Trotzdem Jemanden besuchen, wenn dieser eine Allergie gegen Katzenhaare hat?

Dieses Thema im Forum "Allgemeine Fragen zu Katzen" wurde erstellt von Deadron, 29.03.2016.

  1. #1 29.03.2016
    Deadron

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    Moin,
    Ich hab derzeit ein großes problem. Die Mutter meiner freundin
    hat eine katzenhaar allergie. Wie schlimm ist es wenn ich meine freundin zuhause besuche? Ist es auch schlimm, wenn ich darauf achte, dass ich keine haare an mir habe?

    mfg
     
  2. #1 29.03.2016
    Ich kann dir den Ratgeber von Gerd empfehlen. Eventuell hilft dir das ja bei deinem Problem.
     
  3. #2 29.03.2016
    Gast488

    Gast488 Gast

    Ich habe da nicht so die Ahnung, aber ich habe schon von Leuten gehört, dass sie auch dann reagieren.
    Die Züchterin meiner Kater meinte allerdings, wenn man Sachen trägt, die nicht mit der Katze in Verbindung kamen, wäre die Reaktion nicht oder nicht so stark.

    Meine Schwägerin hat sogar mit Asthmaanfällen auf ihre Katze reagiert, je länger die Katze da war, die Zeiten mit ihr wurden langsam gesteigert, ließen die Anfälle nach.
    Heute ist eine Reaktion ganz selten, aber es passiert immer noch.
     
  4. #3 29.03.2016
    Gast5874

    Gast5874 Gast

    Hallo Deadron,

    erst einmal herzlich Willkommen hier im Forum.

    Wenn Du frisch gewaschene Wäsche anziehst und vorher nicht mit Deinen Katzen schmust, dann sollte es schon klappen. Falls auch Deine Schuhe in Kontakt mit Haaren kamen, dann ziehe sie dort aus oder reinige sie vorher gründlich.

    Bei uns kommt auch regelmässig ein Besucher, der eine ausgeprägte Katzenhaarallergie hat und deshalb seine Katze abgeben mußte. Ich sauge immer vorher alles, Möbel und Fussboden gereinigt, die Katzen werden mit einem feuchten Tuch abgewischt. Und obwohl die Fellnasen es sich nicht nehmen lassen, den Besucher zu beschmusen, hält er es ca. 2 Stunden aus, bevor seine Nase anfängt zu laufen. Und er wird ja von 5 Katzen belagert. Also wesentlich heftiger, als wenn Du Jemanden mit Allergie besuchst.

    LG Marion
     
  5. #4 29.03.2016
    kasimir01

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    Ich denke, dass das Ausmaß der Allergie entscheidend ist. Mein Mann reagiert hochgradig allergisch (mit heftigen Asthmaanfällen) auf kurzhaarige Hunde. Da nützte Putzen, Saugen etc nichts. Mein Vorschlag ist, eine Jeans, einen Pulli oder Shirt und ein Paar Schuhe bei Deiner Freundin zu deponieren und Dich direkt dort umzuziehen, falls ihre Mutter so hochgradig allergisch sein sollte. Deine Kleidung könntest Du dann in einer Plastiktüte vielleicht auf dem Balkon oder im Hausflur deponieren. Sollte allerdings nur die Nase laufen, wären solch intensive Vorsichtsmaßnahmen nicht erforderlich.
    LG
    Christa
     
  6. #5 30.03.2016
    CzaCza

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    Hallo Daedron,

    zunächst einmal ist die umgangssprachliche Bezeichnung "Katzenhaarallergie" schlichtweg falsch, denn die Menschen reagieren nicht auf die Katzenhaare allergisch, sondern auf verschiedene Enzyme aus dem FEL D-Komplex. Diese Enzyme werden bei unseren Haustigern im Speichel und in den Talgdrüsen produziert und durch das Putzen auf die Katzenhaare übertragen. Überwiegend handelt es sich um das FEL D1, was die typischen Sympthome wie Juckreiz, gerötete Schleimhäute auslöst. Ein weiteres Enzym ist das FEL D4, was in der Regel Asthma und Atemwegsbeschwerden verursacht. Die anderen Enzyme sind vernachlässigbar.

