Ich melde mich mal wieder und erzähle was in den letzten Wochen passiert ist.

    Die gute Nachricht zuerst: Meine Piri lebt noch. Sie musste nicht eingeschläfert werden. Der Tumor ist, entgegen aller Befürchtungen, tatsächlich gutartig. Auch wurde auf beim Röntgen festgestellt, dass die beiden Tumore (Kinn und Zunge) nicht miteinander verbunden sind, sondern einzeln abgegrenzt sind. Es bestand laut Tierarzt eine Chance von nur 5%, dass diese ganze Geschichte gut ausgeht. Aber wir haben Glück gehabt und und gehören zu diesem geringen Prozentsatz. Meine Erleichterung ist in Worte nicht zu beschreiben, das könnt ihr euch sicher vorstellen.

    Nun die weniger guten Nachrichten: Auch wenn der Tumor nicht bösartig ist, ist er trotzdem da, denn vollständig entfernen kann man ihn an dieser Stelle nicht, zumindest den auf der Zunge nicht. Die Piri wurde noch einmal operiert. Es wurde "soviel wie möglich" weg geschnitten. Der Tumor am Kinn wurde komplett entfernt. Nach der OP bekam die Piri hochdosiert Antibiotika und Cortison. Es folgten anstrengende Wochen. Am gleichen Abend hat Pi sich am Kinn die Fäden rausgezogen, also musste sie einen Halskragen tragen. Das fand sie total ätzend und sie hat dauernd versucht den abzumachen. Nachts ist sie überall gegen gelaufen und hat laut geweint. Das tat mir in der Seele weh, aber es musste ja sein. Außerdem musste ich ihr täglich einmal das Mäulchen spülen, damit sich die Wunde auf der Zunge nicht infiziert. Fressen ging mit dem Kragen auch nicht, also hab ich ihr das mit Wasser verdünnte Nassfutter mit einer Spritze eingegeben (ohne Nadel, versteht sich). Das Kinn musste täglich gereinigt werden und mit Salbe eingerieben. Alles in einem sehr viel Stress, vor allem für die Katze, aber auch für mich.

    Nun ist alles gut verheilt. Piri frisst wieder normal, das Fell ist nachgewachsen, wir sind wieder ein bisschen zur Ruhe gekommen. Ich muss nun alle halbe Jahre zur Kontrolle, ob sich der Zungentumor verändert hat. Es besteht immer die Gefahr, dass er weiter wächst und/oder bösartig wird.
    Ich bin unendlich dankbar, dass ich meine kleine Pi noch nicht gehen lassen musste. Die acht Tage zwischen der ersten OP und dem Anruf des Tierarztes bezüglich des histologischen Befunds waren grausam und haben Spuren hinterlassen. Bei aller Erleichterung habe ich noch heute an der ganzen Sache zu knabbern und muss das noch verarbeiten. Und - auch wenn das das kleinste Problem ist, bitte versteht mich nicht falsch - hat mich das auch finanziell ordentlich runter gerissen. Knapp 700 Euro hat mich das alles gekostet, das ist für mich eine Menge Geld. Aber ich möchte nicht jammern. Letztendlich sind das nur Nebensächlichkeiten. Das Wichtigste ist, dass mein Katzenmädchen LEBT.

    DANKE, liebe Jessi, für deine Worte. Wie es scheint, wurden deine Gebete erhört.

    Liebe Grüße an alle, von mir und Piri
     
    helmut gefällt das.
  8. #7 28.11.2018
    christinem

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    Das sind schöne Nachrichten, ich freue ich für dich!
    lg Christine
     
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