Zucht beginnen?

Dieses Thema im Forum "Katzen züchten" wurde erstellt von Valeria, 16.06.2014.

  1. #1 16.06.2014
    Valeria

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    Hallo zusammen!

    Vor zwei Jahren haben wir (auf mein Drängen hin) eine Persermix-Katze gekauft, in die wir sofort alle total verliebt waren ;) Leider ist unsere Dame uns während der Rolligkeit, bevor wir sie haben kastrieren lassen, entkommen und hatte dann im Sommer einen Unfallwurf. In einer leichten Geburt hat sie innerhalb einer Stunde fünf gesunde Kätzchen zur Welt gebracht und dann hingebungsvoll grossgezogen. Wir haben jedes einzelne Kätzchen geliebt und sie nur schweren Herzens in gute Hände vermittelt, als sie 11 Wochen alt waren. Einen Kater aus dem Wurf haben wir behalten (und natürlich rechtzeitig kastrieren lassen).
    Nun habe ich mich nach dem Wurf sehr viel mit
    Farbenlehre der Katzen und Genetik, Erkrankungen und seriöser Zucht mit Stammbaum und Tests und allem drum und dran beschäftigt, da nach dem Wurf der Wunsch in mir gewachsen ist, dieses wunderschöne Erlbenis wiederholen zu können. Da ich dies jedoch (selbstverständlich) nicht mit unserer Persermixdame kan, haben meine Mutter und ich überlegt, ein BLH-Kätzchen zu "adoptieren", mit dem wir dann in ein oder zwei Jahren "richtig" züchten können. Die Wahl ist dabei auf BLH gefallen, da uns reinrassige Perser doch eine zu extrem flache Nase haben und zu aufwendiges Fell (eventuell tendieren wir auch zu einer DLH-Katze, obwohl ich mir vorstellen, dass eine Zucht bei dem geringen Grundbestand an Tieren schwieriger sein könnte? Meine Mutter ist allerdings ganz vernarrt in die BLH, daher wird es vermutlich doch die :D). Wir sind uns darüber im Klaren, dass nach dem Kauf eines Kätzchens noch einiges an Zeit vergeht, bis man beginnen kann, zu züchten, dass wir uns in einem Verein anmelden müssen und dass auch ansonsten einiges an Kosten auf uns zukommen. Natürlich verlaufen auch nicht alle Geburten so glatt, wie die unsere, trotzdem sind wir bereit, das auf uns zu nehmen und es zu "wagen", um zum Erhalt und zur Verbesserung dieser wunderschönen Rasse beizutragen.
    Nun zu meinen Fragen:
    Würdet ihr uns empfehlen, überhaupt eine Zucht zu beginnen? Oder "lohnt" sich der Stress und die Kosten am Ende nicht?
    Reicht es anfangs eine Zuchtkatze zu kaufen und zum Fremddecken zu gehen (Zur Gesellschaft haben wir ja unsere beiden anderen Katzen)?
    Wie findet man eine geeignete Zuchtkatze und später einen guten Deckkater?
    Wird ein Züchter für den hohen Preis seine Kätzchen überhaupt los oder kann es passieren, dass man auf vier von fünf Kätzchen "sitzen bleibt", weil niemand für eine Katze so viel Geld ausgeben möchte?
    Muss man zur Zucht seine Katzen unbedingt auf Ausstellungen fahren oder kann man ihnen diesen Stress ersparen?

    Über Antworten und Tipps würde ich mich sehr freuen, :)

    LG Valeria
     
  2. #1 16.06.2014
    Ich kann dir den Ratgeber von Gerd empfehlen. Eventuell hilft dir das ja bei deinem Problem.
     
  3. #2 16.06.2014
    baerchen08

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    Hallo Valeria,
    erst mal finde es total super, dass Ihr Euch mit vielen elementaren Dingen die eine Zucht ausmachen, beschäftigt habt. Aber die vielen Fragen kann man sicherlich nicht so pauschal beantworten, da es oftmals eine individuelle Entscheidung ist. Bislang habe ich die Erfahrung gemacht, dass sich mittlerweile auch Intressenten mit vielen Dingen auseinander setzen, ich hoffe das das auch so bleiben wird und die "Schwarzzuchten" bei einer Kaufentscheidung immer weniger eine Rolle spielen wird.
    Wir sind bislang auf keines unserer Kitten sitzen geblieben. Um einen Bekanntheitsgrad zu ereichen ist es manchmal sinnvoll eine Ausstellung mit dem Felli zu besuchen. Sollte das Kätzlein aber so gar keine Lust dazu haben, macht es keinen Sinn und man lässt es besser. Natürlich kann man seine Katze auch fremdverpaaren lassen, dieses gestaltet sich aber manchmalnschwierig, da nicht alle Katerbesitzer das machen, noch dazu musst Du dann erstmal den richtigen Kater finden.
    Vielleicht konnte ich DIr ein wenig helfen.

    LG Beatrice
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  4. #3 16.06.2014
    Gast5874

    Gast5874 Gast

    Hallo Valeria,

    ganz wichtig als Anfänger ist es, daß man zu vielen Ausstellungen fährt und sich mit Züchtern austauscht und so auch Kontakte knüpft. Dann sollte man einen Mentor zur Seite haben. Denn gerade anfangs kommen viele Fragen und auch Probleme.