    Treffen nun Allergiker und Enzym auf einander, hängt die Stärke der Reaktion von zwei Faktoren ab. Erstens, wie hoch der Enzymlevel des Haustigers ist und zweitens, auf welchen Level reagiert Mensch überhaupt. Es gibt Leute, die sagen/glauben/verbreiten, dass gerade meine Rasse "hypoallergen" und damit besonders für Allergiker geeignet wären. Alles Quatsch in meinen Augen. Ich habe mit verschiedensten Allergikern die Erfahrung gemacht, dass ein- und derselbe Mensch unterschiedlich auf die einzelnen Fellnasen reagiert, von gar nicht bis stark. Es kann also gut sein, dass die Mama Deiner Freundin auf verschiedenste Katzen sehr sensibel reagiert hat, jedoch möglicherweise auf Deine nicht mal ein Niesen entwickelt.

    Damit will ich sagen, wenn Du frisch gewaschene Wäsche aus dem Schrank nimmst und Dich kurz vor dem Weggehen erst umziehst, nicht mehr mit Deinem Tiger schmust, kann eigentlich nix passieren, selbst wenn noch ein paar Katzenhaare an den Klamotten trotz Waschen und Trocknen hängen, denn wie Du jetzt weißt, sind es nicht die Katzenhaare auf die die Mama Deiner Freundin reagiert ;-). Bei der Wäsche wurden die Enzyme von der Wäsche entfernt.

    Ich finde es sehr toll von Dir, dass Du Dir im Vorfeld Gedanken machst, wie Du mit der Situation umgehst :-)
     
  7. #6 30.03.2016
    Achela

    Achela Gast

    Besser hätte es CzaCza nicht erklären können. Genau so ist es.

    LG Marlies :)
     
  8. #7 30.03.2016
    Silviana

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    Also mich kam einmal ganz überraschend Männes Kumpel besuchen,der wirklichne Katzenallergie hat,sag ichs mal so.Doch es war nix.Wir tranken nochne Tasse Kaffee,und Kary schaute aus der Ferne.Doch er bekam weder roten Augen noch Luftnot.

    Vielleicht liegt das wirklich daran das der Mixanteil Sibi ist,weshalb ich auch sie adoptierte.
    Jedenfalls wunderte sich sein Kumpel.
     
  9. #8 30.03.2016
    CzaCza

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    Liebe Silvy, sorry, aber Du hast nicht gelesen, was ich geschrieben habe ;-). Es spielt überhaupt keine zu bewertende Rolle, ob Du bei Deiner Kary einen gewisser Anteil an Sibiblut vermutest, zumal Du das nicht belegen kannst, denn es gibt keine Ahnentafel mit den tatsächlichen Vorfahren von Deiner süssen Maus. Ich kann Dir verraten, dass bei der Testreihe auf die dieser Unsinn basiert, nur 4 (in Worten: vier) Katzen getestet wurden. Nachzulesen HIER.

    Jede Katze hat einen mehr oder weniger niedrigen oder hohen Allergenlevel, ungeachtet der Herkunft und Rasse. Du findest genausogut bei normalen Hauskatzen, wie bei Persern, Maine Coons, Norwegern, Türken, Birmchen, American Shorthair, Rexe, u.v.m. Vertreter, die einen niedrigen Level haben und die "verträglich" für einen Allergiker sind. Auf den unzähligen Züchterseiten, egal welcher Rasse, findet man immer welche, die solchen hahnebüchenden Unsinn stehen haben, wie "Die Hypoallergene Katze - Hier nur bei uns" oder "Unsere Rasse ist speziell für Allergiker geeignet". Ich halte das für eine reine Verkaufsmasche zu Lasten der Katzen (die dann irgendwann wieder ausziehen müssen, weil Mensch doch reagiert und der Züchter nimmt diese dann bestimmt nicht zurück, warum auch) und zu Lasten der Kittenkäufer (die sich von ihrem inzwischen liebgewonnenen Familienmitglied wieder trennen müssen), hauptsache die Kitten sind für viel Kohle vertickt.

    Was ist denn eine "wirkliche Katzenallergie"? Für mich gibt es da keinen Unterschied zwischen einem, der nur wenig und einem, der sehr heftig auf die Allergene reagiert.

    Du hattest bei Deiner Kary einfach nur Glück, dass sie scheinbar einen niedrigen Allergenlevel hat, es hätte auch anderst kommen können.

