Wundwasser nach der Op am Bauch

Dieses Thema im Forum "Katzenkrankheiten" wurde erstellt von Jonnsy, 07.10.2018.

  1. #1 07.10.2018
    Jonnsy

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    Moin allerseits. Ich weiß nicht, ob ich hier in der richtigen Rubrik bin, ansonsten einfach verschieben. Es geht um folgendes und eventuell haben da ja einige auch schon Erfahrung gemacht. Meine Katze wurde vor 3 Wochen ab morgen opertiert am Bauch Bereich des rechten Hinterbeins, da die Vermutung bestand, dass es sich um den Mammatumor handelt. Vorher fragte ich der Tierärztin, ob es denn nicht noch Möglichkeit gibt, dass man nicht per Ultraschall, Röntgen, MRT etc. so nachschauen kann, damit ihr die OP erspart bleibt. Sie meinte nein, da es notwendig wäre, damit man sofort über einer histolgischen Untersuchung irgendwie so hieß das sofort erkennen kann, ob es denn sich um Tumor halte. Ich hielt es für plausibel. War Gottseidank nicht der Fall. Es war ein Geschwülst, nichts dramatisches. So weit so gut. Sie musste erst mal 10 Tage die beliebte Halskrause bzw. den Trichter tragen, dann musste ich mit ihr zur Nachsorge, die Fäden ziehen lassen.

    Kleine Hiobsbotschaft, sie muss die Halskraus noch bis Montag tragen, also insgesamt zwei Wochen, dann musste
    ich anschließend an diesem Montag in dieser Woche hin. Sie sollte zwei Tage bis Mittwoch noch die Halskrause tragen, weil es noch nicht ganz verheilt ist. Gut, gesagt getan, dann am Mittwoch das Ding abgenommen. Ich wollte es gar nicht machen, wenn ich ehrlich bin, denn die Wunde kam mir nicht so richtig verheilt vor. Es bestätigte sich dann am Donnerstag bzw. Freitag. Ich kam von der Arbeit nach Hause und sehe da meine Decke an, voll mit Blut, aber hell. Ich rief sofort beim Tierarzt an, habe ihr Bilder geschickt, wie es genau ausschaut. Sie meinte es ist nichts dramatisches, es ist Wundwasser und das Blut was dabei war, wäre noch von der Kruste, die sich da bildete, damit es verheilt. Ok, ich hatte einfach Angst, bin dann Freitag hingegangen, damit sie sich das nochmal alles genau anschauen kann und meinte, ja es ist soweit alles in Ordnung, es ist das Wundwasser, nichts dramatisches. Daraufhin fragte ich, ob es sich denn nicht entzünden kann, ob es denn nicht einen Trichter gibt der etwas größer ist, damit sie trotz Trichter nicht an ihre Wunde mehr kommt, um daran zu lecken. Sie meinte, ja, natürlich schon, aber dann kann sie nicht mehr fressen, weil sie durch die Vergrößerung nicht ans Fressen kommt. Daraufhin ich wieder, ob es denn nicht andere Möglichkeiten gibt, damit sie nichts dagegen tun kann, also daran lecken kann, eine Salbe o.ä. Sie erwiderte mit nein, es ist so nicht möglich. Ich solle nur beobachten, dass sich da nichts entzündet und wie sie sich allgemein verhält. Gestern und bis heute Abend war sie ganz normal. Sie fresste, trank, kuschelte mit mir, wie man es von Katzen kennt. Nun aber hatte sie schon wieder Wundwasser gelassen und leichtes Blut war dabei. Sie hat im Moment auch keinen Hunger und will ihre Ruhe. Ich bin ratlos und weiß nicht was ich genau dagegen tun kann.

    Außerdem sagte die Tierärztin, ich könne den Trichter sonst noch mit Stück Pappe verlängern, damit sie an ihre Wunde nicht kommt. Habe ich jetzt auch getan, aber auch nur bis morgen, da mir das Ganze einfach völlig komisch vorkommt und ich das Gefühl habe, dass sie mir das Geld abziehen will. Denn bei jeder Folgeuntersuchung werden 15 - 20 € berechnet und das Fäden ziehen hatte auch extra gekostet, ich dachte, dass ist in der Oprechnung mit inbegriffen. Na gut, ich habe mich wohl entschlossen und werde morgen zu einem anderen Tierarzt fahren und ich hoffe denn endlich, ob wirklich alles in Ordnung ist oder ob die jetzige TÄ, wo ich bin, Mist gebaut hat und mich damit durch Folgeuntersuchungen Geld einheimsen will oder bin ich einfach nur übervorsichtig?

    Ich hoffe und danke auf Antworten für euch. Verzeihung für diesen langen Text. Aber ich bin in Sorge. Denn wiegesagt ab morgen geht es in die vierte Woche und ich empfinde es als nicht normal.

    Gruß

    Jonnsy

    EDIT: Völlig vergessen, seit Freitagabend humpelt sie auch komisch. Ich habe da mal bisschen an ihr Bein herumbewegt, sie hat keine Schmerzen. Wahrscheinlich humpelt sie, weil sie wegen der aufgeleckten Wunde es ihr unangenehm ist und auch eventuell weh tut.
     