    Wir wollten auch vor einigen Jahren züchten, sind in einen Verein eingetreten, hatten eine Mentorin zur Seite und auch eine Zuchtkatze gekauft. Leider stellte sich kurz vor der ersten Dekcung raus, dass sie total ungeeignet wäre, denn je potenter sie wurde, je agressiver war sie gegen ihre Artgenossen. Fühlte sich nicht wohl und reagierte auf Alles aggressiv. Dies änderte sich nach Kastra und sie kam dann wieder toll mit ihren Kumpels aus. Dann hatten wir noch einen Versuch gewagt. Auch da war der Deckkater bereits ausgesucht. Zu dem Zeitpunkt kollabierte unsere erste Norwegerin und wir stellen HCM fest. Und ihre Halbschwester, die ja jetzt auch unsere Zuchtkatze werden sollte, liessen wir zur Vorsicht dann mit all unseren anderen Katzen schallen, Ergebnis, auch sie hatte HCM.
    Für uns gab es danach nur noch die Frage, wie können wir unsere Fellnasen bei ihrer Erkrankung helfen und nicht mehr der Gedanke an Zucht.

    Sicherlich muß es nicht bei Dir so laufen. Es gibt viele Züchter, die eine verantwortungsvolle Zucht haben und dies schon viele Jahre. Nur man sollte es nicht wegen des Geldes machen. Denn Geld kann man nicht damit verdienen. Ganz im Gegenteil, es kommen auch mal sehr schlechte Zeiten, in denen man nur immer Geld ausgibt zum Wohl der Katzen. Und es gibt auch Zeiten, da "bleibt man auf einen Wurf sitzen". Hört sich vielleicht blöd an, aber manchmal hat man nicht das Glück, ein schönes Zuhause für den Nachwuchs zu finden.

    Das ist auch so eine Sache. Man hat ja auch eine gewisse Verantwortung, dass sie nicht irgendwo zu einem Wanderpokal werden.

    Einen eigenen Kater würde ich anfangs nicht halten, weil er mit nur einer Katze unausgelastet ist. Auch kannst Du ja nur begrenzt dann züchten.

    Auch gibt es die Gewährleistungspflicht auch als Züchter, denn Tiere gelten nach dem Gesetz leider immer noch als Sache.
     
  5. #4 16.06.2014
    baerchen08

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    Hallo Marion,
    da kann ich Dir nur zustimmen, keinesfalls sollte man es wegen des Geldes machen, und manchmal kann es unter Umständen recht teuer werden. Auch sollte man sich als Anfänger dringend einen erfahrenen Mentor suchen der unterstützend und beratend zur Seite steht.

    Es ist halt eine Entscheidung die man mit "Herz" UND "Verstand" treffen solle.

    LG Beatrice
     
  6. #5 16.06.2014
    christinem

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    kommt drauf an was du unter "sich lohen" verstehst..
    wenn es ums finanzielle geht: nein es lohnt sich sicher nicht, Katzenzucht ist ein teures Hobby, grad am Anfang verbrennt man unmengen an Geld :-/
    wenn es um das emotionale geht musst du die Entscheidung für dich treffen, es gibt Höhen und Tiefen in der Katzenzucht, wunderschöne Momente, todtraurige Momente Stress und Ärger, Enttäuschungen,
    ich machs weil ich Zucht spannend finde, weil ich meine Rasse toll finde, aber frag nicht wieviel ich in den letzten Jahren an Geld in den Sand gesetzt hab...

    ja, das wäre so anzuraten, Kater würde ich vorerst keinen nehmen

    ich würdemich primär an Zuchtvereine in deiner Gegend wenden und nach Züchtern deiner Wunschrasse fragen, und Ausstellungen besuchen und versuchen mit Züchtern ins Gespräch zu kommen.
    Die zukünftige Zuchtkatze sollte von Elterntieren stammen die auf alle relevanten Erbkrankheiten deiner Rasse getestet sind (HCM, PKD, HD, ..) und die Linien sollten schon erfolgreich bei Ausstellungen sein, du möchtest ja sicher auch typvollen Nachwuchs haben.

    das kann durchaus passieren, grad bei den ersten Würfen wenn dich noch keiner kennt..später einmal, wenn du dir sozusagen einen Namen gemacht hast, eine ansprechende homepagen, Showerfolge vorzeigen kannst, wirds unter Umständen leichter...generell scheint es mri aber momentan eher schwer zu sein, die Leute müssen sparen und Rassekatzen sind halt "Luxusgüter"

    naja, es gibt Vereine die schreiben es vor und Vereine die empfehlen es nur..aber..ich würde es machen, denn dort bekommst du erstens feedback und due erfahrst wo die Schwächen und stärken deiner zukünftigen Zuchtkatze liegen, und du kannst Kontakte zu anderen Züchtern knüpfen, und ganz wichtig: du kannst deine Kitten bewerben, grad wichtig am Anfang wenn dich noch keiner kennt.
    Wenn du früh genug Ausstellen beginnst, die Katze also recht jung ist, geht das ganz gut und ist meist nicht soo furchtbar stressig.

    lg
     

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  1. rentiert sich eine katzen zucht

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