    Sorry, das musste jetzt sein ;-)
     
  10. #9 31.03.2016
    Achela

    Achela Gast

    Letzendlich spielt bei einer Allergie das Immunsystem des Menschen eine Rolle.
    Ich habe eine Kontaktallergie und somit muß ich diese "Auslöser" meiden.
    Bei Tierhaarallergien ist es nicht anders,allerdings sollte man wissen welche "Störfaktoren" im Speichel eines Tieres vorhanden sind um dann reagieren zu können.Die Katzenrasse spielt dabei keine Rolle.
    Am besten ist es sich bei einem Allergologen aufklären zu lassen.

    :)
     
  11. #10 31.03.2016
    Zuletzt bearbeitet: 31.03.2016
    Silviana

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    >>hey hey..nein,das ist doch gut,das Du es so geschildert hast.;)Sage mal,kann man das vorab irgendwie testen,nicht als Allergietest beim Arzt.Nun gut ich habe meine Süsse und alles ist gut;-)
    Und ich habe noch nie,wirklich von einem niedrigen oder hohen Allergielevel gehört.Deshalb finde ichs gut,das Du das mal schriebst.
    Ich danke Dir,ist ehrlich gemeint.Da bin ich weder böse noch sonstwas,wäre besser ich wäre eher hier im Forum,dann hätte ich mir das Leid mit Kary erspart.Das war so ne Süsse;-( Denke heute noch sehr oft an sie.(es war ein liebes Ataxiekätzchen,einfach zucker)die keinerlei Probleme hatte mit sich und der Umwelt;-)

    GLG
    Silvy

    erde mir dies auf alle Fälle dennoch durchlesen!;-)
     
  12. #11 31.03.2016
    CzaCza

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    Selbstverständlich haben Naggies auch Körperflüssigkeiten und Talgdrüsen ;-). Dadurch das keine bis minimal Haare vorhanden sind, produzieren die Talgdrüsen angeblich mehr Talg, wie behaarten Katzen, so mein Kenntnisstand. Will mich da aber nicht zuweit aus dem Fenster lehnen, aber ich weiß von Naggi Besitzern, dass diese ihr Naggi alle 2 bis 3 Tage feucht abwischen, um das fettige Gefühl beim Streicheln nicht zu haben. Mit dem Abwischen des Talg werden vorhandene Allergene zu einem guten Teil ebenfalls entfernt, das mag sicherlich auch dazu führen, dass die Betroffenen weniger reagieren.

    Man/frau hat mehrere Möglichkeiten. Zum Einen gibt es den Speicheltest, da geht man mit einem sterilen Bürstchen in den Backentaschen der Katze und dreht diese zwei bis drei mal und verpackt das Bürstchen (oder Watteträger) gut. Eine Alternative ist eine Fellprobe zu nehmen, wobei dazu geraten wird zwischen den Schulterblättern, wo sich eine Katze nicht putzen kann, ein paar Haare mit einer sterilisierten Pinzette zu zupfen und diese Probe gut zu verpacken. Entweder das eine oder andere nimmt man mit zu seinem Allergologen, der einen Einzelallergietest daraus erstellt. Es gibt noch eine dritte, teuere Möglichkeit, nämlich den Allergenspiegel der Katze testen zu lassen. Ob dafür Speichel, Fell, oder Blut benötigt wird, kann ich gerade nicht genau sagen. Aus meiner persönlichen Sicht ist der letzte Test sinnfrei, denn was nutzt es zu wissen, in welchem Bereich der Level liegt, wenn dadurch noch nicht geklärt ist, ob Mensch darauf reagiert, oder nicht. Letztendlich ist aber immer der Mensch ausschlaggebend, ob und wie stark seine Sympthome sind, ob diese mit z.Bsp. einem Asthmaspray, Tabletten oder sonstiges in Schach gehalten werden kann.

    Manchmal hilft auch eine Desensibilisierung, aber das muss eben immer von Fall zu Fall, von Mensch zu Katze entschieden werden. Gerade der Mensch, ist hier die große Unbekannte, denn durch Hormonveränderungen, wie Schwangerschaft oder Pupertät und psychosomatische Auslöser, können schnell beim Mensch alles ändern.
     
  13. #12 02.04.2016
    Silviana

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    Ach jee,die Naggis fetten;-))Was Du so alles weisst.;-) Interessant ists schon.Doch ehrlich,ich sehs genauso mit diesen Allergietesten bei Katzen.
    Ist dennoch sehr gut beschrieben.
     

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  1. katzenallergie trotz gewaschener Wäsche

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