Vorteile der Frühkastration

Dieses Thema im Forum "Kastration" wurde erstellt von CzaCza, 10.06.2016.

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  1. #1 10.06.2016
    CzaCza

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    Eine Frühkastration ist es nur, wenn diese VOR dem Eintritt der Geschlechtsreife vorgenommen wird.

    Ich geben meine Kitten an Liebhaber nur frühkastriert ab, was bedeutet, dass der frühestmögliche Zeitpunkt die 11 Lebenswoche ist und ein Mindestgewicht von 1200 g vorhanden ist.

    Ich kenne nur Vorteile. Zum Einen hat der TA, wenn er sich denn daran traut, kein Unterfettgewebe, durch dass er sich durchwühlen muss. Das bedeutet aber auch, dass der Schnitt in die Bauchdecke nur minimal ist, maximal 2 knoten pro Lage. Zum Anderen, da Kitten sowieso noch im Wachstum sind und sich die Zellen noch viel schneller Teilen, verheilt die Wunde auch extrem schnell. Ist wie bei uns Menschen, stell Dir vor ein Kind und ein Erwachsener brechen sich den Arm, beim Kind heilt wegen dem besseren Zellwachtum und -teilung der Bruch viel schneller. Wissenschaftlich ist auch erwiesen, dass Frühkastrierte später keinen
    Milchdrüsenkrebs entwickeln. Das Risiko, dass eine Katze daran erkrankt, steigt mit zunehmendem Alter und Kastration . Außerdem birgt jede Rolligkeit das Risiko, dass die Katze eine Gebärmuttervereiterung bekommt, denn während der Rolligkeit ist der Gebärmuttermund geöffnet, damit bei einer Deckung die Spermien in die Gebärmutterhörner vordringen und die Eier befruchten können. Diese Zeit ist aber auch ideal für das Eindringen von Bakterien, die im Darm ganz normal vorkommen, jedoch beim Putzen vom After in die Gebärmutter vordringen und sich dort ungehinder vermehren können und so eine Vereiterung verursachen. Ist es eine offene Pyo, dann verliert die Katze irgendwann Eiter. Wenn man das rechtzeitig mitbekommt, kann die Katze durch eine Not-OP in vielen Fällen gerettet werden, ist es aber eine geschlossene Pyo, platzt irgendwann unbemerkt die Gebärmutter und der Sabber läuft in die Bauchhöhle. In diesen Fällen ist die Katze meist durch durch die Bauchfellentzündung zum Tode verurteilt.

    Bei den Lütten wird ebenso die Narkose viel schneller abgebaut. Meine sind bereits rund 6 Stunden nach der OP recht fit und dürfen dann schon mal den ersten Teelöffel Nafu bekommen. Bei den Großen dauert es viel länger, da gab es schon welche, die am nächsten Tag noch bedrömmelt waren.

    Dann gibt es auch Katzen, die mit der Rolligkeit anfangen zu markieren. Viele glauben, nur Kater markieren, diese Annahme ist aber falsch. Auch potente Kätzinnen, gerade wenn sie sehr dominant sind, fangen an zu markieren. In der Regel hören sie nach der Rolligkeit damit wieder auf, aber es gibt eben auch Ausnahmen.

    Viele glauben, ach meine Katze ist ja drin, da reicht es sie nach der ersten Rolligkeit kastrieren zu lassen, doch rollige Katzen sind fix und wir erleben es hier sehr oft, dass es dann heißt, meine Katze ist abgehauen und nun ist sie "dicke". Man sollte den Trieb nicht unterschätzen und Katzen werden dann erfinderisch, vom Versuch durch ein gekipptes Fenster abzuhauen (große Gefahr), bis auf das Lauern hinter der Tür und nur darauf warten, bis diese geöffnet wird, oder man öffnet sie selbst.

    Wenn Du Deine Katze mit 4 bis 5 Monaten vor der ersten Rolligkeit kastriern läßt, bist Du auf der relativ sicheren Seite.

    Übrigens Kastrieren, deswegen, weil dann die Eierstöcke entfernt werden, die für den Zyklus verantwortlich sind. Wenn ein TA nur sterilisieren würde, also nur die Eileiter veröden, abbinden, oder trennen, bleiben die Eierstöcke drin und die Katze würde durch die Hormone regelmäßig rollig werden, mit allem drum und dran. Gerade das soll ja durch die Kastration vermieden werden.
     
  2. #1 10.06.2016
    Ich kann dir den Ratgeber von Gerd empfehlen. Eventuell hilft dir das ja bei deinem Problem.
     
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