  2. #1 07.10.2018
    Ich kann dir den Ratgeber von Gerd empfehlen. Eventuell hilft dir das ja bei deinem Problem.
     
  3. #2 08.10.2018
    Seraphina

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    Hallo Jonnsy,
    wenn die Wunde jetzt nach drei Wochen noch nicht richtig verheilt ist, dann würde ich auch mal einen anderen TA draufschauen lassen. Kann natürlich auch einfach sein, dass es eine sehr ungünstige Stelle ist und sich deshalb die Wundheilung hinzieht. Aber eine Zweitmeinung schadet sicher nicht.
    Alles Gute für deine Süße und berichte mal, was der TA gesagt hat.
     
  4. #3 08.10.2018
    saromo

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    Nach meiner Erfahrung wird Nachgebessert werden müssen. Die Wunde ist nach 3 Wochen nicht zu, da haben sich die wundränder sicher schon gebildet und eswird dann auch nicht menr zugehen. Die Naht muss wieder aufgemacht werden, die Wundränder wieder begradigt und dann sollte es von innen nach aussen verheilen. Am besten man zieht der katze einen Boddy an, dann kann es ohne zusehr abgeleckt zu werden verheilen.
     
  5. #4 09.10.2018
    Jonnsy

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    Hallo ihr Beiden und der Rest der sich für das Ergebnis interessiert.

    Zur Lage nun: Gestern war ich mit meiner Katze beim Tierarzt und habe sie dort vorgestellt. Mein Verdacht hat sich sofort bestätigt, die Wunde war heftig entzündet, sie wäre früher oder später an einer Blutvergiftung gestorben. Operation war die Folge. Es wurde sofort für morgen, also heute eine OP terminisiert, um 8:15. Der Tierarzt ist einfach fassungslos, wie an meiner Katze gepfuscht wurde und dann der Hammer, ich habe erfahren, dass meine .... Tierärztin die histolgische Untersuchung gar nicht durchgeführt hat, wie zum Teufel kann sie dann festmachen, dass es sich angeblich nur um ein Geschwülst handelt? Daraufhin wurden sogar Überstunden für mich gemacht, Zeitplan war, dass die OP 30 Minuten geht, hat sich aber auf 1 Stunden und 30 Minuten hinausgezögert, weil und jetzt liest genau, sich eine Eiteransammlung von ca. einer vollen Tasse also um die 250 Milliliter angesammelt hat. Sowas hatte ich selber als Mensch noch nicht gehabt oder je erfahren bei Freunden, Verwandten etc.

    Nun wurde alles ausgespühlt, sie ist davon befreit. Ein Manko gibt es, denn Nähe des Oberschenkels ist die Haut ungefähr 10x größer als normal, daraufhin wurde dann auch die histolgische Untersuchung eingeleitet, ich musste es unterschreiben. Es kann sich nun also eventuell wohl doch um einem Tumor handeln. Kleiner Wehrmutstropfen, in den Bauchraum ist nichts hingekommen. Es wurde nun alles vernäht, aber nur die Oberhaut, weil die Unterhaut leider noch nicht vernäht werden kann, weil der Tierarzt das ganze tote Gewebe herausnehmen musste. Deshalb soll ich nun intensiv sie beobachten.

    Denn, es wird irgendwann passieren, dass wieder was herauskommt, weil eben die Unterhaut noch nicht vernäht ist und ich dass dann mit einem sauberen, nassen Lappen abwischen muss, damit sich von dem Mist nicht wieder alles verklebt, weil eine erneute Infektion bestehen würde. Außerdem habe ich Schmerzmittel mitbekommen, Antiobiotika und sie darf 10 Tage nicht herumspringen, weil es erstens ihr weh tun würde und zweitens ist die Gefahr groß, dass die Naht aufreissen könnte. Und außerdem muss ich sie heute und morgen nochmal auf Fieber messen, wird ihr nicht so gefallen, muss sie aber durch. Ach und einen neuen Trichter hat sie bekommen, aber in größer, damit sie nicht an die Wunde herankommt. Einen Body kann man benutzen, aber aus Erfahrung vom Tierarzt soll ich erst mal den Trichter weiterbenutzen, weil Katzen gerne das Body aufreißen.

    Randnotiz: Es wurde mir sogar empfohlen, dass der Tierärztekammer zu melden, weil es eine gravierende Fehldiagnose ist. Beweise habe ich ja Gottseidank. Und wäre ich zur Tierklinik gefahren, hätte ich knappe 1000 € gezahlt. Jetzt habe ich gerade mal nur 170 € für die OP und Medikamenten bezahlt + 70 € für die Gewebsprobe, um festzustellen, ob es sich denn um Krebs handelt oder nicht. Also insgesamt nur 240 € und das ist deutlich weniger, was bei der ersten OP bezahlt habe.

    Ich bin überaus Stolz und sehr dankbar auf diesen Tierarzt. Und werde aus Dankbarkeit ihm ein Present übergeben. Ich hoffe, er wird es annehmen.
     
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  6. #5 10.10.2018
    Seraphina

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    Ach herrje, deine arme Maus. Sehr gut, dass du da noch einmal hast draufschauen lassen.
    Alles Gute für euch.
     
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